Warum ich? Das himmlische Bankkonto

Als ich gestern auf dem Weg zum Onkologen war, stand mir der Satz im Kopf:

Dies ist keine „Krankheit“, sondern eine CHANCE.

Im Zuge dieser Überlegung wurde mir eines plötzlich bewusst: Dass ich mir eine Frage nie gestellt habe, die ganze Zeit nicht, und sie auch nicht stellen muss. Die Frage ist das ansonsten übliche „Warum ich?“ Ego leugnet zunächst, dann beginnt es, GOTT anzuklagen. Es gibt diese sagenumwobenen Trauerphasen, die auch für sog. „Krankheitsdiagnosen“ gelten. Ego allein in seinem ewigen Widerstand gegen alles, was es nicht selbst geplant hat, bringt diese Phasen hervor.

Da ich weder vor habe, GOTT anzuklagen oder seine Vorgehensweise in Frage zu stellen, noch mich als ein „Opfer“ des gesichtslosen Schicksals empfinde, bleibt mir das gottlob erspart. Denn letztlich ist das das eigentlich Schmerzhafte an diesem Prozess der Genesung (was mehr ist als die vordergründige Gesundung des Körpers).

Natürlich habe ich den unschlagbaren Vorteil, dass ich mir bereits vor dreizehn Jahren nach meiner „Dualbegegnung“ (die etwas ganz anderes war, denn „Dualseelen“ gibt es nicht) die Frage gestellt hatte: Warum ich? Warum habe ich so unverschämtes GLÜCK? Mein LEHRER, um den es in meinem Leben geht, antwortete:

Warum nicht Du?

Natürlich ist es sehr nützlich, wenn Ego in diese Fragestellung hineingezogen wird, sofern ein Erstkontakt mit GOTT vonnöten ist. Ich will das Prozedere der Leugnung und Anklage (danach folgt übrigens meistens Selbstmitleid) also nicht als sinnlos abstempeln, weit gefehlt. Allerdings möchte ich aufzeigen, dass es nach viel getaner innerer Arbeit anders abläuft, wenn denn „plötzlich“ „das Schicksal zuschlägt“. Ihr seht an den landläufigen Formulierungen schon den Kriegscharakter. Ego befindet sich im Dauerkampf, und zwar nur mit einem einzigen Feind: GOTT. Jeder Zwist mit anderen Menschen dient nur der Verschleierung dieser Tatsache und ist ein sekundärer Kriegsschauplatz.

Mir ist sehr klar bewusst, dass ich im vergangenen Jahrzehnt auf eine Bank eingezahlt habe, durch meine innere Arbeit, von der ich jetzt, in dieser Zeit der Prüfung im Sinne von Abitur („mal sehen, wie sie das Gelernte anwendet“) Abhebungen vornehmen kann.

Wie oft wurde ich angegriffen, ausgelacht, verhöhnt, beschimpft, beinahe bespuckt, weil ich auf diesem WEG gehe, den die meisten nicht kennen. Doch jetzt habe ich den einen entscheidenden Vorteil. Dies soll kein „Ätsch“ sein, sondern eine Ermutigung an euch, nicht nachzulassen darin, an euren Themen zu arbeiten, um in ein höheres Bewusstsein zu gelangen.

Denkt dran, ihr zahlt auf ein Bankkonto ein, das im Himmel ist. Wer GOTT zur rechten Zeit kennenlernt, kann die Waffen beizeiten niederlegen.

 

 

 

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