Was bedeutet „für andere Menschen beten“ wirklich? – Was Eltern für ihre Sorgenkinder tun können.

Was ist „beten“? Ist es, Formeln aufzusagen und dabei vor einem Heiligenbildchen zu knien? Ist es eine Litanei von Bitten an GOTT, was ER zu tun hat und was noch an materiellen und sonstigem Gut im Leben des Betenden fehlt? Geben wir also nur eine Bestellung auf, beim achsonichtwertenden Universum, damit es uns täglich besser und besser geht? Beten wir für einen anderen Menschen, indem wir GOTT daran erinnern, dass ER die Krankheit des anderen noch wegtun muss? Natürlich ist das nur etwas, was kürzlich jemand wie folgt beschrieben hat: Wer noch institutionalisierten Religionen nachrennt, fährt noch mit spirituellen Stützrädern.

Spätestens seit Ruby Nelsons genialem Buch wissen wir, dass „beten“ etwas ganz anderes bedeutet, nämlich: etwas im Bewusstsein zu halten.

Bewusstsein, wir erinnern uns, hat nichts mit Gehirn und denken zu tun, sondern mit dem, was wir im HERZEN umhertragen. Das menschliche HERZ ist Sitz des Bewusstseins, und nicht das sekundäre Gehirn, das Teil der äusseren Welt ist. Das HERZ gehört zur und beherbergt die innere Welt.

Ist das HERZ verschlossen, besitzt der Mensch kein oder kaum Bewusstsein (es gibt immerhin noch das niedrige Körperbewusstsein). Ist das Herz geöffnet worden (niemand kann das selbst beschliessen und bei sich oder anderen eigenmächtig tun, auch nicht mit Seminaren, Methoden und für 3333 Euro oder sonstwie), dann fliesst mehr von dem grossen BEWUSSTSEIN, an das wir alle mittels dieser Schnittstelle angeschlossen sind, in unser Leben. Das grosse BEWUSSTSEIN ist natürlich das, was wir mit seinem Markennamen GOTT nennen. Ist das HERZ erst einmal geöffnet, geht es um innere Arbeit und um aktive Beziehungspflege mit GOTT, mit dem BEWUSSTSEIN, das in uns daraufhin mehr und mehr Ein-Fluss nimmt.

Das sagt uns der Papst nicht. Warum weiss ich nicht, vielleicht weil er es nicht weiss. Uns wird hier im Abendland (wie passend der Begriff zu dieser geistigen Einstellung ist) ab Kindergarten beigebogen, oft noch früher, dass Beten angeblich sei, ein reimendes Sprüchlein aufzusagen. In Wirklichkeit beten die Leute permanent, OHNE ES ZU WISSEN.

Die meisten Leute beten täglich und noch nachts dafür, dass ihre Sorgen eintreffen, und an der Anzahl der erfolgreich zum Ziel gelangten Gebete dieser Art erkennen wir, wie LEICHT Beten ist. Das erläutert Ruby sehr schön in dem o.g. Büchlein.

Obwohl jemand mit höherem BEWUSSTSEIN uns VORGEMACHT hat, dass niemand sich mit einer Krankheit eines anderen anstecken kann, indem Er die Aussätzigen berührt hat, und Er damit GEZEIGT hat, dass also niemals etwas von aussen in den Menschen hineingelangen kann, wenn dieser nicht daran festhält, dass es angeblich so ist, glauben dennoch die Leute lieber den Ärzten und der Pharamindustrie, die nicht an gesunden, sondern an kranken Menschen eine Menge Geld verdienen. Jesus bekam kein Geld für seine Demonstration der WAHRHEIT. Sobald der Herbst kommt, werdet ihr dieses Beten wieder allüberall zu hören bekommen: Sie stecken sich alle der Reihe nach an und schimpfen auf den Kollegen, der mit Schnoddernase ins Büro kam. Dabei haben sie selbst sich den Schnodder herbeigerufen durch ihr unablässiges Gebet, das da lautet: dass sie sich „anstecken“ können. Womit sie sich jeweils „anstecken“, entspricht dem jeweiligen Thema, das sie gerade auflösen sollen. GOTT „schickt“ (kommt von Schicksal)  = fügt immer das, was am besten hilft, voranzukommen und berücksichtigt dabei immer die HERZENSWÜNSCHE des Betreffenden.

Beten bedeutet, etwas so lange in seinem Bewusstsein festzuhalten, bis es wahr geworden ist. Dies ist die eine Fähigkeit des Menschen, die ihn als (potentiellen) Träger höheren BEWUSSTSEINS ausweist. Und nun schau dich selbst an, wofür du dauerhaft betest.

Mir hat vor vielen Jahren ein Mann, der sehr weit vorn ist in diesen Dingen, erläutert, wie Beten geht, ohne es so zu nennen. Damals hatte ich viele Sorgen um meine 13jährige Tochter, die nicht so geradeaus lief, wie es ihr gut getan hätte. Nicht wirklich schlimm, aber doch Grund genug für mich als treu-sorgende Mutter, mir Sorgen zu machen, siehe oben. Dieser Mann erklärte mir, was ich als Mutter stattdessen tun kann: Ich solle die höchstmögliche Version dieses Menschen im Geiste halten, ihren Erfolg und ihr Glück sehen und WISSEN, dass sie dort ankommen wird, um ihr so ein Feld zu eröffnen, auf das sie zugreifen kann. Das ist, wie Eltern ihre Kinder entweder ver-sorgen oder aber nähren. Ich war zunächst etwas unsicher, weil Ego sofort dachte, und was passiert, wenn sie nicht darauf zugreifen möchte? Nun, das ist LOSLASSEN.

Meine Tochter begann zu dem Zeitpunkt eine Art Kehrtwende. Sie fasste ihren Wunschberuf ins Auge und alles besserte sich sprunghaft, ihr Zurechtkommen in der leidigen Schule, unser Verhältnis, ihr Leben mit ihren Freundschaften, die Ordnung in ihren privaten Angelegenheiten jeglicher Art. Dieser Trend geht noch heute immer weiter. Sie macht nun, mit 19, eine Ausbildung in ihrem o.g. Wunschberuf, der Berufung ist, und erstaunt alle an ihrem Arbeitsplatz mit ihrer ruhigen Sicherheit und ihrem Talent und mit ihrem erhöhten Ordnungsverhalten, ihrer Disziplin und Hingabe. Sie bewirkt derweil genau das, was sie mit der Berufswahl geplant hatte, und ist glücklich. Das ist, wie schon erwähnt, der Beruf, in dem „man doch nicht reich werden kann“. No comment.

Ich habe all die Jahre nur eins getan: darauf vertraut, wie mir von OBEN gesagt wurde, dass sie ihren Weg gehen wird, und im Bewusstsein gehalten, dass sie die weltbeste Tochter auf Erden ist und unbegrenztes Potential besitzt. Und bin ihr somit aus dem Weg gegangen, denn darum geht es letztlich. Eltern stehen ihren Kindern auf geistiger Ebene mit ihren Sorgen im Weg und erschweren ihnen das Vorankommen. Schlichte Wahrheit.

Andere Eltern können ihren Kindern in dem Alter ein schmuckes Auto vor die Tür stellen, ich kann das aus finanziellen Gründen nicht.

Stattdessen habe ich ihr eine Weltraumrakete geschenkt.

 

 

 

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