Mein WEG abseits des „Normalen“, heute: Reha? Nein Danke!

Wie immer verweise ich zunächst auf diesen Hinweis.


Gestern traf ich eine weitere massgebliche Entscheidung: Ich werde auf die normalerweise folgende Rehabilitation in einer speziellen Klinik verzichten. Dafür gibt es einige Gründe ganz unterschiedlicher Natur.

Ein Hauptgrund ist aus meiner Sicht, dass ich es nicht für förderlich halte, weitere drei oder gar vier Wochen im Umfeld von noch mehr Ärzten, Gerätschaften, Kranken und krankem Denken entlang materieller Denkbahnen zu verbringen. Wieder sinnfreie Gespräche mit sog. Studierten, die mein Weltbild nicht begreifen und mich in ihre Normen zurückzwingen wollen (wie es in den vergangenen Wochen bei jedem Arzt der Fall gewesen ist), schlimmer noch: studierte Psychologen, die jenseits ihrer Normierungen gleich eine Störung wittern, was für mich wieder einmal heissen würde: schweigen, lügen oder mich verdächtig machen. Wenn ich fit bin, dann macht mir das Verdächtigmachen Spass. Doch ich bin noch auf dem Genesungsweg und kann derlei Wahnsinn momentan absolut nicht gebrauchen.

Oben drauf käme eine ganze Horde Menschen, denen erfolgreich eingeredet wurde, sie seien nun „krebskrank“ und die leicht verunsichert werden, wenn jemand andere Wege geht, so wie ich es tue. Die gleichzeitig unbewusst und unwissend ein Feld des Grauens um sich her bilden, wie ich es in der onkologischen Praxis wahrgenommen habe. Mit diesen Leuten Gruppentherapiegespräche? Oh Mann! Es schaudert mich schon bei dem Gedanken daran.

Also ist aus meiner Sicht diese sog. Reha ein völlig verkehrtes Umfeld, wenn jemand wirklich HEILUNG sucht, das ist meine Meinung. Jeder kann gerne seine eigene Meinung haben. Die Erfahrungen in meinem Leben haben jedoch das materiell-wissenschaftliche Weltbild für mich viel zu eng gemacht.

Neben diesen Gründen kommen natürlich die haushaltslogistischen hinzu. Meine drei Katzen drei Wochen quasi allein lassen? Vier Wochen womöglich? Zwei sind sehr alt und krank und die dritte braucht sehr viel Zuspruch. Der Krankenhausaufenthalt war schon grenzwertig. Natürlich wären die Tiere nicht der erste Grund für einen Rehaverzicht, doch sie tragen für mich zur Entscheidungsfindung bei.

Es gibt noch weitere Gründe, die hier nichts zur Erkenntnis des Lesenden beisteuern, daher lasse ich sie aus dem Artikel raus.

Interessant war, wie ich zu der Entscheidung hingestupst wurde. Es gab mehrere Gespräche mit Freunden und Bekannten, die wichtige Argumente lieferten. Eine Freundin berichtete, sie kenne jemanden, der sie in einer Rehaklinik eine regelrechte Gehirnwäsche seitens der Psychologenfront verpasst hatten, die daraufhin ihre Familie hinschmiss und einen Egotrip allererster Güte fuhr, frei nach dem Motto: „Jetzt kümmere ich mich mal nur um mich!“ Was einen natürlichen Absturz zur Folge hatte. Man kratzte sie vom Boden wieder auf und sie erholt sich offenbar langsam wieder.

Was geht denn da ab, dachte ich. Holla die Waldfee!

Dann kam das Gespräch mit der netten Frau vom Medizinischen Dienst, die mir erklärte, dass die Frist zur Beantragung der Reha bereits verstrichen sei, das hätte die Onkologische Praxis innerhalb von 14 Tagen veranlassen müssen. Nun, dass in dieser Paxis ich sag mal: die Uhren anders gehen, hatte ich ja bereits berichtet. Man war beleidigt, dass ich nicht nach Plan funktionierte, bis hin zu den von jetzt auf gleich nickelig gewordenen Arzthelferinnen. Unfassliche Abläufe. Unfasslich. Jedenfalls murmelte in mir eine kleine Stimme, dass in diesem Versäumnis für mich ein Segen stecken könnte. Gestern sprach ich mit einer ebenfalls spirituell ausgerichteten Freundin darüber, und sie hatte denselben Eindruck. Und während ich an diesem Artikel sitze, rief gerade eine weitere Freundin an und sprach dasselbe aus. Sie hatte den spontanen Eindruck, dass das Versäumnis ein Segen für mich wäre. Bestätigungen folgen den Entscheidungen … sie gehen ihr nicht voraus. (frei nach Ruby Nelson)

Heute früh fühle ich es wieder: dieses Empfinden, ein freies weites Feld vor mir zu haben. Ich hatte es zuletzt, als ich den Beschluss gefasst hatte, mich nicht weiter mit der Chemo quälen zu lassen. Es ist dann, als würde es innerlich auf einmal viel heller, wie kurz vor Beginn des Frühlings. Schwer zu beschreiben, es ist ein Erleben von ganz eigener Qualität. Und durch nichts anderes zu erlangen als durch eine klare Entscheidung im VERTRAUEN.

Jeder muss für sich selbst genau schauen, was ihm oder ihr gut tut. Jeder trägt für sein Leben selbst die Verantwortung, was soviel bedeutet wie: GOTT zu antworten.