Geld in der Dualität

Geld gibt es (nur) auf dieser Ebene des dualen Denkens. Hier gibt es immerzu Gegensatzpaare: schwarz vs. weiss, hell vs. dunkel, arm vs. reich Beide Gegensatzpaare gleichzeitg zusammen kann es auf Erden nicht geben. Das liegt an der Art und Weise, wie das Bewusstsein auf dieser relativ niedrigen Stufe arbeitet. Es kann nur wahrnehmen, wenn es das, was nicht ist, daneben stehen sieht. Es braucht den Gegensatz um wahr zu nehmen. Geld ist ein Ausdruck dieses eingeschränkten Denkens in der Materie, d.h. auf einer sehr langsamen Ebene. Es gehorcht den Grundsätzen der Dualität und damit des sog. Karmas: Wer gibt, muss auch nehmen, wer nimmt, muss auch geben. Der Mainstreamesoteriker klammert sich an dieserlei Gesetze.

Die Esoterik ist eine Vorstufe zur Spiritualität, bewegt sich jedoch noch auf der niederen Ebene der Dualität und des Denkens in Gegensatzpaaren. Sie wendet die niedrigen materiellen Prinzipien der Geldwirtschaft auf (vermeintlich) spirituelle Inhalte an. Daraus resultieren 8000 Euro teure Seminare zum „Glücklichwerden“, was also den monetär reichen Menschen dieser Ebene vorbehalten zu sein scheint. Es lassen sich sehr gute Geschäfte machen mit dem Versprechen, durch teuer erkaufte Kurse die Höhere Ebene des GLÜCKS erklimmen zu können. Natürlich ist das unmöglich, eine Illusion. Denn: Die Eintrittskarte in den HIMMEL ist nicht etwas, was du mitbringst, sondern etwas, das du zurücklässt (etwas bedeutet: alles).

Auf der höheren Ebene der SPIRITUALITÄT fallen die Gegensätze weg. Das ist für einen Menschen, dessen Bewusstsein im Denken von gut und böse, schwarz und weiss haften geblieben ist, schwer zu begreifen (Das Erkennen von gut vs. böse ist jedoch eine entscheidende Vorstufe zur Spiritualität, denn Tieren z.B.., die eine noch niedrigere Stufe des Bewusstseins aufweisen, fehlt sogar dieses Unterscheidungsvermögen.)

Bezogen auf den guten alten Grundsatz der Esoterik: „Geben und Nehmen müssen ausgeglichen sein“ bedeutet das Wegfallen des Gegensatzpaares:

Geben vs. Nehmen   = Bekommen. 

Ich ergänze: Wahres Geben ist Schenken. Jemand, der wahrhaft schenkt, gibt immer von sich selbst. (So wie GOTT es tut.) So entsteht NÄHE. Wer nur gibt, zieht eine Grenze. Auf der anderen Seite des Spielfelds steht für ihn der Schuldner, der nun in die Pflicht gerät.

Niemand muss einem anderen etwas wegnehmen, um zu bekommen.

In der Welt der Kriege und des Mangels natürlich sieht das anders aus. Niemand kann etwas geben, was er nicht zuvor irgendwoher genommen hat. Es muss zuerst Materie da sein, um Materie abgeben zu können. Da diese nicht angeflogen kommt, muss sie genommen worden sein. Und immer so weiter in einem endlosen Kreislauf. Für alles muss bezahlt werden, so oder so, und genau das ist das Gesetz des Karmas, das die Grundlage für Reinkarnation ist. Das Verlassen der Reinkarnationsschleife bedeutet den inneren „Aufstieg“ in ein Höheres Bewusstsein, raus aus materiellem und esoterischmateriellem Denken hinein in die Ganzheit. In der Esoterik findet sich diese Ganzheit nicht, obwohl mit diesem Versprechen teuer Reibach gemacht wird

Wir haben bereits gelernt, dass Spirituelle Gaben IMMER immaterieller Natur sind. Wer einem anderen etwas gibt, und dies gilt vor allem anderen daher im nichtmateriellen Bereich, bekommt GLEICHZEITIG durch sein Geben. Es muss nichts mehr vergolten werden, der andere Mensch muss keine Gegen-Leistung erbringen. Es ist BEREITS VERGOLTEN im Akt des Gebens selbst. GLÜCK erfolgt automatisch im Akt des Gebens. Frieden, Reichtum, Freude treten hervor im Moment des SCHENKENS. Schenken bedingt keinerlei Ausgleich. So gibt uns GOTT an jedem Tag unseres Lebens, ohne eine Gegenleistung dafür zu verlangen. So reich ist ein spiritueller Mensch, dass niemals eine (spirituelle) Versorgungslücke entsteht. Die Grenze zum anderen Menschen fällt weg. Beide erleben gleichzeitig dieselbe FREUDE im Moment des Schenkens und Beschenktwerdens, die in WAHRHEIT eins sind. Schenken eint.

Daher sind übrigens Geschenke von Kindern oft zwar materiell wertlos, doch sie sind unendlich wertvoll auf der Höheren Ebene. Das gepflückte Gänseblümchen ist mehr wert als das von Papa für die Mama gekaufte Goldkettchen, das der Fünfjährige überreichen muss.

Auf der (viel langsameren) materiellen Ebene wird einem Energieausgleich hinterhergehechelt, denn es ist durch das Weg-Geben eine Versorgungslücke entstanden. Um dem immer drohenden Mangel zu entgehen, muss alles bezahlt werden, was man sich nimmt. Das ist ein aggressiver Akt des Ichnehmesmir. Und dasholichmirzurück! Krieg auf Basis des Kassenbons.

Nun steht Weihnachten wieder im Türrahmen, wir erinnern uns: Das Familienfest, auf dem man schief angesehen wird, wenn man den Namen Jesus laut sagt. Was schenkst du mir? Dann schenke ich auch dir. In Wahrheit werden natürlich Bestellungen ausgetauscht und gegengerechnet. Wer letztes Jahr nichts gegeben hat, dem wird dies Jahr mit gleicher Münze heimgezahlt. Hallelujah. SCHENKEN ist ganz etwas anderes, und die meisten Leute erleben es leider nie.

Irgendwann in irgendeiner Inkarnation wächst das Bewusstsein des Menschen in den Bereich hinein, in dem es auf anderes ankommt. Und dann entfaltet sich REICHTUM. Was sich gleichzeitig auf der niedrigen materiellen Ebene abspielt, wird unwichtig. Es wird erledigt und nicht weiter drüber nachgedacht. Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist. Es hat nichts mit unserem WEG zu tun. Dort, wo wir hingehen, gibt es keinen Krieg mehr.