Ausmisten, Folge 311 sowie Konsumstopp – letzte Folge. Praktische Hilfen zum Mitmachen.

Das Stillsitzen mit GOTT bzw. vor dem CHRISTUS zeitigt seine Folgen … Nein, ich kann nicht plötzlich sitzend schweben, und auch nicht Krankheitssymptome anderer Leute heilen. Ebensowenig kann ich Auras sehen oder in den Fingerfurchen anderer lesen. Ich kann keinen Zweitkörper erschaffen, der in fremder Leuts Wohnung spionieren geht (ist mir allen Ernstes einst von jemandem berichtet worden, die meinte, für so etwas die Lizenz zu besitzen).

„ich kann“ war per se gestern bzw. gab es noch nie. Denn „ich“ ist nicht der Könner – GOTT ist der Gönner. Die Folgen des stillen Beisammenseins mit GOTT stellen sich anders dar, als Ego es erwartet und wenig spektakulär, so dass es meinen Blog nach wie vor nicht in einen Sensationsbericht verwandeln wird.

Ich hatte heute früh das unstillbare Verlangen in mir, auszumisten. Ich sah ständig mein Büro vor meinem inneren Auge, was eine Ecke im Schlafzimmer ist und kein wirkliches Büro, wie manch einer sich das nun vielleicht vorgestellt hat. Seit Tagen will ich es bearbeiten … heute früh gab es kein Halten mehr. Es gab kaum noch was wegzuschmeissen, so dachte ich, doch Er hat noch genug gefunden, um eine grosse Tasche Altpapier zu produzieren sowie eine grosse Tasche für den Keller (d.h. ab auf den nächsten Sperrmüll, der bei mir regelmässig im Januar stattfindet). Dass Er immer noch etwas findet! Tststs. Sodann sortierte ich 40 Knäuel Wolle aus (OMG) samt einem Buch und Zubehör, was nun als Komplettpaket verkauft wird. Ich war sicher, alles an überflüssiger Wolle weggegeben zu haben … wie Ego uns doch austrickst! Unfasslich.

Der zweite Effekt ist der Wunsch nach Reduktion der Nahrungszufuhr. Auch dort ist eigentlich in meinem Leben kaum was zu reduzieren, da ich kein Essen-um-des-Essens-Willen-Esser bin. Er findet dennoch immer Wege, weiter auf das Wesentliche zu reduzieren.

Punkt 3 auf der Liste, sehr fett und riesengross geschrieben und ein innerstes Bedürfnis einer besonderen Stärke: Konsumstopp. Wer aufmerksam in diesem Blog liest, hat meine (unsere?) Challenge vom Jahresbeginn sicher schon entdeckt. Ich habe mich damals enorm gut gefühlt, wie bei einer Fastenkur. Die positive Erinnerung an diese Zeit begleitete mich durch die vergangenen Wochen und liess in mir den Wunsch wachsen, es wieder so sein zu lassen und das Kaufen zu stoppen.

Bedeutet im Klartext: Nur noch Ersatzbeschaffungen, 1:1 also. Und Zellstoffartikel, Nahrungsmittel, Medikamente falls mal nötig, Katzenfutter sowieso. Grundsätzliches  – und das war´s.

Gleichzeitig das strikte Aufbrauchen aller angelegten Vorräte. Und oh, wie schnell ist das Anhäufen wieder geschehen! Ich hab zwar schon zwei Duschgels im Schrank, aber dieses und welches riecht auch sooo gut. Gekauft. Ich hab zwar schon vier Sorten Tee im Schrank, aber die fünfte schmeckt sicher auch legga! Gekauft. Und wieder platzt das Schränkchen aus allen Nähten. Gottlob habe ich eine recht kleine Wohnung und kaum Möglichkeiten zu horten. Auch habe ich nur in der Küche und im Schlafraum geschlossene Schränke, so dass ich meine immer-noch-Unmengen an Gegenständen täglich mit ansehen kann.

Wer noch nie ausgemistet hat (gibt es das?) wird sich nach dem ersten Anlauf sogleich erleichtert und gereinigt fühlen. Ausprobieren! Weg mit – allem. Wenn du unsicher bist, lagere es zwischen. Ein Jahr nicht vermisst – rauf auf den Sperrmüll.

Das Verwalten von Kaufartikeln ist Stress. Das Aussuchen und Bestellen ist Stress (das glaubst du nicht? Verzichte ein paar Monate darauf und du wirst es bemerken!). das Warten auf den Paketboten schränkt deine Freizeit ein. Ggf. musst du zur Postfiliale und den Kram selbst nach Hause schleppen (ich besitze kein Auto), und vielleicht musst du sogar eine Retoure packen und es nochmals zur Post schleppen. Du musst die Gelderstattung nachverfolgen. Falls du den Artikel behältst, besetzt er fortan einen ansonsten freien Platz in deiner Umgebung. Vielleicht merkst du nach zwei Wochen, dass du ihn gar nicht brauchst … das alles ist Stress, weil es dein Denken vom Wesentlichen fernhält. Und das Fernsein allein erzeugt bereits seelischen Stress. Das glaubst du nicht? Wenn du still vor GOTT sitzen übst, erkennst du, was deine Seele so sehr braucht, dass es fast wehtut. Und wie alles, wirklich alles, was sie davon fernhält, dich unmittelbar in Stress versetzt.

Wie beim TV-Stopp ist es auch hier so, dass nur selbst Ausprobieren die WAHRHEIT offenbart. Nämlich, dass du das ganze Zeugs wirklich niemals gebraucht hast. Ausprobieren bedeutet nicht, zwei Tage zu verzichten oder in der Fastenzeit vor Ostern. Sondern monatelang, jahrelang … Das erscheint dir zuviel? Was willst du dann auf dem WEG?

Es hilft ungemein, Dinge zuerst in den elektronischen Warenkorb zu legen und vier Wochen später nachzuschauen. Du wirst sie unter Gerantie nicht mehr kaufen wollen. Ego hatte dir in einem schwachen Moment eingeredet, jetzt sofort nicht ohne dem leben zu können, und du bist beinahe darauf hereingefallen. Lege eine Zeitverzögerung dazwischen – und du wirst staunen.

Und jetzt packe ich eine weitere Bücherkiste für die Papiertonne. Wirklich wichtig sind nur sehr wenige Bücher. Diese sind wahre Schätze und werden immer wieder gelesen. Alle anderen … weg damit.

Das Stillsitzen verändert den Menschen, und die Wirkung setzt sehr rasch ein… Ich staune an jedem Tag aufs Neue, und ich kann es nur jedem ans HERZ legen, der GOTT wirklich kennen lernen will. Du kannst dir nicht vorstellen, wie es ist, wenn du es nicht selbst ausprobierst.