So aktuell wie eh und je – Auszug aus den „Schafen“ von Mai 2007

Dass mich mein eigenes Buch noch einmal so intensiv beschäftigen würde, hätte ich nicht gedacht. Nun ist es jedoch so, und ich habe gestern eine Stelle entdeckt, die ich nahtlos heute hier eintragen kann, weil sich nichts daran geändert hat, weil es wahr ist.

Ich sehe heute natürlich sehr klar, wo der damalige Mann mich belogen hat und wie er hinter meinem Rücken seine selbstbezogenen Pläne durchgeführt hat. Doch das ist sein Problem und steht auf einem anderen Blatt. Ich für mich genommen war grundehrlich und habe einfach nur LIEBE erlebt, wie auch heute noch, und – wie in den Schafen so schön steht: Es wurde beendet, was nicht vollkommen war. Doch es wird auch voll-endet, was vollkommen ist, und das ist die eigentliche Beziehung, die dem zugrunde lag und liegt.

Hier kommt der Textauszug aus der unveröffentlichten Originalfassung; ich nehme an, er steht exakt so in der Druckausgabe, ihr könnt ja selbst nachschauen:

„10. Mai

„Worin besteht der Sinn, um Nähe kämpfen zu müssen – Dualseele oder nicht? Das scheint mir wiederum ein sehr merkwürdiges Glaubenssystem zu sein …“

Meine Antwort heute im Forum auf diese Frage:

… das Ziel ist eben NICHT, eine „herkömmliche“ Liebesbeziehung zu leben, sondern mit Hilfe der Dualseele etwas ganz anderes zu lernen und zu erkennen. Das ist das Problem der meisten hier in diesem Forum, sie vergleichen diese besondere Verbindung mit den Partnerschaften, die sie bereits hatten und meinen, das müsse diesmal genauso ablaufen.

Wir sollen die bedingungslose Liebe in uns erkennen und ausleben, und wir sollen lernen, Vertrauen zu haben. Wir sollen uns an das Göttliche in uns erinnern. Unsere Liebe zu diesem Menschen soll uns daran erinnern, dass Gott uns genau so sehr liebt wie wir diesen einen Menschen lieben, und zwar jeden einzelnen von uns. Und wenn wir dies erkannt haben, sollen wir unser Licht in die Welt tragen. Das ist kein merkwürdiges Glaubenssystem, sondern eine Erfahrung von Gottes unendlicher Liebe zu den Menschen.

Die Sehnsucht nach der Dualseele ist im Grunde genommen die Sehnsucht nach Gott, die Suche nach Gott, und deswegen ist die Spannung aus Nähe und Distanz zu dieser anderen Seele die Voraussetzung, unsere seelische Entwicklung in Gang zu halten.“


Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Nur, dass es offensichtlich extrem wenige Menschen tatsächlich so erleben, mit dem LEHRER, dem Erinnerer, dessen Bezeichnung sich aus diesem Text sehr deutlich ergibt.

Was mich sehr fasziniert sind die extrem gehäuften sinnvollen „Zufälle“ bzw. Synchronizitäten in der damaligen Zeit, als alles für mich seinen Anfang nahm.  Aus heutiger Draufsicht zeigt sich mir sehr deutlich das Netz aus wiederkehrenden Symbolen und Hinweisen, die ein geordnetes System ergeben und wie eine Art Geheimsprache zwischen IHM (GOTT) und mir funktionierten (und es noch heute tun). Es zeigt mir erneut, dass es dieser Instanz, die wir GOTT betiteln, dass es dieser Entität ein Leichtes ist, auf Basis unserer eigenen inneren Bilder und entlang unserer jeweiligen Verständnisebene mit uns sinnvoll zu kommunizieren. Und ER tut es, ER tut es mit Vorliebe.

Die weltliche Psychologie, die wie alle „Wissenschaften“ darauf ausgelegt ist, den Cosmic Sense, sobald er auftaucht, im Keim zu ersticken, muss natürlich darauf hinweisen, dass es angeblich ein alarmierendes Zeichen ist, wenn ein Mensch beginnt, sich mit diesen Synchronizitäten zu befassen. Wer Zeichen sieht, hat eine psychische Störung, so wurde es mir noch anno 2009 im Coachingkursus beigebogen. Unfasslich. Nun denn, es ist zehn Jahre später, ich bin immer noch geistig fit und gesünder als die meisten (alle?) anderen, die mir tagtäglich begegnen und die den FRIEDEN und die LIEBE nicht kennen.

Wenn der Cosmic Sense aufscheint, beginnt offenbar gleichzeitig diese Symbolkommunikation. Das ist Kommunikation auf einer anderen Ebene als auf der linear-rationalen, sie ist anders, neu, unkontrollierbar, und daher hat Klein-Ego Angst davor (zu Recht, denn es ist der Beginn seiner Zähmung). Ich kenne Leute, die erleben nie solche Zufälle und halten sich dennoch für hochesoterisch. Ich kenne auch Esoteriker, die sehen permanent Zufälle mit Symbolen und haben doch keinen Cosmic Sense. Die Grenzen sind fliessend, denn wie Bucke in seinem genialen Buch schreibt, ist die range sehr breit, von animal consciousness zu Cosmic Sense, und dazwischen liegt die gesamte irdische Zone mit allen Abstufungen von Bewusstsein.

Zwei Dinge hat mir die Lektüre der Schafe gezeigt: Erstens waren meine Beratungen von damals Gold wert, was kein Selbstlob sein soll sondern ein klarer gedanklicher Schluss ist. Zweitens weiss ich, in welcher Gestalt mein 11. Buch erscheinen muss. Natürlich: wieder als Tagebuch.