Besetzte Personen, Traumdeutung, Gedichte, Musik und Höheres Bewusstsein

Gestern Abend schrieb ich einen wirklich wichtigen und gehaltvollen Artikel zu dem Thema Besetzungen, doch mein Gefühl sagte mir, gib das so nicht raus, noch nicht. Genau darum ging es u.a. in diesem Artikel und bei diesem Thema: dem innersten Gespür trauen. Nun habe ich das namenlose GLÜCK, einen LEHRER an meiner Seite zu haben, der mir aushilft, wenn ich meinem Gespür mal wieder nicht traue. Dann erfolgen Korrekturen auf meinem Lebensweg, die sich hinterher immer als segensreich erwiesen haben.

Wenn in unserer kleinen Welt ausserordentliche Dinge geschehen, wenn Menschen sich plötzlich völlig absurd verhalten, wenn sie uns dreist betrügen, belügen, kurz: ihr anderes Gesicht zeigen (wenn also der, der ihr Bewusstsein besetzt, nach vorn schnellt), dann wollen wir das zunächst nicht wahrhaben. Wir leugnen die Dinge, die sich offenbaren, wir leugnen sie vor allem vor uns selbst, um mit der kleinen harmlosen Welt weitermachen zu können wie bisher. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Doch wenn du aufgewacht bist, geht das nicht mehr. Das, was sich dir offenbart hat, offenbart sich dir erneut, und erneut, und erneut, weil es sich vor deinem höheren Bewusstsein offenbaren muss. So ist das Naturgesetz. Nichts kann vor dir mehr geheim bleiben, egal wie sehr du dir das wünschen magst. Manchmal wäre es leichter, Tatsachen ignorieren zu können, um Beziehungen nicht aufgeben zu müssen. Wer entdeckt hat, dass seine Ehefrau ihn betrogen hat, kann es nicht mehr wegleugnen, egal wie sehr er die heile Ehe (die er glaubte gehabt zu haben) zurückhaben will. So geht es auch, wenn du den Anderen in einem Menschen entdeckt hast.

Der Esoteriker an sich hechelt solchen Erfahrungen willig hinterher, was nichts anderes beweist als sein Un-Bewusstsein. Niemand will die unmaskierte WAHRHEIT wissen, niemand der bei klarem Verstand ist. Wer sie ungerufen sehen kann, und mir geht das so, für den ist die kleine Welt von einst nämlich definitiv am Ende. Der Esoteriker, dem dies aus eigenem Antrieb gelänge, würde die sog. Dämonen nicht in den gekrönten Häuptern sehen, nicht in den einschlägigen Promis der Aktivistenwelt, sondern in seinem eigenen direkten Umfeld, in seiner Familie, in seinen Freunden – denn du findest sie leider an allen Orten. Es ist nichts Seltenes an wenigen bösen Menschen. Es ist an der Tagesordnung, natürlich in Abstufungen. Materialismus ist angewandter Satanismus, heisst es. Unsere Gesellschaftsform begünstigt solche Vorkommnisse in Menschen. Und schlimmer noch: Egomanie gilt als schick, als erstrebenswert. Reichtum in materiellen Dingen wird uns als Ziel des Lebens verkauft. Daher kann es überall vor sich gehen, von den unbewussten Leuten unbemerkt, also fast allen Leuten.

Vielleicht verstehst du nun, warum ich, u.a. aus diesem Grund, den Artikel zurückgenommen habe, der sehr ungeschönt die Dinge beschreibt, wie sie in unserer Welt geschehen. Es gibt Leute, die dann undifferenziert in allem etwas sehen, auch dort, wo nichts ist. Sie sehen nur darauf und nicht dahinter und reimen sich dann allerlei zusammen.

Ich empfehle euch das Buch „Die Masken der Niedertracht„. Nein, ich lege es euch ans Herz, denn es enthält wahre Beschreibungen von u.a. Kommunikationssituationen, in denen ihr euch leider wiederfinden werdet, denn auch in euren Leben gibt es diese widerlichen Aggressoren. Nicht immer treten sie aggressiv auf; eine andere Masche ist das Sichwinzigkleinmachen und Speichellecken. Du fühlst dabei die Inkongruenz und fühlst dich beschmutzt, besudelt. Ich könnte euch Stories erzählen, ihr würdet vom Stuhl fallen. Doch jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen.

Die meisten Leute gucken nur auf die Dinge statt in sie hinein. Die Fähigkeit, hinein zu sehen, Einsicht (en) zu haben, ist offenbar nicht erlernbar. Es ist eine Funktion des Höheren Bewusstseins. Die meisten Zeitgenossen haben kein Interesse, den Blick von Urlaubsprospekten und Grillwurst, Fussball und Mode, Serien und Krimis im TV abzuwenden. Doch selbst die, die es gern wollen, die hinter die Dinge schauen wollen, können es nicht erzwingen. Ich habe einschlägige Fälle kennen gelernt.

Nimm als Beispiel die Traumdeutung. Ein Traum ist zunächst eine nacherzählte symbolhafte Geschichte, die jemand im Schlaf gesehen hat, mit oder ohne Gefühlsbeteiligung. Die meisten Leute setehen am anderen Tag davor und glotzen es an, ahnen vielleicht sogar, dass es etwas anderes bedeutet, auf etwas anderes hinweist als es vordergründig sagt, doch sie kommen nicht dahinter. Da helfen keine Traumdeutungsbücher und auch sonst keine Hilfen oder Anleitungen. Beim 50. Traum stehen sie immer noch davor und glotzen es an. Das kann nervtötend sein, wenn du dich mit jemandem zu dem Thema austauschen willst. Doch es ist kein böser Wille, er kanns nicht. Warum nicht? Das hat mit Denk-Intelligenz nichts zu tun. Im Hirn finden diese Erkenntnisse nicht statt.

Manchmal ist es faszinierend, wie etwas in ihnen die Leute ausbremst. Sie machen auf ihrem Weg einen Schritt voran – und dreissig zurück. Weil etwas in ihnen kein Interesse an Vorankommen auf spirituellen Wegen hat. Das Dahinterkommen ist ein Höheres Geschenk. In dem Moment, wo du zum Beispiel das Wesen einer Traumgeschichte sich vor dir öffnen siehst, dieser aha!-Moment, der ist von einem Gefühl begleitet, das Erleichterung, das Erlösung ist. Es ist herrlich, beflügelnd, du bist mit dem, was du erkennst im Fluss. Gleiches geschieht, wenn du ein Gedicht liest und es sich mit einem Wusch vor dir öffnet, weil du den Schlüssel entdeckt hast, weil er dir eingegeben wurde. Ent-decken bedeutet, etwas von seiner bisherigen Maskiertheit zu befreien. Auf diese Weise siehst du Dinge, die andere Leute nie zu sehen kriegen. Im Englischen bedeutet to see sowohl sehen als auch verstehen.

Die Fähigkeit, Gedichtbedeutungen zu sehen, sie zu erkennen, ihren innersten Kern zu entdecken, ist eine Funktion des Höheren Bewusstseins. Da nutzt kein schultechnisches „wir zählen die Hebungen und wissen, was der Dichter gemeint hat.“ So ein bodenloser Unfug! Ich habe mir über das Versmass bei keinem meiner Gedichte je Gedanken gemacht. Sie kommen einfach so herausgeflossen, aus dem Höheren Bewusstsein.

Warum sind Gedichte so sehr aus der Mode gekommen in unserer achso modernen Gesellschaft? Weil kein Interesse an spirituellen Fähigkeiten besteht – bestehen darf. Die Leute sollen unten gehalten werden, leicht lenkbar, nichts hinterfragend. Sie sollen Wohnstätten sein für die, die sich selbst nicht mehr (oder noch nie?) mit einem eigenen Körper umkleiden können. „Gedichte“ sind heutzutage reimlose Sinnlosigkeiten, die als modern hingestellt werden und die „jeder kann“. Wenn es jeder kann, zeugt es von wenig Bewusstsein, denn dann bewegt es sich nur weit unten im self-consciousness, dem allgemein üblichen Ego-Bewusstsein.Die Leser kaufen lieber SOS- tausend Tipps für Dualseelen, als die Dualseelen-Gedichte. Das ist Fakt und lässt tief blicken.

Oder schaut euch die heutige Musik an – ein Armutszeugnis. Es fand keine Weiterentwicklung mehr statt, seit – wann? Nur noch technisches Geschräppe, kaum je ein Lied darunter, das diese Bezeichnung verdient. Denn ein Lied ist ein Gedicht, ein Gedicht ist ursprünglich ein Lied. Melodien, die niemand mehr vergisst, auch nach hundert Jahren nicht, stammen ganz klar nicht von Shitney Bears und all den anderen Retorten-Untenhaltern. Die per se austauschbar sind, da sie nichts können müssen, der Technik sei Dank. Irgendwelche anderen Leute schreiben Songtexte gegen Geld, die dann gekauft werden, und die Pappfiguren auf der Bühne machen dazu den Mund auf und zu. Ich kenne jemanden persönlich, der einst für Sony Music Songs ausspuckte. Wichtiger sind die sexy Autfitts und widerliches Gelecke auf der Bühne und viel blitzende Lichter und Lautstärke. Mehr dazu auf Vigilant Citizen.com … Schaut euch den Lebenswandel dieser armen Gestalten aus der Untenhaltungsbranche an und macht euch eure eigenen Gedanken. Der gemeine Zuhörer ist mit so etwas zufrieden. Menschen mit feineren Sinnen bei weitem nicht.

Bucke schreibt in seinem wunderbaren, alles erklärenden Buch, dass der Sinn für Musik sich erst spät in der Menschheitsgeschichte entwickelte. Er ist offenbar eine Funktion höheren Bewusstseins. Wenn dem so ist, was geschieht mit dem Gesamtbewusstsein in einer Gesellschaft, in der inhaltslose Retortenstars den Ton angeben? Der Engländer nennt das decline – Abstieg.

Ich kenne aus meinem Umfeld Leute, die eine Zeitlang gut laufen, dann jedoch fallen sie in ein gruseliges altes Verhaltensmuster zurück, obwohl das längst in Gesprächen analysiert und beleuchtet wurde, und das Tollste ist, sie sind sich darüber nicht bewusst. In diese Kategorie gehören sicherlich auch die Ehemänner, die hoch und heilig versprechen, an sich zu arbeiten, und es dann doch wieder tun, bis sie erneut erwischt werden. Die beteuernden Alkoholiker, die auf Knien winseln (selbst mit angesehen) und es doch wieder und wieder tun, die sich selbst vernichten damit. Kaum zu verstehen, doch diese Leute scheinen irgendwie fremdgesteuert. Das zu beobachten ist mehr als verstörend, es ist befremdlich, grotesk, du kommst dir verarscht vor und im Stich gelassen, und genau das passiert: Sie verarschen uns. Doch da die betreffenden Menschen tatsächlich fremdgesteuert sind, ist es dem Tagesbewusstsein in ihnen wirklich nicht bekannt. Das ist erschreckend, doch es kommt häufiger vor, als man es gerne hätte, nicht nur bei jeder (!) Sucht … denn auch die Raucher sind hier angesprochen (weiss ich aus eigener Erfahrung aus meiner damaligen Zeit des Nikotinkonsums).

Ich kenne Leute, da weiss ich sehr klar, wann ich mit dem einen, wann ich mit dem anderen in ihnen zu tun habe. Mitten in Unterhaltungen wechseln sie die Ausstrahlung, den Tonfall, reden plötzlich irgendein Zeugs, das nicht zu dem bisherigen stream des Gesprächs passt, und sie reden mit einer solchen Vehemenz, dass du nicht mehr dazwischen kommst; es ist, als wollten sie von der Intensität des vorherigen Themas weglenken – und du wunderst dich und fragst dich, was passiert da gerade? Du musst so jemanden dann in die eigentliche Unterhaltung zurückholen, was sehr störend ist und die Entwicklung wichtiger Gedanken endgültig unterbinden kann. Und das ist auch der erwünschte Zweck. Deinem Gegenüber ist es, wie gesagt, nicht bewusst, und darauf angesprochen kehrt das Tagesbewusstsein zurück und dann stutzen sie und wundern sich selbst. Es ist gruselig, und niemand möchte damit zu tun haben.

Beobachte selbst.

Es gibt sichere Anzeichen für das Vorhandensein eines anderen in einem Menschen, eines anderen Wesens neben der Tagespersona, die wir alle immer oberflächlich wahrnehmen. Ich liste die Anzeichen absichtlich hier nicht auf, eben damit nicht jeder, der diesen Artikel liest, losrennt und in seinen Nachbarn den Teufel zu sehen meint oder in allen, die er noch nie leiden konnte.

Der Andere kommt immer dann nach vorne, wenn Bewusstseinsentwicklung droht, denn das lockt sie zum Vorschein. Das können die nicht gebrauchen. Es ist deshalb eine einfache WAHRHEIT, dass der CHRISTUS der beste Schutz ist. Und hier geht es nicht um katholische Exorzistenmethoden, das ist nämlich ebenso grotesk, wenn man hinter die Fassaden dieser Institution guckt. Eben weil die Leute in ihrer Unbewusstheit alles mögliche aus so einem Thema machen, muss es vorsichtig behandelt werden. Ich gehe davon aus, dass die (meisten) Leser meiner Artikel gesunden Menschenverstand besitzen.