Warum es nichts ändert sein Denken zu ändern

Heute früh finde ich in meinem „etwas anderen“ Adventskalender (ihr wisst schon, der, der plötzlich in meinem Briefkasten war) eine Geschichte über eine Hilfsaktion für eine Familie, die ansonsten ausgewiesen worden wäre, und diese Geschichte enthält vor allem das Übliche: viele wichtige Zahlen. Da steht, wieviele achthundert Geistliche und wieviele elftausend Leute dabei waren usw. (wobei Doppelzählungen wahrscheinlich sind, doch das wird nicht näher ausgeführt, weil die grosse Zahl so ge-wichtig ist).

Doch die Frage lautet: Warum waren sie eigentlich dabei?

Natürlich ist es für das Ego wunderbar, noch monatelang oder jahrelang davon berichten zu können, wie man an der grossen mehr als elftausend Leute umfassenden Hilfsaktion teilgenommen hat, die von Erfolg gekrönt war. Doch wenn du denselben elftausend Leuten meine Arbeit vorstellst und ihnen vorschlägst, doch einfach an ihrem Bewusstsein zu arbeiten, damit solche Hilfsaktionen vielleicht eines Tages gar nicht mehr not-wendig sein werden, was allerdings tägliche Arbeit bedeutet und nicht ein paar lustige Aktionen, die zeitlich begrenzt sind, dann beschimpfen sie dich, belächeln dich als seltsamen Kauz, halten dich womöglich für verrückt oder gemeingefährlich (je nach Grad ihrer Programmierung). (Wobei diese Welt natürlich niemals anders werden wird, weil sie so, wie sie nunmal ist, gebraucht wird, als Heimat für Menschen mit relativ niederigem Bewusstsein, und notfalls gibt es sicher einen gleichlautenden Ersatz.) Doch irgendwie musst du ihnen begreiflich machen, dass sie beginnen sollen. Das Beginnen ist der Auftrag an jeden einzelnen Menschen auf der Erde.

Doch das Tückische (aus Sicht des Egos) an der Bewusstseinsarbeit ist, dass wir absichtlich nur wenig tun können. Das Eigentliche geschieht.

Es gibt etliche Strömungen, so wie die Mainstreamesoterik und andere, die betonen, dass man sein Denken ändern müsse, damit Wohlstand, Erfolg, Liebespartner, Lottogewinne und Parklücken (alles Gierobjekte des Egos) herangezogen werden können (Ego als der aktive Macher). Damit auch diejenigen, die daran Beschiss wittern, eingelullt werden, wird derselbe Effekt in manchen Publikationen vom Gehirn ins sog. Herz verlagert, das nun statt des Denkapparates der grosse Magnet sein soll, mit dem die Person sich ihre materiellen und sexuellen und emotionalen Erfüllungsphantasien heranziehen kann (sog. „Mitschöpfer“).

Mitschöpfertum ist das grosse Stichwort in der Mainstreamesoterik. Hier müssen wir etwas klarstellen: Die Welt wurde nicht von GOTT erschaffen. GOTT hat die Erde und jeden einzelnen Menschen erschaffen, oder hervortreten lassen, keine Frage. Die „Welt“ jedoch hat diejenige Menschheit gemeinschaftlich erschaffen, die in ihr lebt. Wir erinnern uns:

Welt = das Gesamtergebnis des kollektiven Bewusstseinszustandes einer Menschheit.

Insofern ist ein jeder, der hier auf der Erde in dieser Welt lebt, tatsächlich ein trauriger Mitschöpfer. Denn da diese Welt bekanntermassen eine einzige Katatstrophe ist mit abwärts schlitternder Tendenz, sagt das alles über den gesamten Bewusstseinszustand dieser Erdenmenschheit aus. Ein jeder kann tagtäglich mit eigenen Sinnen überprüfen, wo wir alle gemeinschaftlich stehen.

Warum nützt es denn nichts, einfach aktiv sein Denken zu verändern? Wo uns die Ikonen der reibachscheffelnden Mainstreamesoterik doch versichern, dass Denken erschafft?

Korrektur:

Denken kann nichts erschaffen, denn Denken ist bereits das Ergebnis von etwas anderem.

Was ist dieses „andere“?

Antwort: Bewusstsein. NUR BEWUSSTSEIN erschafft. Wer hat die Erde erschaffen? GOTT. GOTT ist BEWUSSTSEIN.

Dass Denken allein keine Wirkung hat, kannst du leicht überprüfen, indem du, wie in den Wunschbüchern beschrieben steht, hinter die schwarzen Zahlen auf deinem Kontoauszug zehn Nullen setzt und an nichts anderes mehr denkst, bis du Migräne bekommst. Die Parklücke jedoch bekommst du sofort. Woran liegt das?

Ruby Nelson schreibt, dass wir uns vor allem anderen von den race beliefs lösen müssen. (Bitte beachtet die korrekte Übersetzung dieses Begriffs. Es hat NICHTS mit Denken in braunen Kategorien zu tun, wie manche Leser irrtümlich ihrer eigenen Gedankenwelt folgend annehmen.) Race Beliefs sind die Glaubenssätze des kollektiven Un-bewussten, d.h. der durchprogrammierten Massenmeinung. Um sich über diese Glaubenssätze zu erheben, reicht Dagegendenken allein nicht aus. Denn es geht bei allem, was vor sich geht, um (Un-) BEWUSSTSEIN. Es wird vom Unbewussten als wahrscheinlicher eingestuft, eine Parklücke zu finden, als im Lotto zu gewinnen. Denn man hat das eine schon selbst erlebt, das andere noch nie.

Kannst du dein unbewusstes Denken absichtlich ändern? Dieses vorsprachliche unsprachliche noch nicht ausformulierte Gebilde aus Ängsten, nicht angeschauten Emotionen, unterdrückten Impulsen, nicht gelebten Plänen und Wünschen, aus Rachephantasien, Neid, Eifersucht, Todeswünschen, Wertlosigkeitsideen, aus Begierden jenseits des intelligenten Denkens? Niemand kann das. Ich wiederhole: Niemand. Denn es ist eben dies: dem Tagesverstand = Denken (noch) unbewusst. Es muss zunächst ins Bewusstsein hinaufsteigen. Nicht geholt werden. Hier liegt der entscheidende Unterschied.

Das Problem mit den uns unterschwellig steuernden Programmierungen ist, dass die allermeisten von ihnen a) ab Geburt bzw. schon im frühesten Lebensalter und b) am Tagesdenken vorbei installiert wurden und noch weiterhin werden. Wer täglich TV guckt und Zeitungen liest usw. wird – ohne es aktiv denkend zu bemerken – über seine verborgenen Ängste gesteuert. Wer das nicht glaubt, mag sich z.B. die Sendungen auf  dem „Terra X“ Channel (amazon) anschauen. Dort wird sogar ganz unverhüllt programmiert (teils durch Aussagesätze) was das Zeug hält. Offenbar wird die Zielgruppe für sehr unbewusst und leicht steuerbar gehalten. Hier wird in all die üblichen Denkkerben gehauen, wie z.B. die, dass Aliens keine Menschen sein können, denn Menschen gibt es nur auf der Erde, alle anderen sind hässliche Kartoffeln ohne Haare, und dass „niemand“ je bis zum Jupiter geflogen war bis wir tollen Erdenkoniferen Sonden schickten. Aua.

Darum ist der erste Schritt immer der, anzufangen sein Denken zu beobachten. Denn das Denken ist das Ergebnis der Programmierungen. Sich die Ergebnisse anzugucken hilft, den Ursprüngen auf die Spur zu kommen.

Schlussfolgerungen werden vom Tagesverstand denkend auf Basis der im Reservoir (Ruby Nelson) eingelagerten unbewussten Inhalte gezogen, ob es uns lieb ist oder nicht. Es ist sehr schwer, die ganz unten installierten ersten Karten dieses Kartenstapels aufzudecken. Zuvor muss das Geröll, dass oberflächlich darüber liegt, entfernt werden. Hierbei helfen Werkzeuge wie The Work u.a. Wenn du sehr gründlich arbeitest, wenn du deine Glaubenssätze der Reihe nach identifizierst und dich sehr gut beaobachten kannst, dann gelangst du eines Tages an die untersten Karten. Hier liegen keine sprachlichen Denkinhalte mehr vor, denn ein Säugling denkt nicht in Worten…

Das alles ist Arbeit, und zwar schmerzhafte, täglich auszuführende, gründliche Arbeit mit und in deinem Innersten. Wer will das schon? Wer will schon sich selbst entlarven, dass er nur deswegen vor Weihnachten an Hilfsaktionen teilnimmt, um sein Ego aufzuplustern, sein katholisches Gewissen zu beruhigen, seinen kleinen Gott gnädig zu stimmen (Stichwort Opfergaben)- und damit eigentlich durch vorauseilenden Gehorsam die Eltern der Kindheit aus als Erwachsener noch vor Weihnachten milde zu stimmen? Das zu erkennen tut weh, und zwar dem Ego, das seinen Bewusstseins-Tod durch diese innere Arbeit heranrollen sieht. Würden nur diejenigen hingehen, die es ganz bewusst tun … es wäre keinen Artikel in einer Zeitung wert, denn diese unterstützt nur Programmierungen und keine Echtheit. Man will Auflagen verkaufen, und dazu braucht es grosse Zahlen in den Artikeln. 11.000 klingt eben besser als 15.

Wie jedoch kann jemand nun sein Denken ändern? Indem sich das ändert, was dem Denken zugrunde liegt, also die Inhalte in seinem inneren Reservoir. Also sein BEWUSSTSEIN. Wie kann jemand sein BEWUSSTSEIN ändern? Antwort:

Gar nicht.

Hier bewegen wir uns im Bereich dessen, dem das Ego niemals begegnen wird: GOTT ist das BEWUSSTSEIN, und um an IHN heranzukommen braucht es die in unserer modernen Gesellschaft (absichtlich aus diesem Grunde) verpönten weiblichen Eigenschaften des Menschen, als da z.B. wären:

VERTRAUEN HINGABE WARTEN ERWARTEN EMPFANGEN BEOBACHTEN SEINLASSEN GESCHEHENLASSEN STILLSEIN …

usw. Ich habe nicht zufällig etliche Male in diesem Blog darüber geschrieben und ebenso in den von mir veröffentlichten Publikationen in Buchform.

Um das eigene BEWUSSTSEIN kennen zu lernen, anzuschauen, um zu entdecken, was unter der Oberfläche verborgen ist, dazu bedarf es dessen, der das BEWUSSTSEIN selbst ist: GOTT. Um die Pflege dieser ersten Beziehung eines jeden Menschen kommt niemand herum. Nicht aus religiösen Gründen (Religionen machen GOTT gerne  klein), sondern weil BEWUSSTSEIN nur in IHM zu finden ist, denn es ist SEIN Synonym. Hier hadert sicherlich manch einer mit seinem fehlerhaften GOTTESbild (Elternverhalten auf GOTT projiziert etc. Bitte hier im Blog unter dem Stichwort „Eltern der Kindheit“ und „Herkunftsfamilie“ nachlesen.) GOTT ist keine Persona. Und dennoch ist ER mit einem jeden von uns persönlich befasst.

Jede Störung im Denken geschieht auf Basis einer Störung im Bewusstsein, d.h. einer Störung in der Beziehung zu GOTT. Den entscheidenden Schritt zur HEILUNG kann der Mensch in seinem relativ niedrigen irdischen Bewusstsein nicht allein tun.

Es ist ein AngehobenWERDEN durch das Höhere Bewusstsein.

Damit ist auf natürliche Weise garantiert, dass kein Ego jemals aktiv Einlass in den HIMMEL finden wird. Wir erinnern uns: HIMMEL ist kein räumlicher Ort, sondern ein BEWUSSTHEITSZUSTAND. Sicherlich gibt es sekundär dafür auch räumlich geeignete Orte, damit auch die Menschen mit Höherem Bewusstsein eine ihnen adäquate Heimat haben.

Wenn ich Probleme mit Männern (resp. Frauen) habe, habe ich ursprünglich ein Problem mit GOTT. Wenn ich Probleme mit Geld habe, habe ich ursprünglich ein Problem mit GOTT. Oft geht es lediglich um die Sichtweise des Egos, die der Sichtweise GOTTES entgegentritt und somit einen Konflikt auslöst.

Beispiel aus eigenem Erleben: Ich habe in der schweren Krisenzeit, die meine vergangenen Wochen bestimmt hat, die Erfahrung gemacht, dass meine FAMILIE nicht mit mir verwandt ist. Die Menschen, die mit mir verwandt sind, haben mich nicht ein einziges Mal in den Arm genommen. Geschweige denn, dass sie aktiv Hilfeleistung erbracht hätten wie etwa meine Wohnung durchzuwischen als ich nicht konnte oder einzukaufen. Gestern haben mich auf einer Weihnachtsfeier dreissig Menschen in den Arm genommen, die ich „nur“ beruflich kenne.Meine Freundinnen waren zur Stelle, als ich umher eierte.

GOTT interessiert es nicht, wie der biologische Verwandheitsgrad ist. Ego hält dagegen tapfer die geheiligte Familie hoch und klammert sich an boshafte Menschen, Ignoranten, Aggressoren, nur weil es doch so sein muss, es ist doch die Familie! Weit gefehlt. Um herauszufinden, wie GOTT das sieht, ist es erforderlich, sich in SEINE Arme fallen zu lassen und die allgemein übliche Meinung über dieserlei Dinge somit ebenfalls fallen zu lassen. Gestern war ich im Kreise meiner Lieben, d.h. Arbeitskolleginnen und -kollegen. Es ist das gemeinsame Anliegen, das gemeinschaftliche Projekt, die gemeinsame Vision, die Liebe zu demselben, was uns Menschen eint, nicht irgendwelche Biomasse.

Meine Freundinnen, ich erwähnte das schon, haben mir über die Krise geholfen. Meine feine Familie glänzte – wie immer in meinem Leben – durch eiskalte Abwesenheit. Es gibt genug Milliarden Menschen auf diesem Planeten. Wie dumm, sich auf wenige festzulegen, die gar kein Interesse haben. Strich drunter. Doch hier zeigen sich mir im Aussen die Ursprünge meiner fehlerhaften Gedanken über mich selbst. Dass sie sich jetzt so klar zeigen, ist das Ergebnis meiner Bewusstheitsarbeit. Jetzt sehe ich es auch im Aussen, woher meine Irrtümer über mich selbst stammen (denn ich will bekanntlich herausfinden, warum das Symptom Krebs auf meiner Lebensbühne auftreten musste, und ich habe hier ein Introjekt identifiziert, siehe zugehörige Berichte hier im Blog).

Das habe ich übrigens nicht durch Denken herausgefunden.