Wo gehts denn hier zum Nichtschwimmerbecken? Und: der Soul Friend

Was sagt das über Leser aus, wenn unter den Top 3 Beiträgen die Datenschutzerklärung rangiert? Es ist gruselig, aus einem Tag voller NÄHE hierher zu kommen, um über NÄHE zu schreiben, und dann durch so etwas in die traurige Welt zurückzugeraten, die die meisten Menschen eng umschlungen hält. Nun, sei es, wie es ist. Meine Option ist es Gottseidank, jederzeit in die Wirklichkeit zurückgehen zu können.

Hauptsächlich möchte ich euch heute ein Fundstück präsentieren, das besonders für Dualseelen-Seelenverwandtschafts-Wannabes gedacht ist. Als ich es las, wurde mir erneut das Ausmass der Esoteriklüge bewusst – dass Universen zwischen den Esoteriksoulmates und dem sind, was in Wahrheit hinter dem Erleben steckt.

Hier, liebe Leute, kommt die Vorgabe. Daran muss sich ein jeder selbsternannter Dualer messen; vor allem muss er oder sie ihren Counterpart daran messen… Ist dein vermeintliches Dual so zu dir, wie hier beschrieben? Wenn es dies nicht ist, was ihr gleich lesen werdet, was ist es dann? Dann ist es zwischenmenschliche Liebe, egal wie stark sie sein mag, die immer noch selbstbezogene Ziele der Beteiligten und sich selbst als Zielpunkt in sich trägt. Wie ich immer sage: wenn GOTT nicht der Angelpunkt der Beziehung ist, ist es  – irgendwas anderes.

Natürlich muss die Mainstreamesoterik ihren Zielen gemäß behaupten, Dualseelen bzw. engl. soul mates seien ein Liebespaar, bei dem beide am liebsten Kirscheis essen und denselben Lieblingskinofilm haben, und natürlich können beide heilen und hellsehen und gegenseitig ihre Gedanken lesen. Woher ich das weiss? Ich war vor vielen Jahren dort, als ich noch in den damals gängigen Foren beschimpft und psychologisch seziert wurde (von Leuten, die das o.g. von sich glauben, oh je).

Das mag so klingen, als sei ich derzeit auf Krawall gebürstet, doch wenn es so klingt, dann ist es ein Irrtum. Ich erlebe einen schon fast vergessenen Frieden, weil ich endlich, endlich Urlaub habe und in diesem auch gestern abend endlich innerlich angekommen bin. Will heissen: Ich beginne mich zu entspannen. Und ich habe aufgehört, dauernd auf die Uhr zu gucken. Mir fiel gestern Abend ein, dass ich so lange aufbleiben kann, wie ich will. Das klingt vielleicht seltsam, doch um allmorgendlich um 4 Uhr aufzustehen und acht Stunden pausenlosen Trubel auszuhalten braucht jemand wie ich eine Mindestportion Schlaf. Das ist gottlob Vergangenheit, und nun kann ich wieder frei nach meinem eigenen Rhythmus leben.

Genug der Vorrede. Das folgende Zitat stammt aus dem Buch namens „The Joy of listening to God“ von Joyce Huggett, welches ich in den letzten Tagen verschlungen habe:

>>A soul friend is the intimate stranger who, as a person experienced in the life of prayer, will commit himself to you in an adult/adult relationship in an attempt to set you on the path of prayer, assist you in discerning the beathings of the Spirit, bring you to a place of greater self-knowledge and self-acceptance and help you find the will of God. The soul friend will avoid encouraging excessive dependence on himself, but will accept you as you are as well as confront and challenge when occasion demands.<<

Dies impliziert den allerwichtigsten Punkt in einer echten Göttlichen Beziehung: der eine von beiden muss bereits am Ziel angekommen sein. Wenn beide noch Sucher sind, führt nur der Blinde den Lahmen und beide werden nirgendwohin kommen. Es ist also immer eine spirituelle LEHRER-SCHÜLER-BEZIEHUNG damit gemeint, die sich an dem Zweck der Beziehung orientiert. Dennoch ist es etwas anderes  als die aus dem orientalischen Raum bekannten Guru-Beziehungen, die in aller Regel keine Paare darstellen und wo zwar der eine weiter ist als der andere, doch ist der LEHRER bereits am ZIEL? Wer weiss das schon so genau. Meine Meinung dazu ist bekannt.

Das oben so treffend Beschriebene war und ist immer der Kern der Beziehung zu meinem „Seelendual“, wie es in der Mainstreamesoterik so schön heisst. Die esoterischen superhuman Paare schossen damals anno 2006 ff wie Pilze aus dem Boden. Wie viele von ihnen haben ihr Leben GOTT gewidmet? (Und damit meine ich nicht die verdrehten fundamental-christlichen Paare, die mir damals per Mail Tiraden darüber schrieben, was ihr Gott alles mit ihnen auf Erden noch so vor habe, wenn sie erst einmal verheiratet wären. Oh Mann.) So wurde mir einst von meinem Soul Friend gesagt: Deine „Dualseele“ ist deine Erinnerung daran, dass du GOTT gehörst. (Und nicht dem Dualmann, Klammer zu).

Dies alles beschreibe ich, damit Irrtümer aufgeklärt werden und Menschen, die in einer esoterischen Verblendung umhereiern, vielleicht aufgerüttelt werden, nach dem wirklichen WEG zu schauen – statt weiter an ihrer Gottgleichheit zu werkeln, die niemals eintreten wird, auch nicht mit Delfinreikiregenbogenäinschällpauermatrixsolutionmethoden. Das einzige, was wirklich hilft, ist: still vor IHM sitzen.

Heute früh drückte ich dabei GOTT gegenüber meine Ängste aus, dass ich vielleicht in der totalen Hinwendung zu IHM verschwinden werde. Ich kam mir vor wie jemand, die am Meeresrand auf und ab läuft und Angst vor der endlosen Weite des Ozeans hat. Und ich fragte IHN: Gibt es bei euch nicht sowas wie ein Nichtschwimmerbecken zum klein anfangen? Da zeigte ER auf das weite Meer und sagte wortlos: Das ist das Nichtschwimmerbecken. Dort wirst du getragen.

Dies gebe ich euch heute mit in eure Gute Nacht…

Bis demnächst in diesem Theater.