in den Blog hineingestolpert …?

Es kann in der nächsten Zeit durchaus passieren, dass Leute in diesen Blog hereingestolpert kommen, die noch nie im Leben eine der grossen Fragen ihres Daseins gestellt haben. Ja, das gibt es, auch wenn es unfasslich klingt. Es werden Menschen vorbeischauen, die in dem Glauben leben, materielle Versorgung sei das Ziel des Lebens, und vielleicht haben sie dieses schon erreicht. Andere haben sich selbst vielleicht schon längst dahingehend aufgegeben, jemals GLÜCK statt nur Glück und FREUDE statt nur den üblichen Spass zu erleben. Sie halten Liebe für LIEBE und spüren doch tief drinnen, dass etwas immer noch fehlt, und dieses Etwas nagt, unschön. Da sind enorme Spannen dazwischen, zwischen vordergründigem, oberflächlichem Spass und FREUDE; zwischen Liebe klein geschrieben („gib es mir, dann geb ich es dir, sonst Scheidung!“) und LIEBE. Woher Katrin das angeblich alles wissen will?

Antwort: Ich kenne das Vorher UND das Nachher.

Ich wurde nicht in einem Ashram geboren, fern ab jeglicher Zivilisation. Mein Leben bis 35 Jahre verlief genauso ego-basiert wie bei jedem hier in Deutschland (und dem gesamten westlichen sog. „christlichen“ Abendland). Doch als ich 35 Jahre alt war, kam zu meinem riesigen unverdienten GLÜCK die grosse Wende. Seitdem teile ich mein Leben schmunzelnd (und manchmal auch weniger schmunzelnd) in vor CHRISTUS und nach CHRISTUS. Gross geschrieben, zur Unterscheidung von dem Hosentaschenchristus der braven Kirchengänger, die von IHM nicht gestört werden wollen. Mein Entwicklungsweg hat bisher elf Bücher hervor gebracht und unzählige Internetartikel, denn wie Richard Maurice Bucke beobachtet hat: Wem das geschieht, der denkt SOFORT, dass es für alle anderen sein muss. Und handelt entsprechend.

Wer einmal FREUDE erlebt hat statt nur Ego-Spass, der wird nie mehr Ruhe geben, bis sich dieser Seelenzustand (denn das ist FREUDE, ein grundlegender Zustand erhöhter Spiritualität; Spiritualität Def. = GOTT-Zugewandtheit) im Alltagsleben gefestigt hat. Derjenige wird sich niemals wieder mit weniger zufrieden geben; daher war ein Zurück in mein altes Leben nie eine Option für mich. Gottseidank nicht.

An sich ist es die Aufgabe eines jeden Menschen für sich, sich sein Ego von aussen anzuschauen, doch wer tut das schon freiwillig? Alles in dieser modernen Gesellschaft ist ja darauf ausgerichtet, das Ego zu zementieren. Spirituelle Menschen konsumieren nicht mehr und sind nicht manipulierbar, weil sie mit blossem Äusserlichen nicht mehr geblendet werden können. Sehr schwer, sich daraus zu befreien… Es braucht daher Menschen, die diesen verblendeten Leuten inmitten ihres düsteren Sumpfes den Spiegel vorhalten, was eine undankbare Aufgabe ist. Es ist offensichtlich meine Aufgabe, das zu tun, denn ich geriet dort unversehens hinein, als ich noch von Piepen und Tuten keinerlei Ahnung hatte. Dieser Spiegelprozess setzt voraus, dass ein Minimum von Interesse an einer Weiterentwicklung in demjenigen vorhanden ist, der in diesen Spiegel schaut. Erste Erfolge stellen sich auch rasch ein, doch manche Leute sind so boshaft in ihrem Inneren, dass ihre Seele auch dann nicht zum Zuge kommt. Erschreckende Beobachtungen in meinem Umfeld.

Natürlich könnte ich hier noch seitenweise vom WEG Richtung GOTT schwärmen, doch das festzementierte Ego hat kein Interesse an dem „esoterischen Erleuchtungsgefasel“. Oder, wie eine Person(a) aus meiner Familie mir einst auf offener Strasse entgegenspuckte, ein Auftritt der bühnenreif war: „Wenn ich dein Gefasel lese könnte ich kotzen!“

Dass ich mich definitiv und seit einem Jahrzehnt von der Esoterik distanziere, erfährt natürlich nur der, der wiederum Arbeit aufwendet und sich hier in den Blog einliest. Ego hat keine Lust dazu. Ausserdem sind temporäre unnütze Äusserlichkeiten wichtiger, das Essenkochen für die Familie, das Putzen, Einkaufen, Autowaschen, der TV-Film, blablabla. Mich kümmert das insofern nicht als ich weiss, dass für solche Gemüter die Reinkarnation erfunden wurde. Sie werden ihre Chance erneut erhalten, das liegt ausserhalb meiner Verantwortung. Das hat übrigens nicht Katrin erfunden, das gab es schon immer. Ego neigt bekanntlich dazu, den Überbringer der Botschaft zu bekämpfen, wenn ihm die Botschaft nicht schmeckt. Das ändert nichts an deren Wahrheitsgehalt.

Ich schreibe, weil es meine Aufgabe ist. Und ich staune tagtäglich über die Kapriolen der Egos…. Ich schliesse mein eigenes dabei nicht aus, wie ebenfalls jeder weiss, der sich hier einliest. Doch meins verschwindet zusehends, weil ich gründlich arbeite, und umso ulkiger erscheinen mir die Auswüchse der Leute, die jahraus – jahrein auf derselben Spur entlanggondeln. Das ist so manchen Artikel wert. Spass darf ja auch sein, gelle.


P.S. Der Name „meinatlantis“ stammt aus 2007, als ich noch einen schmerzlichen Weg durch den Unsinn der Esoterik vor mir hatte. Weil er in der „Szene“ seitdem bekannt ist, habe ich ihn belassen.