Beatlemania Reloaded – Seelenrückholung Fortsetzung

Am liebsten würde ich euch die komplette Geschichte erzählen, wie ich am 02.11.1985 um 17 Uhr zu den Beatles kam und wie ich sie über drei lange goldene Jahre hinweg täglich und nachts in jeder einzelnen Sekunde meines Daseins inhaliert habe, wie ich mit 18 von jetzt auf gleich alles stoppte, als meine Mutter starb, wie über die Jahre immer wieder sanfte Vorstösse von oben kamen, um sie mir wieder nahe zu bringen, wie mein erster Spiegelmann mir die damals erschinene Beatles-LOVE-CD mit Widmung schenkte, wie ich es all die vielen Jahre lang nicht ertragen konnte, mich wieder richtig auf meine damalige grosse LIEBE einzulassen, wie ich zu meinem diesjährigen 49. Geburtstag ins Kino eingeladen wurde, um Yesterday anzuschauen, wie ich mitten drin während des Films einen Moment der Epiphanie hatte, wie ich später fast vom Kinositz aufsprang weil ich furchtbar erschrak, als sie im Film den 78jährigen John Lennon die Tür öffnen liessen, und finally wie ich beim Abspann als einzige lauthals Hey Jude mitträllerte (Ehrensache!) und mich fragte, ob die anderen Leute im Kino schon tot waren (auf eine gewisse Weise: ja).

Ich fing daraufhin an, ihre Alben wieder anzuhören. Leute, ich kann sie alle noch mitsingen! Zwar habe ich irgendwann unterwegs alle meine Beatlesplatten (und ich hatte sie alle, teils noch original aus den 60ern, Erbstücke meiner ältesten Schwester) weggegeben und auch, ich gestehe: weggeworfen, doch heutzutage kommst du ja an alles leicht heran, digital. Dann fing das an, dass ich weinen musste, bei einem Song, welcher war es, hm, The long and winding road?, ich wollte das nicht und zappte zum nächsten. Abends setzte ich mich vor meinen LEHRER – und begann übergangslos zu schluchzen. Um es kurz zu machen: ein Seelenteil wollte zurückkommen, was mir gestern den ganzen Tag über passierte; ich kann es schwer beschreiben, doch ich war 15 und 49 Jahre alt zugleich. Ich sah meine Küche durch die Augen der 15jährigen, und zwar indem ich in der einstigen Zeit anwesend war, 1985, doch ich stand körperlich in meiner Küche und kam mir dort deplaziert vor wie eine Fremde. Ich weiss nicht, warum ich euch das erzähle. Vielleicht wollte ich nur von meiner zweiten grossen LIEBE schreiben, den Beatles eben. Meine erste grosse LIEBE ist bekanntlich Jesus Christus.

Ich beobachte mich heute und damals – mit dem Wissen und dem Bewusstsein von heute, denn natürlich liegen nicht nur Altersjahre zwischen damals und heute, sondern auch Bewusstseinsschritte. Die Be-geist-erungsfähigkeit ist eine wichtige Voraussetzung für das Ankommen(können) des Cosmic Sense, das steht ausser Frage. Wer sich nicht bewegen lässt, was soll der CHRISTUS mit dem anfangen? Wirklich in einer Sache aufgehen können. Mitfiebern, sich identifizieren mit etwas ausserhalb von einem selbst. Nicht viele Menschen können das, siehe oben Kino. Ich hatte schon damals enorme Proleme auf Verständnis zu treffen, wenngleich sich mir wundersam alle Türen öffneten während meiner Beatlemania, und die ganze Welt um mich herum bemühte sich, mir zu helfen, an die Klamotten ran zu kommen, was eben früher viel schwieriger war als heute, zudem wenn jemand erst 15 ist und nur Taschengeld zur Verfügung hat.

Jo, ich wusste gestern eins sehr klar: Ich liebe sie, ich liebe die Beatles, mit limitless undying love, mit derselben niemals weniger werdenden LIEBE, die meinen gesamten WEG steuert. Nun hat ER Gestern und Heute wieder verbunden, die Enden wieder zusammen gefügt, es ist zu Einem geworden. Keine Ahnung, was nun passiert, was in mir freigesetzt worden ist, irgendetwas, was damals durch mein Trauma von mir absichtlich abgeschnitten worden war. Der CHRISTUS duldet keine TRENNUNG, Er will uns GANZ.

Vielleicht soll euch dieser Bericht sagen, dass ihr euch in eure wie auch immer absurd scheinenden Vorlieben und damit verknüpften Gefühle aus früheren Jahren hineingleiten lassen sollt. Alte Lieben rosten eben nicht. Sie sind wichtige Anteile unserer selbst, im Aussen repräsentiert durch Beatles oder wasauchimmer, und sie gehören in unser Leben, sie haben dort ihren wichtigen Platz. Die Beatles haben einen Teil meines Herzens, der ihnen für immer gehört, und dieser darf leben.

Und wie er lebt!

 

 

 

 

Werbeanzeigen