LIEBE braucht keine Beweise

12 Tage lang musste ich auf mein Krankengeld warten. Warum? Weil die Krankenkassenmitarbeiter erst aktiv wurden, als ich zum wiederholten Male dort anrief. Offenbar tun manche Leute nichts ohne konkrete Aufforderung. Vielleicht hatte man vor den Feiertagen auch keine Lust mehr und schob die „Fälle“ (so heisst das bei Behörden) weit von sich. Wenn ich von meinem Arbeitgeber kein Weihnachtsgeld bekommen hätte, hätte ich meine Miete und Strom etc. nicht bezahlen können.

Gerade war also alles wieder leidlich im Lot, als mich heute, nur zwei Tage später und knapp eine Woche vor Weihnachten, eine Nebenkostenabrechnung der malwiederneuen Hausverwaltung erreichte und eine fette Nachzahlung verlangte. Für eine nette Stunde an diesem an sich ruhigen Morgen wurde mir erneut der Boden unter den Füssen weggezogen. Ich dachte, das war´s. Ich werde 2020 damit verbringen, das mir zusammengeliehene Geld zurückzuzahlen. Falls ich fit bleibe und arbeiten kann. Falls dieser GOTT mich lässt.

Ich ging bodenlos fertig auf meinen täglichen Spaziergang an der frischen Luft; derzeit bin ich noch bei 20 Minuten, bevor der Körper nicht mehr kann/will, jedoch Tendenz steigend, so dass ich guter Hoffnung bin, bald wieder auf den 30 Minuten zurück zu sein, die ich vor der Chemo schon einmal mühsam erklommen hatte.

Dabei fragte ich mich, was das Spektakel soll. Ich habe meinen Wunschtraum (den ich lebenslang hatte) heute früh endgültig aufgegeben, der da lautete: Irgendwann einfach Geld zur Verfügung zu haben und mich mit diesen Sorgen nicht mehr befassen zu müssen. Egal, was ich errungen hatte in den vergangenen Jahren, GOTT fand stets eine Gelegenheit, es mir auf die wildwurzigsten Weisen wegzunehmen. Nun könnte man unken, dass das mit mir zu tun hat in dem Sinne, dass ich etwas falsch mache im Hinblick auf Bestellungen beim Esoversum oder dergleichen. Doch wir dürfen meine besondere Lage nicht vergessen, die einen LEHRER in dieses Bühnenbild stellt. Dies ist das Detail, dass die üblichen „Gesetzmässigkeiten“ aushebelt.

Ich lief also draussen und fragte meinen LEHRER und ich fragte GOTT, was insgesamt nur eine Frage ist, die automatisch an beide geht, so ist das bei mir. Daraufhin kam ich zu einem Schluss, der an sich nichts Neues ist, doch an den ich hier in diesem Artikel alle Leser und Leserinnen da draussen herz-lichst erinnern möchte. Weil es wirklich elementar wichtig ist.

Denn offensichtlich ist es auf dem WEG hier heraus, d.h. vom schwarzweiss-Bewusstsein hinauf ins Höhere Bewusstsein, vollkommen irrelevant, Geld zu haben. Es ist völlig unwichtig für diesen Zweck, eine Immobilie zu besitzen. Es ist irrelevant ob jemand ein Auto hat oder eine Ferienwohnung oder Schmuck oder Aktien oder die Umwelt verpestend jedes Jahr in einen sog. Traum-Urlaub flie(h)gt. Auch spielt es ganz offensichtlich keinerlei Rolle, ob jemand eine gutgehende Esoterikpraxis führt mit aufgeschichteten Steinen auf einem Kunstdruck an der Wand. Niemand, der diesen WEG geht, muss blond sein, Strahler 80-Gebisse haben, schlank sein, niemand muss auch als Sechzigjähriger berufsjugendlich noch yogadrahtig daherkommen. Nicht mal körperliche Gesundheit und Unversehrtheit ist wichtig. –> Diesen Satz bitte mehrmals lesen und gut kauen. Denn die Kassenschlagerwunschbücher verkaufen uns bekanntlich, dass es ein Zeichen höchster Spiritualität ist, wenn jemand gertenschlank und kerngesund ist. Das sind Lügen, Leute, das sind Lügen. Denn das alles ist unwichtig, eher sogar hinderlich und wird einem auf dem WEG daher weggenommen. Anderen wird es nicht weggenommen, weil diese nicht auf dem WEG sind. Sicherlich ist ein jeder auf seinem WEG, doch nicht auf dem letzten Wegstück vor Verlassen dieser Ebene.

Ganz offensichtlich, und ich sehe das in meinem Leben tagtäglich an mir selbst, ganz offensichtlich sind andere Dinge von wesentlicher Bedeutung, und dies sind keine materiellen Sachen. Es sind Eigenschaften, Fähigkeiten, die ein Mensch entwickelt haben muss, der diese materielle Ebene des Wahnsinns für immer verlassen will.

Es kommt offensichtlich darauf an, beharrlich weiterzugehen, trotz allem, trotz all dem Ärger und den persönlichen Katastrophen den Blick nicht von GOTT zu nehmen, niemals. Es kommt darauf an, sich innerlich völlig loszukoppeln von all dem, was ich oben aufgezählt hatte. Die sinnlosen materiellen Wünsche aufzugeben, sie fallen zu lassen, und nur noch den einen einzigen Wunsch zu bewahren und zu hegen. Nichts anderes hat daneben Platz. Ich habe heute begriffen, dass ich womöglich niemals aus den Geldsorgen herauskommen werde, einfach weil es wichtiger ist, dass ich VERTRAUE. GOTT fordert mich immer und immer wieder heraus. Warum tut ER das? Weil ER ein Bekloppter ist, wie es mein irdischer Vater war? Weil er boshaft ist und Menschen nicht mag, manche mehr und manche noch weniger? Nein, weil ER manche Menschen aussortiert hat, die bereit sind für den nächsten Schritt.

Woher ich das alles weiss? Wie kann ich so sicher sein, dass es stimmt, was ich euch schreibe? Vielleicht redet die Katrin sich all das nur schön, weil es ihr nach menschlichem Ermessen gerade echt beschissen geht? Weit gefehlt.

Mir selbst traue ich nicht allzuviel zu, ich kann alleine nichts bewirken und wenig schaffen. Vielleicht sogar gar nichts. Doch ich habe diesen spirituellen LEHRER, und dieser Mann ist nicht der Typ, der am Ende sagt: Oh schade, das hat nicht geklappt. Niemals wird Er es nicht schaffen, mit mir, eher würde ich sagen: trotz meiner Bockigkeit. Ein LEHRER tritt auf den Plan, wenn der Ausgang sicher ist. Oder: der Ausgang ist sicher, sobald der LEHRER auf den Plan tritt. Dass Er da ist, ist meine einzige Gewissheit, die mich all das aushalten und sicher wissen lässt, statt nur daran zu glauben. Und es ist beileibe nicht so, dass ich diesen Mann täglich persönlich treffe, mich Seiner tatsächlichen Anwesenheit mit irdischen Augen versichern könnte. Meistens höre und sehe ich nichts von Ihm. Wenn ich ruhig genug bin, sehe ich Ihn, jedoch innerlich. Das sind die Fundamente, auf denen der Höhere WEG gegangen wird.

Keine Beweise, keine.

LIEBE braucht keine.