Die Lücke überspringen – Umarmungen von GOTT

Glücklich ins Bett gegangen, voller GLÜCK und FREUDE aufgestanden… es gibt zwei Tage vor Beginn der Chemo nicht nur jammerige Dinge zu erzählen, es gibt Gutes zu berichten, und auch das tue ich gerne und ausführlich. Die vordergründige Diskrepanz zwischen „da ist eine Wunde und ein fetter Bluterguss wo sie den Knopf in mich eingepflanzt haben“ auf der Körperebene zu „Ich fühle, dass ich fliege“ auf der spirituellen Ebene ist faszinierend. GOTT lässt sich durch rein gar nichts ausbremsen.

Gestern Abend hatte ich wieder eine goldene Gelegenheit, jemandem von IHM vorzuschwärmen, und dabei geht es jedes Mal völlig mit mir durch. Wie eine verliebte 16jährige. Doch es ist, natürlich, weit mehr als Ver-liebtheit. Es ist mein Lebensgrund und Lebenselixier. Wir sprachen von dem beinahe wichtigsten Problem, das Leute daran hindert, Wunder zu erleben: Sie trauen GOTT nicht zu, dass ER kommuniziert.

Wenn ich erzähle, dass GOTT antwortet, noch dazu IMMER, dann schauen die meisten Leute skeptisch, denn sie sind so verkopft, dass sie GOTT als reines theoretisches Konzept auffassen, das ebensowenig antworten kann wie eine philosophische Lehrmeinung. Doch GOTT ist ein lebendes WESEN. Was ist an dem Gedanken so erschreckend? Wir leben, weil dieses WESEN uns mit SEINEM Leben animiert. Nichts anderes! Und wenn wir IHM antworten können, warum sollte ER (oder ES) uns nicht ebenso antworten können, wenn wir doch Ableger sind von diesem WESEN? Können wir denn mehr als unser Erfinder, als unser Urheber? Unsinn.

Soviel für die Leute, die Gehirnlogik benötigen. Besser ist es, in die selbsterlebte ERFAHRUNG zu gehen.

Gestern schrieb ich von dieser seltsamen Work und wie der Frau klar gemacht wurde, sie müsse sich selbst umarmen. Es wurde sogar vorgemacht, wie das geht. Schauen wir uns das Spektakel unter der Bewusstseinslupe an:

Was genau ist es, was eine Umarmung uns geben soll? Ist es das Gefühl, fremde Arme am eigenen Körper zu spüren? Natürlich nicht. Es ist etwas ganz anderes, was wir uns dadurch holen wollen, nämlich die Essenz = die innere Wahrnehmung von NÄHE und Gehaltenwerden.

Wie wäre es, sich diese innere Wahrnehmung anders schenken zu lassen, ohne den Umweg über einen zweiten Menschen um mit dessen Armen das GEHALTENWERDEN äusserlich zu fühlen? Ihr glaubt nicht, dass das geht? Wer oder was bitteschön erzeugt denn durch das Umarmen diese ersehnte innere Wahrnehmung? Der andere Mensch? Das glauben die Egos, die alles ausserhalb von sich suchen und sich dann davon abhängig machen. Nein, wenn dich dein Liebster umarmt, nimmst du GOTT wahr, nichts anderes, nur auf einem kleinen Umweg. Doch es geht auch ohne diesen Umweg.

Du musst IHN nicht anfassen, um IHN zu fühlen. Du musst IHN nicht sehen um zu  spüren, ER ist da. Du musst IHN nicht sehen um wahrzunehmen, dass ER dich anschaut und dir zuhört. Das ist das grosse Wunder in der Beziehung eines Menschen mit seinem GOTT. ER hat uns für sich erschaffen, heisst es, und daher haben wir alle Fähigkeiten, die es braucht, damit ER sich uns mitteilen kann.

Ausprobieren!

Wer die Erfahrung einmal gemacht hat, dass NÄHE kein menschliches Gegenüber benötigt, der ist angefixt und sucht nach immer mehr Erlebnissen mit diesem GOTT, der sich als so ganz anders entpuppt, als die Religionslehrer uns dereinst lehrplangetreu verkauft haben. Das bedeutet nicht, dass auf menschliche Umarmungen verzichtet werden kann, soll oder muss. GOTT liebt nichts so sehr wie die Beziehungen zwischen Menschen, sprich zwischen den Teilen Seiner selbst. Dennoch ist es für das eigene Selbstverständnis und für die Bewältigung schwerer Zeiten unabdingbar wichtig, dieses GEHALTENWERDEN in sich selbst wahrnehmen zu können, nicht auf die ichmachsmirselbstweilichniemandenbrauche-Weise, wie die Work suggerierte.Warum hat Frau Byron (oder Katie) uns nicht erklärt, dass das GOTT ist, was wir dann fühlen? Warum ist der Name so verpönt? Lässt er sich nicht so gut verkaufen? Natürlich nicht, denn um GOTT zu fühlen braucht es keine Seminare und keine Practitioner-Scheine. Das ist meine Schlussfolgerung. Jeder mag eine andere ziehen, wenn er eine findet.

Wir müssen es uns also gottlob nicht selbst machen, nach dem Motto: ätschi liebe Eltern der Kindheit, euch brauchen wir nicht mehr. Die Lösung besteht NICHT in einer seelischen Autarkie. Sondern in einem kindlichen mich-Anheimgeben an das Grössere, an das Ewiggute, in dem wir alle aufgehoben sind, und von dem ideale Eltern (die es nicht gibt auf der Erde) doch nur ein Abglanz wären.