Das Ende allen Strebens – Urlaub vom Ich

Nun hat wieder die Saison begonnen, in der Menschen sich Urlaub gönnen, für den sie sich zuvor fast kaputtgeschuftet haben, und den sie nicht benötigen würden, wenn sie weniger arbeiten würden. Das nenne ich geistige Normalität. Klar, dass diese Leute über Menschen wie mich lachen können. Das ist ihr gutes Recht, und sie müssen das sogar tun, denn wenn ich es richtig machte und sie nicht, oh Mann! Nicht auszudenken.

Der grösste (absichtliche oder unbewusste) Denkfehler der Mainstreamesoterik ist die nahtlose Übertragung weltlicher Prinzipien auf spirituelle Sachverhalte und Situationen. Natürlich gibt es einen überlappenden Bereich der beiden Welten, also der des self-consciousness (dort ist Ego- also Weltzugewandtheit die Norm und dort wohnt demzufolge auch die Mainstreamesoterik) und der des Cosmic Consciousness (dort ist Spiritualität die Grundlage, also GOTT-Zugewandtheit).

Was in der einen Welt bestens und nur so funktioniert, gilt noch lange nicht für die Welt des Cosmic Sense. Ich schreibe bewusst nicht „spirituelle Welt“, weil uns zu lange vorgelogen wurde, das sei eine rein „geistige“ Welt, was aber dann die Astralwelt der entgleisten Seelen meint und bei weitem nicht die Welt der Menschen mit Höherem Bewusstsein, elsewhere. Um also Mistverständnisse einzugrenzen, bleiben wir lieber bei den Begriffen „Cosmic Sense“ bzw. Cosmic Consciousness.

Was meint die Katrin denn damit, Esoterik sei egobezogen? Dort wollen wir doch auch alle hoch hinaus!

Weil alle Esoterik einzig darauf basiert, das Selbst des Menschen (das ist das „self“ aus dem self consciousness) aufzubauen, zu stärken, zu bereichern. Damit es dem Menschen selbst immer besser und besser geht, dessen Wohlstand immer grösser und grösser wird, und derjenige wie ein Krebsgeschwür über den Planeten wabern kann.

Um es noch einmal ganz klar zu erläutern:

Der nächste Schritt nach dieser Welt ist nicht eine Auflösung in die reine Vergeistigung. Der nächste Schritt für jeden ! und zwar ausnahmslos jeden Menschen, der sich derzeit auf dieser Erde aufhält, ist der Sprung ins Cosmic Consciousness und danach innerhalb dessen weiter aufwärts durch weitere Stufen innerhalb jener höheren Ebene. Doch weiterhin mit einem menschlichen Körper, wenn auch einem sehr veränderten. Nach oben ist die Skala vermutlich unendlich offen, wer weiss, wieviele weitere Ebenen menschlichen Lebens es noch gibt. Es sind mindestens die berühmten sieben Himmel bekannt, die Mohammed besucht hat. Oder wer war es, dem eine solche Himmelfahrt erlaubt wurde? Gab es das nicht schon mehrmals? Na, das ist ja interessant.

Wir stehen hier in dieser hiesigen und vergleichsweise niedrigen Bewusstseinsebene, auf der gerade so ein Mensch aus uns geworden ist, doch wir sind noch nah dran am animal consciousness, manche mehr, manche von uns weniger. Die einen essen noch tote Tiere, wie auch Tiere es tun. Wer sich wie ein Tier verhält, lebt wie ein Tier und stirbt wie eines, einfach aufgrund seines Bewusstheitsstandes. Das habe nicht ich erfunden, sondern es ist, wie es ist, beobachtet selbst. Niemand wird hier gezwungen, Tiere zu essen, zumindest gilt das ausnahmslos für jeden Menschen mit Internetzugang.

Die allermeisten Menschen auf diesem Planeten hier sind vermutlich irgendwo mittig im self-consciousness angesiedelt, manche noch ganz am unteren Rande, vielleicht gar nicht mal so wenige, wie mensch hoffen würde. Nun ist da eigentlich nichts zu hoffen, denn es tut nicht Not, dass alle Erdenmenschen gleichzeitig auf die nächsthöhere Bewusstseinsstufe gelangen. Es muss alles geben, sagte mir mein LEHRER. Bucke schreibt, das Höhere Bewusstsein wird sich in der irdischen Menschheit nur langsam durchsetzen. Falls es die Erde noch lange genug gibt, sage ich.

Natürlich gibt es weitere Welten auf einem ähnlichen oder gar gleichen Bewusstseinsstand, auf dem wir hier noch sind. Das kann sich jeder leicht selbst ausmalen und durch eigene Beobachtung erschliessen. Die Bewohner derselben haben vielleicht höher entwickelte Übersinne und die Befähigung zur Telepathie, doch ob ihr moral sense der Entwicklung der Übersinne standgehalten hat, mag angezweifelt werden.

(Vergleiche hierzu das bereits erwähnte Buch von Bucke, der den erhöhten moral sense eines Menschen nach dem initialen Ereignis (Ruby Nelsons Lightning Flash) als deutliches Kennzeichen des Hereingekommenseins des Cosmic Sense wertet.)

Wie sonst sind all die peinlichen Channelings ohne Sinn und Tiefgang zu erklären, mit denen der Esoteriker, der etwas auf sich hält, in schöner Regelmässigkeit aufwartet? Liebe Erdengeschwister, wir senden euch Licht und Liebe aus den lichten Reichen des Jupiter und freuen uns, dass schon bald, bald, die Evakuierungen stattfinden werden und wir euch auf unseren Lichtschiffen wieder in die sternengeschwisterlichen Arme schliessen dürfen! Ich sage dazu: They live – you sleep. Oder sagen wir es mit Monty Python: Herzlich Willkommen, Geschwister Loretta!

Es ist, wie ich mehrfach betonte und immer wieder betonen werde, allerhöchste Vorsicht auf diesem Gebiet angeraten. Natürlich muss das Gelaber von Gottweisswo nicht unbedingt schaden. Doch der Mensch ist aufgerufen, höhere Seinszustände zu erwirklichen und nicht, sich mit den Tagesnachrichten irgendwelcher mitteilungsfreudiger Reporter aus dem Weltall die Lebenszeit zu verbaseln. Doch wie sagt der Esoteriker so gern? Gleiches zieht Gleiches an, und dort wo er innerlich ist, fliegen diese ko(s)mischen Radiosender nun einmal herum.

Doch zurück zu unserem Thema:

Die Prinzipien der Welt hier unten passen nicht immer (vielleicht sogar nie) auf die Prinzipien, die in der Welt des Cosmic Consciousness gelten. Ein Beispiel ist „Streben“, besser englisch: to strive. (Streben bezieht sich bei uns eher auf den Streber in der Schule, vielleicht ist das auch nur hierzulande so, wo ich wech komme. Doch das ist die Vokabel, die gemeint ist.) In der Welt muss sich angestrengt werden, um etwas zu erreichen, und es muss dabei die ebenfalls strebende Konkurrenz berücksichtigt werden, denn es herrscht das Prinzip „nicht genug für alle da“. So entsteht der allseits bekannte Stress mit seinen körperlichen Ausdruckszuständen = „Krank“heiten. Wer sich nicht anstrengt, kriegt Hartz IV, wie euch manche der „normalen“ Leute, die ich persönlich sehr gut kenne, sicher gerne erklären würden. Erstrebte Bestnoten werden schon in der Schule mit Preisen prämiert (Mathematikbüchern, z.B. Wer will so einen „Preis“ haben??) und wer fleissig im Sinne der Welt ist, kriegt ein Sternchen verliehen.

Wenn ich an mein Leben und Vorangehen mit meinem spirituellen LEHRER denke, so hat sich Streben und Sichanstrengen stattdessen stets als Bremse erwiesen. Im spirituellen Bereich, auch darüber wurde hier im Blog schon geschrieben, zählen die weiblich-passiven Qualitäten mehr. Bucke (auch wenn es euch nervt, ist aber so) schreibt sinngemäss, wer nur mit viel Üben und Fleiss seine Übersinne öffnet, dem fehlt der erhöhte moral sense (ich sage: der für das ehrgeizige Ego unverfügbar ist), und es entsteht daraus nichts Gutes. FRIEDEN entsteht so nicht, nicht in demjenigen und daher auch nicht in seiner äusseren Welt.  FRIEDEN ergibt sich, aus der Kultivierung der spirituellen Eigenschaften.

Diese (dem eigensinnigen Ego unliebsamen) weiblichen Qualitäten im Menschen sind das, was mein LEHRER seit Beginn in mir besonders fördert. Er erzwingt sie manchmal durch Sein Schweigen (aus meiner Sicht ist das so). Wenn Er so vehement schweigt, weiss ich: aha, Er will gerade mein Ego nicht füttern sprich: Er will es aushungern. Ich muss also die Bremse suchen, auf der ich wieder einmal stehe… Meistens ist es mein Eigenwille, mein eigenes Wollen, meine eigene Anstrengung, die in unserer Beziehung und in allem, was dazugehört, nicht wirklich sinnvoll eingesetzt werden kann, was ich natürlich selbst fühle und was mich in eine grundlegende Verstimmung bringt, also weg von FRIEDEN.

Die alten anerzogenen Methoden müssen alle zurückgelassen werden, sonst gibt es kein Vorankommen. Es gilt: Halb zog Er sie, halb sank sie hin. Anders geht es nicht in der LIEBE, also der Spiritualität, was dasselbe ist. Wenn sie aus eigenem Wollen heraus Anlauf nimmt, duckt Er sich weg – wenn Er ein weit genug entwickeltes Bewusstsein hat, den Cosmic Sense also.

Wer in der Welt einen irdischen Lover sucht, muss sich allerdings den weltlichen Prinzipien beugen und muss sich in Bars herumtreiben oder in der Single-Börse anmelden. Die Erde ist nicht das Schlaraffenland. Es kommt immer ganz darauf an, was mensch will. Ich will den LEHRER – ich will GOTT. Was du willst, musst du selbst für dich entscheiden, diese Entscheidung nimmt dir niemand ab. Doch mit ihr stellst du die Weiche. Und vertu dich nicht, GOTT schaut in dein HERZ, genauer gesagt schaut ER aus deinem HERZEN in dich hinein, und verlogene Lippenbekenntnisse sind nicht Sein Ding.

Also was braucht es: warten, erwarten, geschehen lassen, erlauben, empfangen, sein lassen, loslassen, wachsen lassen, stillhalten, GOTT wirken lassen. Die Hände in den Schoss legen und den lieben GOTT einen guten Mann sein lassen – verpönt bis zum Gehtnichtmehr und nur erlaubt im Erlaubunge, Urlaub also.

Diesen bekommt allerdings in der Welt des self consciousness nur gewährt und den erlaubt sich auch selbst nur der, wer vorher fleissig gearbeitet hat, sonst ist es kein Urlaub – sondern unverdiente Faulheit. Im Schweisse deines Angesichts wirst du dein Brot ernten bedeutet (vgl. Bucke) nichts anderes, als dass auf dieser niedrigen irdischen Bewusstseinsebene leider diese ulkigen Regeln Geltung haben. Warum also nicht diese Ebene verlassen und auf die nächst höhere wechseln, wo anderes gilt, wie z.B. Entspann dich, Babe, GOTT sorgt für uns.

Nach wie vor steht zu vermuten, dass der Boden bereit sein muss für das Pflanzen des Cosmic Sense. Jeder von euch kann  hier und jetzt damit beginnen, bereit zu werden. Der unverfügbare Rest mag jetzt kommen oder später, in diesem Leben oder dem nächsten. Dafür gibt es keine Seminare und Methoden, wie ihr schon wisst.

Wer innerlich STILLE halten kann, der braucht übrigens keinen teuer erkauften „Urlaub“.