Eine kleine Sammlung von Erlebnissen mit GOTT – Erste Hilfe für Gedankenkarussells

Seit Tagen versuche ich diesen gruseligen Erste-Hilfe-Lehrgang zu verarbeiten und hoffe daher, dass dieser Artikel trotzdem Sinn ergeben wird. Ich weiss nicht, ob es wegen der endlosen Stunden ist, die der Kurs bis in die Abendzeit hinein dauerte, die mir anderswo wieder fehlten und die mich zurück in den gehetzten Modus katapultierten, in dem ich vor kurzem noch befindlich war, als ich drei Kolleginnen (wir sind insgesamt nur 4) vertreten musste. Ich hab das immer noch in den Knochen sitzen. Es gab auf meinatlantis dereinst das Thema Hochsensitivität, doch mittlerweile ist vermutlich jeder hochsensitiv, ebenso wie damals auf einmal jedermann eine sog. Dualseele umherlaufen hatte. Ich kann nur sagen, wer es wirklich erlebt, ist eher nicht stolz darauf. Das klingt sicher sehr egoistisch, weil so ein Lehrgang natürlich wichtig ist, wichtiger als der neueste Quantenmatrixregenbogenfischsalamander-Heilerkurs. Die Wichtigkeit des Lebensrettungskurses bleibt unangetastet, darum geht es hier gerade, natürlich, nicht.

Schon vor Tagen wollte ich euch etwas präsentieren, das jetzt endlich dran ist. In dem bereits empfohlenen wunderbaren Büchlein von Jim Borst befindet sich ein kurzer Text darüber, wie ES ist. Wie es ist, auf dem WEG zu sein. Wer brav seine Hausaufgaben gemacht hat (oder einfach nur unhinterfragt Katrin nachgetrottet ist, auch die Leute gibt es), mag es schon selbst gefunden haben. Das Kapitel ist überschrieben mit „Nourishing a Desire for God“, was natürlich nicht nötig ist, wenn die LIEBE auf ON geschaltet ist. Interessant ist jedoch die Beschreibung der inneren Befindlichkeit. (Buch: „Coming to God in the Stillness“. Exploring Prayer Series. Series Editor: Joyce Huggett, Originalbuch von Jim Borst). Diese entsteht nicht durch Kontemplation. Sie geht einher mit dem Beginn des WEGES. Das ist jedenfalls meine eigene Erfahrung, denn die Kontemplation ist neu für mich, der WEG jedoch nicht. Geht los:

„If it happens that this attraction that you feel in reading or hearing about [contemplative love of God] is of itself so overwhelming that it goes to bed with you, geets up with you in the morning, accompanies you all day in all you do, separates you from normal daily exercises by inserting itself between your prayers and you; if it is associated with and follows your desire to the extent that it seems to be just the one desire, or you scarcely know what it is that alters your outlook and brings a cheerful smile to your lips; if, while it lasts, everything is a consolation and nothing can upset you; if you would run a thousand miles to have speech with some one whom you know has truly felt as you do; if, when you get there, you have nothing to say, no matter who speaks to you, since you do not wish to speak except about that one thing; if your words are few, but full of unction and fire; if one brief word of yours holds a world full of wisdom but seems mere foolishness to those who have not passed beyond reason; if your silence is peaceful, your speech edifying, your prayer secret, your pride proper, your behaviour modest, your laughter very soft; if your delight is that of a child at play; if you love to be alone and sit apart because you feel that others would hinder you, unless they did what you are doing; if you do not wish to read or listen to reading unless it be about this one thing; then indeed …“ (in dem vorliegenden o.g. Buch zitiert von: A letter of Private Devotion by the author of The Cloud of Unknowing.)

In einem an sich sehr schönen etwas älteren Song singt der Sänger seiner Angebeteten eine Liebeshymne und staunt, dass sie sich „neun Jahre treu waren“, das findet er „krass“. Wenn man erst dreizehn Jahre alt ist, dann stimmt die Aussage sicherlich. Und wenn er das schon krass findet, frage ich mich, wie er das nennen würde, was ich tue: Ich bin seit zwölf glorreichen Jahren einem Mann treu, dem ich noch nie persönlich begegnet bin, und ich sehe keinerlei Ende dieser Treue, denn dies ist definitiv für immer und die Ewigkeit. DAS nenne ich krass, und wer ES (siehe oben Buchzitat) nicht kennt, versteht mich nicht und kreist auf seiner engen kleinen Kreisbahn in seinem dezimierten da programmierten Denkapparat herum und nennt jemanden wie mich verrückt oder sonstwas. Es kann nur Einen geben, das steht mal fest. Etliche der sog. Dualseelen von damals, aus den Anfängen meines bewussten Teils des WEGES, widmeten sich rasch neuen Partnern, als die Sache zu anstrengend wurde oder aussichtslos wirkte. Sie haben alles erlebt, doch nie und nimmer ES. Manche behaupteten sie hätten auch einen LEHRER so wie ich, doch sie straften sich selbst sehr bald Lügen, indem sie nicht danach lebten. Ich habe bisher nur einen anderen Menschen kennen gelernt, der danach lebt, so wie ich es tue.

Wer ES erlebt, will keinen anderen Partner mehr. Das ist Fakt und nicht anders denkbar. Soviel zum Thema „DS“.

Zurück zum Thema Bewusstsein. Neulich wurde mir auf der Couch sitzend bewusst, dass ich schon eine ganze Weile meinen eigenen Denkapparat von aussen beobachtete. Es wurde mir erst bewusst, als es schon eine ganze Weile so ging. Das passiert neuerdings öfter, dass ich ohne irgendein Zutun aus meinem Schüler-Bewusstsein in Sein Höheres Bewusstsein hinübergleite. Leider gleite ich auch wieder hinaus, doch es häuft sich, und das lässt mich hoffen. Ich merkte, dass ich dachte: Was tut es da? (das kleine ich) Warum hat es solche Angst? Ich war klar ausserhalb dieser Angst und Emotionen anwesend, ich stand wie vor einem Karussell, das sich wild drehte und sah nur unberührt zu. Bis ich das bemerkte und wupps, zurückglitt. An dieser Stelle möchte ich ebenfalls zum wiederholten Male auf das Büchlein von Joseph Benner hinweisen, The impersonal Life bzw. dt. Das unpersönliche Leben. Meine Erfahrung damit ist, dass ich es beim ersten Mal Lesen vor sechs Jahren wollte aber nicht erzwingen konnte, was ich gerade beschrieben habe. Es gehört Reifung dazu, und dann geht es eines Tages ganz von selbst.

Dieser eingangs erwähnte gruselige Erste-Hilfe-Kurs hat in meinem Kleinhirndenken einen weiteren Aufruhr verursacht. Ego stuft seitdem die Welt als potentiell unfallträchtig und höchstgradig unsicher an (nicht für mich, aber für alle, die mir begegnen, all die vielen Autos und die hupenden Egos, die zu dicht auffahren und Adrenalin ausströmen) und es fürchtet sich. Ich trat heute hinaus und lief zur Bushaltestelle, und Ego fühlte sich für einen grossen Moment lang völlig überfordert mit der Komplexität der äusseren Welt und der Unzahl an möglichen Aktionen, die jederzeit stattfinden könnten, weil so viele Verrückte da draussen umherrasen. Unkontrollierbar, lautete das Signalwort.

Der Esoteriker an sich ist da natürlich besser dran als ich, denn er lernt aus Wunsch-, Herz- und Kassenmagnetbüchern, dass er durch das korrekte Denken die Umgebung angeblich zu seinen Gunsten steuern könne.  Es gibt diverse Bücher, die einem vorgaukeln, wenn man nur die Gesetze der Materie kennt, sie auch zu einem eigenen persönlichen Vorteil beherrschen und lenken zu können, besonders, indem man Emotionen (auch = Ego!) hinzufügt. Grundgütiger Himmel! Nun sieht Ego bekanntlich stets nur sein eigenes kleines Gesichtsfeld und fragt sich keine einzige Sekunde lang, was passiert, wenn der Nachbar das Gegenteil von dem Gewünschten will und stärker denkt als er. Es gibt Milliarden Menschen, die alle permanent kreuz und quer manifestieren, und Ego wähnt sich dennoch als Herr der Lage nach dem Lesen eines Buches aus dem Regal bei Tante Lia. DAS nenne ich wiederum verrückt. Jedenfalls ist damit Egos Kontrollwahn konsumerfolgreich bedient worden und es kann weiter tief und fest geschlafen werden. FRIEDEN gross geschrieben bringt das keinesfalls.

In der Wirklichkeit ist die Lösung einfacher, effektiver, und vor allem schneller, da sie sofort eintritt und zwar in dem Moment, wo ich meinem Ego erkläre: GOTT allein hat über alles die Kontrolle, entspann dich. Und sofort tritt die Entspannung ein. FRIEDEN. Ego sah wieder aus dem Fenster, und ich dachte an Ihn.

Ich muss nichts kontrollieren. Ich muss nur zuhören, was ER in einem gegebenen Moment von mir will, dass ich es tue oder sage, und zwar WENN ES SOWEIT IST und keine Sekunde früher. Dann gibt es manchmal von meinem LEHRER den berühmten Stoss in den Nacken, wenn ich nicht sofort reagiere; Er schubst mich dann regelrecht von innen her nach vorn. Dann lande ich schon mal in der ersten Reihe oder auf einer Bühne oder Tanzfläche oder stehe als einzige auf und applaudiere, oder argumentiere mit Vorgesetzten, solches Zeugs eben. Er liebt das. Ich gewöhne mich langsam insoweit daran, dass ich nicht mehr voller Peinlichkeit erschrocken bin. Es gab schon mehrmals Situationen, wo ich den Mund aufmachte und es kam Sein Text heraus, und nicht das, was ich gerade sagen wollte. Sachen gibt´s …

Als ich noch ein kleines Kind war, etwa sechs Jahre alt, flogen wir im Sommerurlaub in den Süden, wie sich das damals gehörte, denn das war chic. Zuerst grasten wir Ibiza ab, dann wechselten wir nach Malle. Ich war also sechs Jahre alt und wurde von meinen Eltern mitgenommen, auf einen Flug in ein mir völlig unbekanntes Land. Ich musste nichts packen, das erledigte meine Mutter, und ich brauchte kein Geld, das hatte mein Vater. Im Flugzeug hatte ich keinerlei Angst, sondern war neugierig auf das Essen, das es dort gab und das ulkig in kleine Cellophanhüllen eingeschweisst war, und staunte, was wir alles aus dem Fenster sehen konnten. Ich hatte die Proframmierkinostreifen a la Airport noch nicht gesehen gehabt…. Ich musste nicht die Flüge buchen und nicht das Hotelzimmer aussuchen, ich musste nur dort ankommen und einen spielend-glücklichen Urlaub am Meer erleben.

Das ist, wie wir IMMER leben sollen und KÖNNEN. GOTT nimmt uns an die Hand und sagt uns, wohin es geht und was wir dort zu tun haben, während ER sich um die Details kümmert. Werden wie die Kinder… Ansonsten müssen wir nur den Urlaub geniessen. Warum tut das kaum je einer von uns? Weil wir alles kontrollieren wollen.

Ich ertappte mich heute bei dem Gedanken, dass ich den Anschluss-Bus nicht bekommen würde, wenn dieser Bus, in dem ich sass, weiterhin an jeder Haltestelle anhalten und dauernd solche schneckigen Leute einsteigen lassen würde. Ich merkte, wie Ego anfing unruhig und genervt zu sein. Dann wurde mir allerdings bewusst, dass dieses Vorher-darüber-Grübeln nichts brachte. Weder war es schon soweit gekommen, es mochte also gar nie so kommen, noch würde ich im Vorhinein erfahren, welche Lösung GOTT in dem Moment präsentieren würde, in dem ich zu spät zu dem anderen Bus käme, denn GOTT ist stets nur im JETZT antreffbar. Wir können IHN nicht eine halbe Stunde vorher um Rat bitten für eine äussere Situation, die erst später aktuell sein wird. Das ist sehr wichtig zu begreifen, und ich glaube nicht, dass ich das schon einmal so klar gesehen hatte. Nun mag es natürlich sein, dass ich die Letzte bin, die das kapiert. Ich schreib es euch heute trotzdem, und sei es nur zur Erinnerung, denn wir lernen bekanntlich besser, wenn die Lektionen mehrmals wiederholt werden.

Eine schöne Episode möchte ich euch noch zum Schluss erzählen. Es geht um das Thema: Für andere Menschen beten – und wie rasch dies erhört wird. Ich rede nicht davon, mechanisch alle Namen von Kranken abzuklappern, die man kennt, um damit bei GOTT Eindruck zu schinden. Sondern es geht um eine von HERZEN und in LIEBE ausgesprochene Bitte an GOTT, den Vater unser im HERZEN.

Es geschieht bereits beim Aussprechen der Bitte etwas im HERZEN, weil GOTT nur JETZT kennt und kein Später, und das Empfinden ist eigentlich schon der Anzeiger dafür, dass Kommunikation stattgefunden hat mit IHM. Ich bat GOTT heute trotzdem um ein Zeichen, irgendwas, da ich mit diesem Bittgebet noch in der Testphase bin, damit ich wüsste, dass ER es entgegengenommen hat. Ich machte ein Spiel daraus… Etwa eine halbe Stunde später, in meinem Anschlussbus, den ich nahtlos erreicht hatte übrigens, kam ein Mann auf mich zu, den ich zum ersten Mal im Leben sah, und sagte Danke! zu mir, bevor er ausstieg. Ich sass da wie vom Donner gerührt. Und weil GOTT das noch nicht reichte, sagte neben mir die mir ebenfalls unbekannte Frau: Sehen Sie mal, diese Blumen hier, die waren im Angebot. Wie schön die sind.

Es waren gelbe Rosen.**

Schönen Sonntag liebe Liebenden!

 

** Hier muss der geneigte Leser schon zwei und zwei zusammen zählen und meine Arbeit sehr genau kennen, um den Hinweis deuten zu können. Ich lasse das mal so stehen.