Du kannst nichts und dir gelingt nichts

Dieser Artikel ist für all diejenigen unter uns, denen es noch schwer fällt, dies zu begreifen: dass wir aus uns selbst heraus unfähig sind und niemals irgendetwas „können“ können. Alles, was gelingt, geht auf das Konto GOTTES, alles was du schaffst geht auf IHN zurück, es ist Sein Ruhm, Seine Ehre, Sein Verdienst, Sein Erfolg.

Natürlich sind wir alle sehr spirituell und schon so weit vorne, dass das für uns keinerlei Problem darstellt. Oder?

Ich stellte heute beim Staubsaugen aus heiterem Himmel fest, dass es für mich nach wie vor ein Problem darstellt. Ich saugte den Wohnzimmerboden, als GOTT dieses Thema vorschlug. Ich fühlte meinen gesamten Unwillen, alles IHM zu überlassen, besonders die gelungenen Werke angeblich: meiner Hände. Meine Artikel, zum Beispiel.

Ich merkte, dass ich einen Widerstand hatte damit, es IHM zuzuschreiben. Wozu, so fragte ich mich selbst, brauche ich denn unbedingt den Erfolg, das Gelingen, wieso muss ich es so dringend mir selbst zuschreiben, wozu brauche ich es?

Und landete, wie so oft, beim Vater meiner Kindheit. Für diesen Mann zählte nur Leistung. Ich wurde nur dann gesehen. Wenn ein Vater abwesend ist, tut ein Kind alles, um sich in sein winziges Aufmerksamkeitsfenster zu quetschen. Offensichtlich habe ich das vollkommen verinnerlich…. Wenn ich nun GOTT den Erfolg zuschreibe, habe ich keinen mehr für mich selbst, und ich werde dann nicht mehr gesehen, ich werde verschwinden, ich werde nicht mehr gesehen und alles ist aus. (Ein Kind braucht die physischen Eltern für sein Überleben in dieser materiellen Welt.)

Ego maulte:

Wenn alles für IHN ist, zu Seiner eigenen FREUDE und ERFOLG, wozu bin ich denn dann überhaupt nutze? Wozu gibt es mich denn dann überhaupt, wenn alles eh Seins ist und IHM allein gebührt?

Von oben wurde eine Antwort in mein Denken gefeuert, die da lautet:

Wer ist es denn, der SEINE FREUDE empfindet?

Ich sass da wie vom Donner gerührt. Ich bin es, natürlich. Ich bin dazu da, Seine FREUDE über den ERFOLG zu empfinden. Obwohl ich nichts bewirkt habe, teilt ER es mit mir. Wir sind nicht getrennt, GOTT und ich, WIR freuen uns gemeinsam.

Wenn ich also ein Leben in grösstmöglicher FREUDE erleben will, dann ist die Voraussetzung, dass ich alles IHM zuschreibe.

Ich weiss, dass ER bereits mit mir daran arbeitet. Immerhin wollte ich nur staubsaugen.