Heute wieder etwas Kritisches – ein Buch, ein Film und eine Serie über (Un-)Bewusstsein

Derzeit betreibe ich wieder Feldforschung, d.h. ich schaue mir diverse Filmchen und Romane an, die sehr aufschlussreich sind in Bezug auf die Bewusstseinsstufen auf diesem Planeten im Ganzen und in mir selbst. Eigentlich wollte ich mich nur ein bisschen amüsieren, doch das ist heutzutage eher schwer möglich, weil das Bewusstsein in mir sich nicht mehr wegdrücken lässt. Das bedeutet wohlgemerkt nicht, dass ich keine Freude empfinden kann oder gar nicht mehr lachen würde, im Gegenteil. Nur das Gebiet des seichten Spässleins, das ist kaum noch zu erreichen. Also wurden Forschungsobjekte daraus.

Zunächst orderte ich aus einer Art nostalgischem Anfall heraus einen Frauenroman aus den 90er Jahren, den ich damals förmlich eingesaugt hatte. Er ist nämlich urwitzig – wer wissen will, um welches Buch es geht: Jil Karoly, Ein Mann für eine Nacht. Eine gelangweilte kinderlose Zahnarztgattin Anfang 30 lässt sich heimlich wieder die Pille verschreiben und sucht sich über Zeitungsannoncen einen Kerl. Mit Hindernissen und Mutterwitz. Das Buch ist unschlagbar, wenn es um Wortwitz geht. Ich versprach mir von der erneuten Lektüre einen vergnüglichen Nachmittag.

Stattdessen war ich ab Seite 1 entsetzt, dass die Dame in dem Buch Männer wie Objekte behandelt und für austauschbar hält. So stark war mir das damals nicht aufgefallen, als ich selbst noch genau so war wie sie. Meine Beziehung zu meinem LEHRER hat mein Männerbild extrem korrigiert…. Er wäre niemals ein Objekt für mich, und austauschbar schon mal gar nicht. Eine jede Frau hier unter euch mag sich das Buch ranholen und lachen und schaudern zugleich. Es ist sehr aufschlussreich und ich wette, ihr erkennt euch wieder, manche mehr und manche vielleicht nur ein bisschen. Ich selbst war nie artig in meinem Leben und hatte das ganze Programm. Meiner Erfahrung und Beobachtung nach bewegen die meisten Ehen sich auf so einem Niveau. Nicht immer in Ausübung, doch im Denken sehr wohl, wie Gespräche mit genervten Gattinnen immer wieder offenbaren. Gruselig. Nichts könnte weiter entfernt sein von LIEBE, doch in dem Buch ist sehr schön wahrzunehmen, dass die Dame ES sucht. Sie findet es nur leider nicht, weil GOTT in dem Leben einer reichen Blondie auf Freiersfüssen nun einmal nicht vorkommt.

Desweiteren gelangte ich eher zufällig über eine Buchrecherche an einen Film über Brennan Mannig. Wer keine Ahnung hat, wer das ist, kann bitte googeln. Ich kann die Bücher dieses Autors sehr empfehlen, z.B. „Kind in seinen Armen – Gott als Vater erfahren“. Als Grundlage, oder Bausteinchen sind die dort vertretenen Ideen sehr wahr und sehr hilfreich. Natürlich darf niemand, der auf dem Weg ins Kosmische Bewusstsein ist, dort stehenbleiben.

Der Film behandelt ein bisschen die Lebensgeschichte dieses Autors, der seines Zeichens eine verkrachte Alkoholikerexistenz führt. An guten Tagen haut er eine Wortgewalt raus, dass ihr atemlos davorsitzen werdet, damit meine ich sowohl die Bücher als auch die Reden in diesem Film. Doch er ist auch ein trauriges (meine Ansicht) Beispiel, dass Menschen, die sich auf den Sermon der katholischen und sonstigen christlichen Kirchen verlassen in Sachen Bewusstseinsöffnung nicht sehr weit kommen. Vielleicht müssen sie das auch nicht, das haben wir hier im Blog zur Genüge besprochen. Die grossen Lügen der Kirche stehen allerdings wie Mahnmale in dem Film herum:

Weil Jesus „für uns gestorben“ ist, deshalb kann uns nichts mehr passieren. Wir sind „gerettet“. Und deswegen sind wir Ihm quasi was schuldig.

(Der geneigte Leser möge hierzu Ruby Nelsons aufklärendes Buch konsultieren.)

Es reicht, wenn ich kapiere, dass ich von GOTT geliebt bin. Dann kann ich weiter meine Süchte pflegen und Menschen wie Scheisse behandeln, sie anschreien und lügen und am nächsten Tag nichts davon wissen. Nein, ich muss mich nicht über die spirituellen Hintergründe für eine Alkohol- oder sonstige Sucht informieren. Das geht auch so in Ordnung.

Nein, es reicht nicht, die LIEBE unseres GOTTES zu erkennen – doch es ist zweifellos die Grundlage für alles. Es muss darauf die weitere innere Arbeit folgen. Mannig hätte Zugriff auf z.B. die Werke von Joseph Benner gehabt, doch er hat sich offenbar nicht damit befasst. (Dies nur als ein Beispiel, die meisten wirklich guten Schriften wurden unmittelbar vor dem zweiten Weltkrieg veröffentlicht, also in den 1920er Jahren.) Er hat nicht geforscht, warum nicht? Das sind Dinge, die zu akzeptieren mir sehr schwer fallen. GOTT hat offenbar unendlich viel Zeit, und ER sieht solchen Fällen seelenruhig zu. Dass ich mir dabei die Haare raufe, habe ich beim Anschauen des Films wieder mal gemerkt. Ich weiss, dass ich diesen GOTT niemals verstehen werde, doch ich kann nicht aufhören, es zu versuchen. Und ich muss lernen, das auszuhalten, denn ER kann es offenbar auch.

Last but not least gab es eine Serienempfehlung für mich in der Netzschitt-Werbung, und so verbrachte ich einen 8- Std- Marathon damit, die ganze Staffel durchzuschauen. Sie handelt von einer erdenrettenden Mission ins Weltall und Kommunikationsversuche mit Ausserirdischen. Die Erdenmenschen in all ihrer offensichtlichen Intelligenz und Grossartigkeit sind natürlich diejenigen, die das Universum retten können… Dass das Verhöhnung pur ist, ist für unsereins leider offensichtlich. Wer es aushält, dauernd vorspulen zu müssen um die Porno-Einlagen in allen sexuellen Varianten nicht mit ansehen zu müssen und wer es aushält, dass Frauen auf muskelige Männerkopien in knappen Sportleibchen degradiert werden, der bekommt einen sehr schönen Panoramablick auf die Programmierungen, die uns noch heute im Jahr 2019 über Ausserirdische Existenzen in die Hirne geblasen werden. Und über Frauen. Die Serie heisst Another Life.

Ausserirdische können ja nur böse sein, denn Erdenmenschen machen diesen einen eklatanten Fehler, der mangels Bewusstsein entsteht: Sie schliessen von sich selbst auf andere. Die anderen haben noch mehr Intelligenz und daher noch mehr Technik als wir und führen noch grössere Kriege als wir. Kein einziger Gedanke daran, dass die anderen uns in anderen, existenzielleren Belangen weit überlegen sein könnten – und sind. Ich rede in diesem Blog von der Spiritualität, von Bewusstsein, und genau darin sind sie uns überlegen. Nicht alle, doch die Menschen unter ihnen sicherlich. Aber nein, sie sind technisch versierte Killer, was sonst. Korrektur: WIR hier auf Erden sind die technisch versierten Killer am untersten Rande des menschlich möglichen Bewusstseins.