Der innere Katastrophen-Regisseur, morgendlicher Check-Check und Ausbauen des spirituellen HighWays

In den letzten – sagen wir mal: fünfzehn Jahren hielten mich alle Leute für gesund. Doch laut Arzt war der Tumor die ganze Zeit schon da und wuchs vor sich hin. Also hatte ich in den letzten 15 Jahren, wenn man es genau nimmt, eine Krebserkrankung. Jetzt ist der Tumor entfernt und ich bin zum ersten Mal seit 15 Jahren tatsächlich körperlich betrachtet gesund. Doch jetzt auf einmal betiteln mich manche Leute als „krebskrank“. Das nenne ich Wahnsinn. Unhinterfragtes Nichtüberlegen und unsauberer Umgang mit Sprache, der die Ursache für das meiste (alles?) Übel in dieser Welt ist. Wonach plappern die Leute also? Nicht nach der Wirklichkeit, nicht mal nach der Realität, sondern einzig nach ihren eigenen Vorstellungen, die sie in den Hirnen haben.

Mir fällt weiterhin auf, dass die Gedankenpferde in eine seltsame und ungesunde Richtung galoppierten, als der Verstand sich die Vision zusammenfummelte, dass ab dem 18.11. (Beginn der Chemo) für ein halbes Jahr mein Leben wie in einem Katastrophen-Stillleben ausgebremst sein werde. Doch ist es klug und ist es überhaupt realistisch, das zukünftige halbe Jahr (immerhin etwa 180 Tage) auf die Chemo(tage) zu reduzieren? Nö, es ist in einem Wort: dämlich.

Die Überschrift für den kommenden Zeitraum darf niemals sein „die Chemotherapie“. Sie kann und darf und wird anders lauten, z.B.: Das halbe Jahr meiner wichtigsten Erkenntnisse. Das halbe Jahr, in dem ich meinem LEHRER sprunghaft näher gekommen bin. Das halbe Jahr, als mein Kontakt zu GOTT verhundertfacht wurde. Das halbe Jahr, in dem ich unzählige sehr tiefsinnige Gespräche mit Menschen führen durfte. Es ist unsere Entscheidung, worauf unser Hauptaugenmerk liegt. Es ist schwer, die herkömmliche Variante, die einem stets zuerst vor die Füsse fällt, weil sie aus dem Massenmind stammt und schon millionen Mal von Leuten gedacht wurde, zu ignorieren und stattdessen kreativ zu werden, doch Übung macht wie immer den Meister.

Es wird, wie immer im Leben, auch im nächsten halben Jahr gute UND schlechte Tage geben, womöglich mehr gute, je nach Einstellung, an der von mir gearbeitet werden kann und wird. Der innere Katastrophenregisseur hat dennoch immer sofort seine wildwurzigen Independence day-Drehbücher parat. Er rechnet hoch wie schlimm es wird und plant von da aus weiter. In einem Rekordtempo! Ihn müssen wir identifizieren und schleunigst ausbremsen.

Sich bewusst zu machen, wohin da innerlich gesteuert wird, ist die halbe Miete. Jeden Morgen als erstes Check-Check: Was geht ab in der Psyche und im Körper? Was wurde geträumt? Wie ist die Grundstimmung nach dem Aufwachen? Vor Ihn hinsetzen und – wupps, ein Kernsatz für den Tag formt sich ohne mein Zutun. Damit dann arbeiten, in Gesprächen darauf achten, innere Regungen und Reaktionen auf Mitmenschen und ihre Reden beachten. Die Angst beobachten, wann sie anspringt, was sie mildert … Es IST Arbeit.

Ich fragte mich gestern eins ums andere Mal: Warum jagt GOTT mich zuerst durch eine Kindheit, in der allerlei gruselige Programmierungen bzw. Glaubenssätze geformt und gefestigt wurden, nur damit ich, jenseits der 35 unter Regie des LEHRERS nach Eintreffen des Cosmic Senses all diesen Schitt haarklein wieder auflöse? Wozu erst den ganzen Dreck erzeugen? Vielleicht, ja vielleicht ist es eben doch wahr, dass das Auflösen das ist, was Er von mir sehen will. Darum geht es hier. Diesen Trampelpfad der HEILUNG auszubauen zu einem HighWay … damit den Leuten, irgendwann, zuerst etwas anderes vor die Füsse fällt als der bisher übliche Bullshit aus der Massendenke.