Schwächeln oder Schwachsein? Wie Ego dich unfähig macht

Mein LEHRER erklärte mir eines Tages vor einiger Zeit, dass jede Gelegenheit, stark zu sein, in WAHRHEIT eine Gelegenheit sei, schwach zu sein.

Nun gibt es allerdings zwei Sorten von Schwäche.

Die eine ist ein Sich-Ergeben, ein Niederlegen der Waffen nachdem alles getan wurde, was man selbst vermochte; es ist ein sich schliesslich in GOTTES Hand- Begeben. Die andere  … ist das Ego, das eine seiner Taktiken ausspielt.

Beobachte dich sehr genau, vor allem, wenn du eine der folgenden Äusserungen aus deinem Denken oder gar Munde hörst:

Ich kann das nicht.

Ich kann einfach nicht.

Ich muss mich schonen.

Ich bin eben langsam.

Ich bin eben nicht belastbar.

Ich bin eben schnell überfordert.

Die anderen müssen mich schonen.

Die anderen müssen Rücksicht nehmen.

Die anderen dürfen mich nicht antreiben.

Die anderen sind eben schlauer als ich.

Das sind: Lügen, Lügen, Lügen.

Ich befinde mich natürlich noch immer in der Aufarbeitung meiner zwei Tumoroperationen, und das Familiensystem rückte sofortement wieder in den Fokus, auch logisch. Meine Mutter war Weltmeisterin im Opfersein und Schwachheitvorschieben. Und natürlich braucht jedes Opfer in der Dualität einen äusseren Täter, was sie auf uns Kinder schob. Sie verstand es meisterhaft, mir die Schuld zuzuschieben, und wenn es ihr schlecht ging, musste ich folgerichtig aufgrund meines Verhaltens und aufgrund dessen, was ich „Freches“ gesagt hatte, die Schuld haben.Und dann starb sie. Und ich? War vermutlich Schuld.

Sie sprach manchmal tagelang nicht mit uns Kindern, als wir noch sehr klein waren. Ich erinnere mich an den Gefühlscocktail aus Angst, Panik, Schuldgefühl, Hilflosigkeit, Machtlosigkeit, Schmerz, Reue, alles zusammen.Wie kann eine Mutter so etwas ihrem Kind antun? Meistens wussten wir nicht mal, was wir genau Schlimmes angestellt hatten. Es reichte eine Kleinigkeit für das Auslösen dieses narzisstischen Opferschweigens.

Ihr seht, es hilft nichts: Die Eltern der Kindheit müssen ungeschminkt angeschaut werden, wenn ihr euch befreien wollt. Es geht hier nicht darum, Erklärungen oder Entschuldigungen für deren Verhalten zu finden, auch nicht, ihnen zu vergeben oder sonstwas esoterisches. Es geht darum herauszufinden, welche kranken Samen, welche Fehleinstellungen sie frühzeitig in unser Wesen gesät hatten, aus denen heute Tumorbäume oder andere Mahnmale gewachsen sind. Die Bäume oberflächlich abzuschlagen nützt nichts, sie müssen mit der Wurzel entfernt werden. Hier kommt ihr an die Reihe, nicht ebenfalls Opfer zu spielen, sondern es zu lösen.

Dieses Schuldsein an der Mutter Schicksal habe ich offenbar so sehr verinnerlicht, dass ich noch heute ständig diese Thematik über Freundschaften in mein Leben ziehe. Durch die Spiegel in meinem Umfeld jedoch kam ich just dem Thema wunderbar auf die Schliche. Und begriff, dass es zwei Arten von Schwachsein gibt – eine unerlöste und eine erlöste.

Als ich mich innerlich in mein Schicksal ergab und annahm, dass ich vermutlich bald wider Erwarten diese Inkarnation verlassen muss, begann ich, mich mit Literatur zum Thema Nahtoderfahrungen zu beschäftigen. Bisher hatte ich das Thema gemieden. Ich hatte schliesslich jedoch aufgegeben, legte jegliche Hoffnung ab und begann, praktisch damit umzugehen und mich innerlich darauf vorzubereiten, diese Welt zu verlassen. Und siehe da: Ich geriet erst dadurch an ein Buch, das in seinem Anhang wiederum spannende Bücher auflistete, und darunter war DAS Buch, das mich wieder empor katapultierte und mir den WEG aufzeigte, wie es weitergeht mit meiner HEILUNG. Ich hätte es nie gefunden, wenn ich mich nicht dem Gedanken an „Tod“ ergeben hätte. Diese Schwachheit war also meine Stärke, ohne dass ich es wusste. Erst wenn du einen Sprung wagst, wird GOTT das Tuch auswerfen, das dich auffängt. Ohne Sprung –  keine Hilfe. Wobei auch?

Ich hätte auch beleidigt sein und mit GOTT schmollen können. Diese Opferhaltung würde mich heute noch im Schmollwinkel sitzen lassen und auch morgen noch und dann den Tag und dann den Tag und dann wäre es wirklich für mich hier am Ende. Und ich hätte nichts gelöst und dürfte erneut in einer Reinkarnation antreten, mit womöglich noch krasseren Umständen, damit ich es endlich lösen kann. No, thx.

Besonders schäbbbig (mit vielen Bs) ist es, wenn das selbsternannte Opfer wie oben beschrieben einem Gegenüber die Schuld zuschiebt. Du bist schuld, dass es mir jetzt schlecht geht. Leider ist das bei Eltern auch heute noch ein probates Mittel um die Kinder zu erpressen, zu lenken, kurz: zu manipulieren, damit sie nach eigenem Elternwollen funktionieren und den Eltern dienlich sind. Das ist mit einem Wort: (Emotionaler) Kindesmissbrauch.

Eine Person warf mir kürzlich vor, ich hätte zuviel über die Coronalüge referiert. Dadurch fühlte sie sich schlecht und überfordert und massregelte von einer, wie sie fand, gerechtfertigten (Eltern-)Position aus mein Verhalten. Hallo, geht es noch?? dachte ich, und das war für mein aktuelles Thema für mich der Moment des Aufwachens: Ich nahm mich der Person gegenüber plötzlich in einer Kinderrolle wahr, was mich aufweckte.

Die Person drehte die Sachlage komplett zu meinen Ungunsten um, so dass ich die ganze Schuld bei mir hatte. Was manche Leute können! Ich bin für sowas zu naiv, besser: zu echt. Sie warf mir vor, sie benutzt zu haben, damit es mir besser gehe. Genau das war es jedoch, was sie gerade für sich selbst tat: Sie benutzte mich, um ihre Opferrolle nicht verlassen zu müssen. Der Teufel dreht alles um, also Ego dreht alles zu seinen Gunsten um. Ich sagte, seit 14 Jahren rede ich gegen Wände, seit 14 Jahren bekomme ich dieselben Vorwürfe, wie sollte es mir dabei gut gehen? Ich hatte versucht, nichts mehr zu äussern, und wurde noch kranker. Das ist nicht der WEG, den GOTT für mich will. Schweigen ist keine Option für mich! Doch da war ich ja bereits als Buhmann abgestempelt und wurde nicht weiter angehört, auch typisch für die selbsternannten Opfer. Das kenne ich alles von meiner Mutter. Danke, reicht.

Ich bin natürlich NICHT Schuld. Niemand kann jemals dafür sorgen, dass es einem anderen schlecht geht. Natürlich kann ein Mensch einem anderen rein körperlichen Schaden zufügen, doch selbst dann hat der Täter keinerlei Gewalt über die Gedankenweltüber den Bewusstheitszustand des Geschädigten, der auch dann nämlich KEIN Opfer ist. Zum „Opfer“ macht sich ein jeder selbst. Das nennt sich Selbstverantwortung, die vom Ego tunlichst abgelehnt wird, ist sie doch eine Funktion der Spiritualität. Jeder Mensch sorgt unfehlbar selbst dafür, wie schlecht oder gut es ihm innerlich geht. Ich habe daher auch das esoterische Gebot „Du darfst andere nicht verletzen.“ nie verstanden. Jedes Ego ist von was anderem verletzt, oder neudeutsch: angepisst, was darf man denn dann noch???

Wenn es keine Opfer mehr gibt, gibt es auch keine Täter mehr, denn das eine ohne das andere kann nicht existieren. Das ist es, wovon Jesus, der CHRISTUS-Mensch, gesprochen hat. Dies kann nur jeder für sich selbst lösen, diese Welt als Ganzes wird sich niemals ändern, da die meisten Menschen weiterhin unbewusst bleiben (wollen).

Wenn sich jemand von so einem Profi-Opfer also zum Täter machen lässt, weil er nicht wissen kann, dass das nicht die Wahrheit ist (was Kinder aufgrund ihrer 100 %-Abhängigkeit von den Eltern nicht durchschauen können!), dann verinnerlicht dieser „Täter“ womöglich diese ihm auferlegte Rolle. Und schafft sich später einen sog. Krebs an, um das Thema endlich zu erkennen und aufzulösen: Sie haben einen Täter in sich, lautet die Botschaft. Dieser muss jetzt endlich enttarnt werden. Wer hat ihn dort hinein getan? Warum hast du das zugelassen? Warum lässt du es auch jetzt noch zu? Ändere das! Du bist kein hilfloses Opfer!

Ich nehme diese mir auferlegte „Schuld“ als zähflüssiges, graues, schmutziges Etwas wahr, das mich umwabert. Es ist wie die verstaubte Wolle aus einem vollen Staubsaugerbeutel, nur eben wabernd. Immer dachte ich, ich sei ein Ärgernis, eine lästige Nervensäge, wegen der es den Eltern – später: anderen Leuten, den Lesern, den Freunden, … schlecht gehe, die daher besser unsichtbar ist und den Mund hält (was mir gottlob nie gelang, sonst hättet ihr heute weder den Blog noch die Bücher) und andere nicht durch ihre Äusserungen stören darf („Ich will meinen Mittagsschlaf machen!“).

Dabei ist dieses Auf-Stören meine GOTT-gegebene Aufgabe für dieses Leben!

Dies ist natürlich nicht das erste Mal, dass ich mit dieser Thematik in Berührung komme, und meine langjährigen Leser und Leserinnen wissen das. Es geht jedoch immer noch tiefer und in der Lebensgeschichte immer weiter zurück. Ich denke, dies ist die unterste Karte von dem Kartenstapel. Mit dem letzten Tumor vor wenigen Wochen war ich nämlich am Zeitpunkt meiner Geburt angelangt, was das Geschehen 1:1 spiegelte, auf beinahe wahnwitzige Weise. Und es geschah wenige Stunden vor meinem Geburtstag.

Dieser innere Widerstreit des Schweigensollens und doch Sprechenmüssens war für mich sehr anstrengend, und daher lautet die Parole nun:

Weg damit!

Stay tuned. Weitere ERFOLGE demnächst hier in diesem Blog, first-hand aufgeschrieben von mir für euch.