Diät, spirituelle und auch sonstige, Disziplin und Transformation alter Freundschaften

Wie einst zu WW-Zeiten stelle ich fest, dass das Frühstück fast die Hälfte der Tageskalorien verschlingen kann, wenn mensch nicht aufpasst. Auch auf die Gefahr hin, dass solche Themen die Zugriffszahlen auf diesen Blog sprunghaft erhöhen, möchte ich sie doch nicht unerwähnt lassen, weil sie, natürlich wie alles im Alltag, untrennbar mit dem spirituellen WEG verknüpft sind.

Disziplin in allen Lebensbereichen ist eins der Hauptkennzeichen von Spiritualität. Woran liegt das?

Diszipliniertes Essen, diszipliniertes Trainieren des Körpers, diszipliniertes Arbeiten, diszipliniertes Putzen, diszipliniertes Beten, diszipliniertes Reden, … Tätigkeiten des Alltags müssen ebenso mit angewandter Höherer Vernunft erledigt werden wie das Trainieren des Geistes, wenn jemand für sich vorankommen möchte, GODwards. Die hier im Blog bereits erwähnte Impulskontrolle unterscheidet den vernunftbegabten Menschen (eigentlich) von solchen Wesen, die sich im animal consciousness aufhalten (sog. Tiere). Ich habe seit der Lektüre des genialen Buches von Richard Maurice Bucke festgestellt, dass sich alles, was uns in der Spiritualität begegnet und somit auch in der Nicht-Spiritualität mit seinen dort beschriebenen Begrifflichkeiten erklären und begreifen lässt.

animal consciousness –

nächste Stufe self- oder ego-consciousness –

nächste Stufe cosmic consciousness, das Höhere Bewusstsein.

Der Mensch auf dem Planeten Erde ist entgegen den vorgeschriebenen Richtlinien der christlichen und besonders der katholischen Kirche noch lange NICHT die „Krone der Schöpfung“. Der innere Weg dorthin ist für jeden von uns noch sehr lang, für manche länger, abhängig davon, wie der Einzelne mitarbeitet. Dies sind Fakten des Lebens und nicht Elitenbildung, wie ebenfalls schon zahllose Male in diesem Blog erläutert. Jeder Mensch auf der Erde ist von der geburtlichen Anlage her aufgerufen und von GOTT befähigt, sich dieser vermeintlichen „Elite“ zuzugesellen, indem er oder sie schlicht den Fokus korrigiert, oder besser gesagt: sich von OBEN korrigieren lässt und sich GOTT als Zentrum seines Erdenlebens zuwendet. GOTT ist für jeden Menschen angeborenes und prädestiniertes Lebenszentrum, doch leugnen das die meisten Leute und wollen lieber, es ist kaum zu begreifen, hinab ins animal consciousness niedergleiten. Warum-auch-immer. Schaltet den TV ein und schaut ihnen dabei zu. Doch Vorsicht, es färbt ab.

Es ist schon schwer genug, das self-consciousness seiner eingebildeten Regentschaft zu entheben. (Davon handelt u.a. dieser Blog.) Wie ich gestern im Verlauf eines gemütlichen Treffens mit einer alten Freundin (mehr als 40 Jahre!) wieder erfahren musste.

Je länger eine Freundschaft schon besteht, wenn ihre Anfänge also weit vor dem Erwachen des spirituellen Bewusstseins eines Menschen liegen, umso zementierter sind die ihr innewohnenden Kommunikations- und Verhaltensstrukturen, die allesamt aus dem self- bzw ego-consciousness herrühren, in welchem die Freundschaft dereinst geschlossen wurde. Du fällst in deine alte Rolle innerhalb dieser Struktur ohne es bewusst zu merken.

Es ist schwierig, solche Freundschaften mit ins Höhere Bewusstsein hinüber zu transportieren. Wie mir jeder von euch, der oder die auf dem WEG ist, bestätigen wird. Meistens bleiben diese Freundschaften auf der Strecke, weil sie nur in dem Bewusstseinsbereich funktionieren, in dem sie etabliert wurden bzw. aus dem heraus sie notwendig waren, damals. Wenn du eine Ebene verlässt, bleibt alles mit zurück, was in ihr verhaftet ist. Das sind die traurigen Fakten des spirituellen WEGES. Ganz selten ist der andere Part bereit, sich mitnehmen zu lassen, wie weit … sei ebenfalls dahingestellt.

Ich sitze heute hier und habe den üblichen Energie-Kater nach dem Ausflug hinunter ins self-consciousness. Es ist wie damals nach den Ü30-Saufparties: das Hinabfallen in niedrige Energiezustände bezahlt der Mensch mit Katersymptomen. Abends ist es noch lustig und du fühlst dich frei (GOTT kriegt sicher nicht mit, was wir tun…hicks.) Doch am Morgen ist The Day after.

Die Unterhaltung war sehr themenreich und bunt, mit Lachen und mit ernsten Phasen, an sich wunderbar, wenn jemand nur von aussen darauf schaut. Doch wieder bin ich weit unter meinen Anforderungen geblieben und habe mich von meinem Ego hinreissen lassen, doch wieder Dritte zu analysieren und mir Analysen Dritter anzuhören. Ich lag anschliessend im Bett und wusste schon längst, dass ich weit unterhalb der Erwartungen meines LEHRERS geblieben war: grande catastrophe! – zumindest für mich. Heute früh teilte ich der Freundin diese Manöverkritik mit und merkte an, dass ich nicht mehr in dieses Analysetreiben hinunter will.

Ich habe eine andere langjährige Freundschaft, in der wurde es sehr still und stumm, weil die Freundin kapiert hat, dass diese Themen wegfallen müssen, und wir stellen fest, dass wenig übrig bleibt, das davon abgesehen beredet werden kann. Ich kann ihr meine Tiefen nicht schildern, sie schaut ihre eigenen Tiefen nicht an, und die Oberflächlichkeiten sind ja weggefallen. Was bleibt -?

Dennoch möchte ich euch heute erneut ermutigen, eure Freundschaften daraufhin anzuschauen, eure Gespräche anzuschauen, die festgefahrenen Kommunikationsstrukturen zu erkennen, und euch ehrlich einzugestehen: wo lasst ihr euch wann wie und warum immer wieder runterziehen? Und kann das Ding höher gestuft werden? Es hat keinen Zweck, an eurem Lebensende zu bemerken, dass ihr Fussfesseln mitgeschleift habt, die euch nicht vorangebracht haben, dorthin, wo ihr hinwolltet – zu IHM. Nicht jeder will dorthin, siehe oben, und ihr MÜSST euer Leben leben, nicht ein Leben, das anderen Leuten gefällt. Nicht jeder Mensch auf der Erde weiss schon, was seine SEELE will.

Ich weiss, dass das alles sauschwer ist. Immer wieder und immer wieder. Disziplin bedeutet, immer wieder aufzustehen und weiterzugehen.

 

 

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