Krebs und Introjekt bzw. Aggressor, Fortsetzung, und die engen Grenzen der Esoterik

Also, ich tue das wirklich nicht gerne, vor allem nicht in diesem zuerst viel versprechenden Fall, doch leider zeigen sich an meinem lebenden Beispiel immer wieder die sehr engen Grenzen der Esoterik. Sprich: gestern kam ich endlich dazu, das Buch von Dahlke über Krebs zu lesen.

Ich fasse kurz zusammen, was ich laut Buch nun tun muss, um meine Inkarnation (laut Buch: „Leben“) zu retten:

Ich muss „eine totale Kehrtwende“ vollziehen.

Ich muss mich also endlich – denn das steckt dahinter – der Spiritualität bzw. GOTT zuwenden.

Ich muss endlich auch mal egozentrisch „meins“ tun, notfalls an der Familie vorbei („ruhig mal egozentrisch sein“).

Ich muss mich prüfen, ob ich Geld in meine spirituelle Entwicklung investiere.

Ich muss endlich an meinen schwierigen Lebensthemen wachsen.

Ich muss endlich die Angst vor dem Tod verlieren.

und viel anderes Zeugs.

Nehmen wir dies kurz auseinander:

Würde ich die totale Kehrtwende vollziehen, dann würde ich mich jetzt von Spiritualität und GOTT abwenden und mich ausschliesslich dem Materiellen zuwenden. Ich sage euch, das werde ich, natürlich, nicht tun. So ein Bullshit.

Als ich meine ersten Bücher schrieb, war meine Tochter 6 Jahre alt, und ich alleinerziehend. Doch ich führte „meins“ rigoros aus, weil ich wusste, wie wichtig es ist, für die anderen.

Mein gesamtes überschüssiges Geld geht in a) Bücher zu meinen spirituellen Themen und b) in mein grosses egoistisches Hobby Handarbeiten/Stricken. Vielleicht meint Herr D. zu Punkt a) dass ich mehr Geld in (seine) überteuerten Seminare investieren sollte? Wer weiss.

Ich kenne niemanden, der konstruktiver mit seinen (manchmal extremen) Lebensherausforderungen umgeht als ich, und das schon seit der Begegnung mit meinem LEHRER.

Angst vor dem Tod habe ich seit Ruby Nelsons Buch schon nicht mehr.

Kurzum: Das Buch betrifft mich nicht. An sich betrifft mich das ganze Symptom nicht, das war mein Gefühl von Tag 1 an. Doch zu wem gehört es dann?

Ich stellte beim Lesen des Buches mit nicht kleinem Erstaunen fest, dass die dort beschriebene Krebskandidatur-Persönlichkeit 1:1 deckungsgleich ist mit demjenigen Aggressor, der mir das Introjekt beschert hat. Die Identität des Tumors mit einem Introjekt war für mich gleich offen sichtlich, wie bereits erwähnt. (Dies wurde hier im Blog bereits besprochen.) Somit bestätigt sich tatsächlich meine Idee, indem mir das esoterische Buch mit seiner pauschalisierten Deutung des Symptombildes lustiger Weise zuarbeitet.

Eigentlich gehört das Krankheitsbild also zu meinem Aggressor, dessen Giftspritzen ich so sehr verinnerlicht habe, seit Kindesbeinen, dass ich sogar seine Symptome trage. What it not all gives! Hat jemand darüber irgendwo schon einmal etwas gelesen? Dann bitte ich um Literaturangaben. (Aber bitte genau lesen, was ich konkret hier anfrage und nicht irgendwelche anderen Bücher empfehlen, das ist Zeitverschwendung. Und bitte nur Bücher empfehlen, die ihr selbst auch gelesen habt, so dass der Inhalt auch wirklich zum Thema passt. Danke.)

Das Einzige, was ich also tun muss, entgegen den o.g. Ideen der Esoterik, ist, dass ich das Gift des Aggressors aus meinem Denken entferne, so dass sich meine eigenen Ideen manifestieren können statt seiner. Ich habe offenbar das Denken einer anderen Person ausgeführt, was mir so sehr zur zweiten Natur geworden ist, dass ich es nicht bemerkt habe. Erst der Tumor hat es mir gezeigt. Dass er ein Geschenk ist, wusste ich auch ab Tag 1. Das muss ich mir also auch nicht mehr, wie im o.g. Buch beschrieben, vorbeten. Klingt einfach, doch was genau geschehen muss, weiss ich noch nicht. Ich habe meinen LEHRER gebeten, mir Impulse zu geben.

Natürlich hat Herr D., wie er an vielen Stellen im Buch betont, 40 Jahre Erfahrung mit PatientInnen, doch er hat vermutlich nur Erfahrung mit Menschen auf der horizontalen Lebensachse. An Leuten wie mir, die von LIEBE auf die Vertikale gesetzt wurden, scheitert das esoterische Denken. Es gibt Gesetzmässigkeiten im LEBEN, die in der „normalen“ Welt nicht auffindbar sind und von den Kategorisierungen der Esoterik (zwanzig Strahlen, hundert Erzengel, dreissig Lebensgesetze u.ä.) nicht erfasst werden KÖNNEN. Astrologie z.B. ist auf meinen Fall nicht anwendbar, das Entscheidende ist in meinem Horoskop unauffindbar, weil es sich nicht in der Erdenmatrix abspielt, die von den astrologischen Ideen abgebildet wird. Dies fand ich vor vielen Jahren heraus, als ein sehr guter Astrologe an mir scheiterte. Manches esoterisch Übliche gilt also auf der finalen Strecke nicht mehr, ob es uns passt oder nicht. Das hat, wie stets, nicht Katrin erfunden. Es ist, wie es ist.

Für mich ist das manchmal schwierig, weil ich die Lösungen für meine Thematiken nicht mal eben in Feld-, Wald- und Wiesenratgebern finden kann. Deshalb erörtern wir die Dinge in diesem Blog und zeigen andere Aspekte auf als gemeinhin üblich, damit Menschen, die wirklich arbeiten wollen weil sie müssen, Impulse finden, die es sonst nirgendwo zu lesen gibt. Das galt anno einst für das Thema „Dualseelen“ und setzt sich fort auf den vielen anderen Gebieten, die wir in meinen Büchern und Blogs vorstellen. Ich erinnere daran, dass es im Jahr 2006 nichts Gescheites über „Dualseelen“ zu finden gab und ich deshalb meinatlantis ins Netz stellte. Seitdem wurde viel zum Thema (ab)geschrieben und hinzugedichtet. Gibt es heute noch Webseiten dazu, oder hat die Esoterik längst einen neuen Trend entdeckt, mit dem sich mehr Reibach machen lässt? Ich weiss es nicht, ich verfolge das nicht.

Nun aber bitte Vorsicht, liebe Egos: Ihr könnt nun nicht hergehen und eure Symptome anderen Leuten in die Schuhe schieben, nur weil es bei Katrin an diesem einen Beispiel gerade so abläuft wie beschrieben. Zuallererst müsst ihr euch selbst prüfen. Ich weise ausdrücklich auf den wichtigen gesundheitlichen Hinweis hin. Wenn jemand jedoch alles versucht hat und nicht weiterkommt, mag diese Idee für ihn die Lösung präsentieren.