Believe in yourself …

Jeder von uns kennt die beliebten fratzenbuch-Wellness-Esoterik-Sprüche a la Believe in yourself. Als ich ihn gerade als Aufdruck auf einem Schminktäschchen meiner Tochter sah, dachte ich: Was für ein bodenloser Unsinn.

Denn: Wer an sich glaubt, glaubt an das Ich, das Ego. Sinnvoller ist es doch, zu wissen, dass ein Ego aus sich selbst heraus nichts schaffen kann, nichts bewirken kann, nichts ist. Ego hat keine Substanz. Wozu also an etwas Nichtrelevantes glauben? Natürlich hinterfragt niemand solche Sprüche, sie werden wie alles andere in der Welt des self-consciousness (wir können auch sagen: des believe-in-yourself-consciousness) unhinterfragt übernommen und endlos weitergeteilt.

Oder sowas hier: Du bist schön!

Na und? GOTT interessiert das nicht die Bohne. Äusserlichkeiten sind per se unwichtig, und was Ego als sog. innere Schönheit bezeichnet ist ebenso irrelevant, denn was sollte das sein? Der supergute Charakter des Egos? Wer immer schön sein will, will sich selbst oder anderen etwas beweisen, will beeindruckend sein, will ein Gutmensch sein und nicht zu den bösen Buben gehören, will seine von ihm als unzureichend bewertete äussere Erscheinung damit ausgleichen, oder was weiss ich, lauter solches Zeugs. Woher ich das weiss? Ich bin durch das ganze Programm des self-consciousness gewandert, bevor mein LEHRER mich aufgegriffen hat. Das einzig relevante im Menschen ist das VERTRAUEN. Wenn es fehlt, ist der ganze Rest eh nichts wert.

Wir hatten hier im Blog schon einmal einen Artikel über das Thema, dass jede Sorge wegen gestern oder wegen morgen ein Beweis ist, dass du GOTT nicht vertraust. Ruby Nelson schreibt darüber in ihrem kongenialen Buch, das hoffentlich mittlerweile jeder Leser dieses Blogs auf seinem Nachttisch liegen hat. Wer an sich selbst glaubt, muss sich sehr viele Sorgen machen, denn alles selbst und eigenmächtig schaffen zu müssen, erzeugt hochgradigen Stress und ist trotzdem nicht zu bewerkstelligen. (Das sind dann die Leute, die davon = von sich selbst und ihrem eigenen Irrsinn teuren 5-Sterne-Urlaub machen müssen.)

Ich weiss nicht, wann ich begonnen habe, das mir-Sorgen-machen strikt zu verweigern. Das sind meine täglichen Übungen: Ich beantworte jede aufkeimende Sorge – sofern ich sie bewusst erwische – mit derselben stereotypen Antwort: GOTT ist da, alles ist bereits unter Kontrolle.

Ich muss in diesem Leben nur mitmachen, was ER mir präsentiert. Wie eine entführte Braut, die keinen Einfluss darauf hat, in welchem Lokal sie als nächstes landet (mir selbst einst so geschehen – es war herrlich und witzig. Meine einzige Sorge bestand darin, das über alles hinüberquellende Kleid samt Reifrock im Auto unter Kontrolle zu halten). Es gibt in meinem Leben permanent Veränderungen, manche grösseren Ausmasses, und das war immer schon so. Ich habe heute ausgerechnet, das ich nie mehr als max. 5 Jahre Gleichmass erlebt habe. Eher weit weniger, 2 oder 3, wenn es hoch kommt. Dann kam stets der totale Wendepunkt. Und wieder und wieder und wieder. Meine bisher längste Verweildauer in ein und derselben Arbeitsstelle beträgt 5 Jahre, und davon waren drei Ausbildungsjahre. Der Vorteil einer solchen Halligalli-Tour ist es, dass mir die selbsterlebte Erfahrung gezeigt hat: ER hat sich bei allem etwas gedacht. Alles geht immer GUT aus. Ich hätte mir niemals Sorgen zu machen brauchen. Das ist ein Naturgesetz, und wir können das nur verzögern – indem wir eingreifen = indem wir uns Sorgen machen und dadurch dazwischenfunken.

Sich keine Sorgen zu machen bedeutet natürlich nicht, gar nichts mehr zu planen. Es gibt solche Esoteriker, die sich nicht mehr waschen wegen der Umwelt und die nichts mehr planen und überall zu spät kommen. Glaubst du nicht? Ich hab alles erlebt, wirklich schräge Dinge. Also, ich checke nach wie vor den Busfahrplan, bevor ich irgendwohin fahre, nicht mangels Vertrauen, sondern zwecks Anwendung der natürlichen menschlichen Vernunft. Damit sind jedoch keine Sorgen verbunden, und nur darum geht es.

Believe in yourself … and you be-lie-ve in a lie.

Die Esoterikbuchkassenschlager geben einem tausend Methoden und 101 Tipps wie man sein Ich stärken kann, „es“ schaffen kann, sorglos werden kann und angeblich ewig glücklich, usw. usf. Mumpitz. Niemand braucht so etwas. Wie viele solcher Bücher hast du im Regal stehen? Das einzige, was du brauchst, ist dein Dialog mit GOTT, IHN kennen zu lernen und dein Vertrauen (ggf. durch Ausprobieren im Kleinen) aufzubauen. Das ist die einzige Aufgabe unterWEGs. Alles andere ist zweitrangig.

Denn wer GOTT hat, was würde der sonst noch brauchen?

Es ist ein ganz anderes, neues Lebensgefühl, so durch das Leben zu schlendern, entspannt und beobachtend, was ER als nächstes vor hat. In aller Regel sind das Verbesserungen, so ist meine Erfahrung. Weh tut nur das, was alte Egostrukturen aufdeckt und entfernt. Das Ergebnis ist stets eine höhere Position als vorher, ist immer mehr Entspannung als vorher, mehr Zufriedenheit als vorher.

GOTT weiss als einziger (!), was du brauchst. Nicht mal du selbst kannst das wissen, wenn ER es dir nicht sagt. ER will durch dich hier Erlebnisse haben, welchen Grund sollte es da wohl geben, dass ER es schlecht haben wollen würde, dass ER für dich Schmerz und dein Leiden haben wollen würde? Alles Leid kommt aus deinem Eigensinn und nirgendwoher sonst. Doch wer nie Leid und Schmerz fühlt, hat ein unangetastetes Ego, denn siehe oben: Das, was ans Ego rührt, bevor wieder ein Teil davon weggebombt wird, tut zuerst einmal weh.

Wenn es nicht weh tut, ist es keine LIEBE, sondern nur Liebe, klein geschrieben, wie ich immer zu sagen pflege. Wenn es nicht weh tut, suhlst du dich in der Stagnation. Es wird der Tag kommen, an dem wirst du GOTT nicht mehr beschimpfen, wenn du den Schmerz in dir entdeckst. Du wirst dankbar sein, weil du weisst, ER zieht dich gerade wieder näher heran, tiefer nach innen zum Zentrum, an dem STILLE ist.

Wenn du einiges an Schmerz hinter dir gelassen hast, wenn derjenige in dir, der sich dauernd geärgert fühlte, also das Ego, grösstenteils verschwunden ist, dann wirst du eine gelassene Heiterkeit in dir vorfinden, die du, und das garantiere ich dir, nie zuvor in deinem spassigen selbstbezogenen Leben erlebt hast, nicht im teuersten Sterneurlaub und auch sonst nirgendwo. Und diese Heiterkeit, die eine grundlegende Zufriedenheit begleitet, ist dauerhaft. Es geht nie mehr zurück. Kaufen kannst du sie nicht, es gibt keine Seminare dafür. GOTT allein hält sie für dich bereit.

Denn es ist ER, den du dabei in dir wahrnimmst, es sind Aspekte des Göttlichen in dir. Da sind keine pompösen Zauberkräfte, keine magischen Heilerfähigkeiten, kein Bibliotheksausweis für die Akasha-Chronik, weit gefehlt!

Stattdessen gelassene Ruhe, innerer FRIEDEN und eine glückliche, alles durchziehende, leise Heiterkeit. Nichts mehr zu brauchen, das Ende aller Sorgen, die sichere und unauslöschliche Gewissheit, alles zu haben, was GOTT hat, einfach weil GOTT dich hat. Niemand kann dir mehr (vermeintlich) etwas wegnehmen, niemand kann dich ärgern, niemand ist relevant, nicht mal du selbst. Nur noch ER. Im Kopf kehrt endlich Ruhe ein, keine kreisenden Gedanken mehr, keine Vergleicherei mit anderen. Es hält endlich alles an, was zuvor wie irre immer wieder von vorn in dir kreiselte, all die sinnfreien Gedankenschleifen, die Sorgenmachmaschinerie.

Das bedeutet nicht, dass du nur noch zu Hause sitzt und Om tschakka trallala singst, sondern es bedeutet, dass du ES überall mit dir hin trägst, zur Arbeit und ins Bett und zum Einkaufen und in den Waschkeller, zum Fitnessstudio, … du bist das Vehikel für ES, für GOTTES FRIEDEN und LIEBE. Nicht esoterisch-eingebildet, sondern wahrhaftig.

Viel Platz in deinem Schädel für die Gedanken an IHN und für das Wahrnehmen der LIEBE, die unablässig  durch dich strömt – priceless. Du möchtest immerzu singen.

Darum geht es auf dem WEG.

GOTTES LIEBE ist unendlicher REICHTUM.

 

 

 

 

 

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