Bitte für deinen Nächsten wie für dich selbst …

Dass niemand einen anderen heilen kann, haben wir hier im Blog schon hunderte Male erörert. (Bitte selbst nachlesen.) Heilen geschieht von innen heraus, heilen ist ein reflexives Verb. Doch ist es möglich, die Heilung einer spezifischen sog. Krankheit (eines Teilaspekts der Gesundung also) eines anderen Menschen bei GOTT, dem einzigen Verantwortlichen, zu erbitten. Wie geht das?

Es ist ganz einfach: Indem bei GOTT eine Bitte für den anderen Menschen abgegeben wird. („für andere beten“) Dies erfordert von deiner Seite allerdings auch eine klitzekleine Voraussetzung: völlige Selbstlosigkeit.

Das bedeutet, dass selbst die wohlmeinende Mutter oder der hingebungsvolle Vater nicht unbedingt in der Position sind, ihrem Kind wie sie selbst es gern hätten zu helfen. Denn schon der kleinste Gedanke hinten im Hinterkopf kann sich störend dazwischendrängeln: Wir wollen doch heute abend zu den Nachbarn zum Feiern, bitte hör auf zu husten! oder Wenn ich dich morgen nicht in den Kindergarten kriege, muss ich mich auf der Arbeit krank melden. oder Steck mich bloss nicht an!

(Niemand kann einen anderen anstecken, auch das wurde hier zur Genüge erörtert.)

Das bedeutet fürderhin, dass niemand (!) mit einer eigenen Praxis jemals einem anderen selbstlos helfen kann. Denn immer wird im hinteren Gehirnwinkel entweder das eigene Geld/der eigene Lebensunterhalt dazwischenquatschen oder der gute Ruf der Praxis oder der eigene hoffentlich gute Ruf, der neue Kunden bzw. Klienten anlocken soll.

Völlige Selbstlosigkeit auf diesem Planeten zu erreichen erfordert erst einmal extrem gründliche Arbeit im eigenen Inneren und nicht an fremden Leuten. Ob wir sie nun Klienten nennen oder wie auch immer. Oder wie Evje van Dampen sagen würde: Liebe ist Arbeit, Arbeit, Arbeit (bitte selbst bei youtube suchen).

Selbstlosigkeit bedeutet, du musst in der Verfassung sein, selbst NICHT mehr bedürftig zu sein, d.h. weder den anderen noch sein Geld noch seine gute Meinung von dir noch seine Gesundung zu brauchen, für welchen wie auch immer kleinen Zweck in deinem Leben es auch sei. Du musst völlig frei von Neid und Habgier sein, von Eifersucht und Rachsucht, sowieso. Du musst dich zudem vollständig in den anderen Menschen hineinversetzen können, und zwar so vollständig, dass du dich selbst völlig auflöst, verschwindest, sein Leid wie dein eigenes wahrnimmst. Kein einziger Minigedanke darf mehr an dich selbst gehen. Und wenn du solcherlei GOTT bittest, wird ER alles tun, worum du bittest. So steht es auch in der Bibel, doch die schwierigen Dinge, die ich euch hier aufgezählt habe, die haben sie natürlich rausgelöscht.

Ein Teilaspekt des weltberühmten Satzes Liebe deinen Nächsten wie dich selbst ist also folgender:

Bitte für deinen Nächsten wie für dich selbst. So, als ob du der andere bist, sein Leid dein eigenes ist und du und er nicht mehr getrennt seid.

GOTT hat das sehr klug eingerichtet hier in diesem Erfahrungsfeld auf der Erde. Niemand kann sich selbst bei GOTT Dinge für sein Ego erschleichen. Jeder kann stattdessen die Erfahrung machen, worum es im LEBEN wirklich geht. Und das ist: immer und ausschliesslich um den anderen Menschen, niemals um uns selbst. Leben ist dienen.

Tschüss Wunscherfüllungsbücher, Herzmagneten und kosmische lila Heilungsstrahlen!