Ein Schnupfen hat nicht gereicht, Folge 2

In den nächsten Artikeln wird es sich natürlich um die weitere Dokumentation meines HEILUNGS-WEGES drehen. In der Hoffnung, jemand da draussen kann etwas für sich damit anfangen, also so wie immer.

Ich wusste gleich nach der ersten Grobdiagnose, dass ich bei der ersten Tumorrunde die Kurve noch nicht gekriegt habe, die ich offenbar hätte kriegen müssen. Somit war ein Herumgejammere a la „Warum ich? oh weh du böses Leben!“ von vornherein ausgeschlossen, also: kein Thema. Mir rasten tausend Gedanken auf der Suche nach dem Knackpunkt durchs Hirn, zumal in einem Krankenhaus mit seinen fest getakteten Abläufen keine Ruhe im Patienten einkehren kann. Ich flüchtete mich, solange ich vor der OP noch konnte, wie immer in die hauseigene Kapelle, denn dort begegnet mensch in der Regel niemandem. Wer muss im Krankheitsfall schon mit GOTT oder Jesus sprechen? Gelle.

Dort riecht es weder nach Desinfaktionsmittel noch begegnet mensch einem Halbgott in weiss, noch wird mensch zugelabert mit sinnfreien Gesprächen von Opferpatientenmentalitäten. Nach der OP musste ich in dem Zimmer ausharren und verschob alle klaren Gedanken seufzend auf zu Hause. Schliesslich teilte ich dem Personal dort mit, dass ich für meine HEILUNG dort nicht mehr vorankommen könne und nach Hause wolle. Das bezog sich auch rein praktisch darauf, dass ich eine Darmsanierung beginnen wollte, was in einem Krankenhaus nicht geleistet wird (wie arm ist das eigentlich??).

Kaum hier zu Hause eingeflogen und grob wieder einsortiert, begannen die Erkenntnisse sich zu entrollen. Mir war und ist zunächst vollkommen unklar, was jetzt von mir gewollt wird, weiss jedoch auch, dass ich nicht mit dem Verstand = durch Denken an die Information herankommen werde. Lebenspläne sind keine Sache des Verstandes. Daher begann ich bei der kleinstmöglichen, einfachsten Handlung: Ich setzte mich wie jeden Morgen vor meinen LEHRER. Das hilft IMMER. Mehr dazu in einem anderen Artikel.

Ich möchte noch kurz auf die Reaktionen der materiell orientierten Menschen aus meiner Umgebung eingehen, die den aktuellen „Rückfall“ wie folgt kommentierten: Na, ob du mal nicht lieber doch die Chemo durchgezogen hättest!

Mir war natürlich klar, dass das kommen würde. Es ist leider unmöglich, solch Geistes Kindern mein völlig anderes Weltbild in zwei Sätzen so zu erläutern, dass sie es begreifen, warum ich auch diesmal ein unartiger Patient sein und die Chemo erneut ablehnen werde. Denn natürlich wird meine SEELE – resp. GOTT als ihr Aussender oder Besitzer, wie ihr wollt, sich NICHT durch weltliche Chemie zum Schweigen bringen lassen und ich werde danach NICHT zum dritten Mal weitermachen wie vorher. Natürlich lassen sich Seelenpläne durch Zellgift stoppen …. Und die Erde ist eine Scheibe…

Nein, ich bin heil-froh, dass meine SEELE so laut spricht, sie schreit geradezu, damit ich endlich begreife, was GOTT will, dass ich es begreife. Auch wenn ich nun wie ein Krabbelkind erstmal auf die Tür zurobben muss, bevor sie sich mir öffnen wird (Metapher entliehen aus Ruby Nelsons sagenhaftem Buch). Hätte ich die erste Chemo durchgezogen, wäre ich jetzt nicht hier und würde nicht mehr für euch tippen, das weiss ich tief drin sehr sicher. Ich hätte meinen persönlichen WEG verleugnet, und das wird nicht belohnt. Hier wie stets die Anmerkung: Jeder muss für sich selbst entscheiden, wie er oder sie mit Medikamenten umgeht. Ich kann nur für mich selbst sprechen bzw. entscheiden. Jeder erwachsene Mensch unterliegt der nackten Selbstverantwortung (auch wenn die meisten diese unhinterfragt an fremde Autoritäten abgeben…).

Noch ein Seitenthema, das sehr wichtig ist und hier nicht unerwähnt bleiben soll, weil jeder sofort damit für sich arbeiten kann: Als jemand, den ich um Hilfe bei einer Haushaltssache gebeten hatte, es nach dreimal Bitten immer noch nicht für nötig befand, mir den betreffenden Handgriff zu erledigen, wollte mein Verstand sich zuerst ärgern. Doch ich hatte aus dem Nichts den Gedanken im Kopf:

„Wer einen anderen um Hilfe bittet, schenkt demjenigen die Gelegenheit, Karma abzuarbeiten.“

Aha, dachte ich, ja, oha, das stimmt. Beide sind Geber und Beschenkte, das ist Göttliche Weisheit, denn bei GOTT gibt es immer nur Gewinner. Hätte ich mich geärgert, wäre ich in die Armes-Opfer-Rolle gekippt, und der andere wäre der Täter. So jedoch verbleiben beide frei, frei in ihrer Entscheidung. Ich kann stattdessen jemand anderen bitten oder die Sache liegenlassen. Derjenige kann selbstlosen Dienst an mir verrichten oder sich dafür entscheiden, es sich selbst schwer zu machen. Freiheit. Mein Ärger verpuffte, es kehrte der berühmte FRIEDEN GOTTES im Inneren ein.

Aus dieser Sicht ist es lobenswert statt schwächlich, andere um Hilfe zu bitten. Dies gilt natürlich nicht für Situationen, in denen ich mir selbst leicht helfen kann, denn sich grundlos be-dienen lassen wertet den anderen ab, mein Ego auf und macht mir selbst das Leben damit wiederum schwer.

Wie einfach alles ist vor den Augen GOTTES…