Wie du über schwere Zeiten hinweg getragen wirst…

Mein Trauspruch lautete dereinst: Der Mensch macht Pläne – ob sie ausgeführt werden, bestimmt GOTT. Gesagt – getan! Nachdem ich im November letzten Jahres bekanntlich beschlossen hatte, in 2019 ruhiger zu machen und nur noch 25 Stunden zu arbeiten, um mich wieder intensiver mit QiGong und allerlei anderen angenehmen Dingen zu beschäftigen, damit ich mich von den vergangenen anstrengenden 15 Monaten erholen könnte – drehte GOTT die Arbeitszeit auf 38 Stunden hoch und liess mich zuletzt sogar drei Kolleginnen gleichzeitig vertreten. Wenn wir auf den Kalender gucken sehen wir, dass das ganze Szenario uns bereits in den mittleren April katapultiert hat. Von Entspannung in 2019 bisher wenig zu spüren. Ich war schon am Limit, als das alles begann, doch ich bin noch hier und gesund, nur ziemlich müde.

Natürlich, und auch das erwähnte ich hier im Blog bereits, wusste ich die ganze Zeit in jedem einzelnen Augenblick, dass GOTT Seine Pläne damit verfolgt, mich derartig unter Spannung zu setzen. Neben der allgegenwärtigen Lebensaufgabe, GOTT vor alles andere zu setzen und in jeder Lebenslange zuerst an IHN zu denken (bzw. und/oder an Ihn, meinen LEHRER) gab es etliche weitere Lektionen. Die nur auf diese Weise gezeigt werden konnten…

In Zeiten, wo alles glatt läuft, und das über eine lange Strecke hinweg, neigt Ego dazu, sich selbst die Lorbeeren zuzuschreiben. „Ich bin schon so weit vorangekommen, dass ich es deswegen nur noch leicht habe. Ich bin schon so toll, dass ich das alles nicht mehr brauche, die Probleme und Schwierigkeiten.“ In der Mainstreamesoterik wird dieses Denken (natürlich) stark gefördert. Woher ich das weiss? Ich war mehrere Jahre dort und steckte in derselben Irrung. Mein LEHRER hat mich gottlob eines Besseren belehrt, indem Er mich durch den Dreck jagte, durch die psychologischen Höllen, die niemand will und durch extreme Situationen mit anderen Menschen. Wenn es glatt läuft glaubt Ego, dass es etwas „geschafft“ hat. Ego ist der Alleskönner, und gleichzeitig wird in der Esoterik GOTT hübsch wegrationalisiert und durch ein nichtwertendes Parklückenbesorgungsuniversum ersetzt. Auf diese Weise kann Ego seine Alleinmachtsansprüche ungestört ausleben und z.B. andere Leute (angeblich) heilen.

Ich habe erlebt, dass GOTT in der schwierigen stressigen Zeit, die ich gerade hinter mir habe, die ganze Zeit Herr der Lage war. Ich gebe euch ein Beispiel: Ich bekam einen Anruf einer relativ verzweifelten Mutter, die mir erklärte, es müsse jemand ihrem Kind unbedingt die Mitteilung überbringen, dass es bereits in einer halben Stunde statt in einer Stunde zum Zug flitzen müsse, um die Anschlüsse zu bekommen, sie hätten sich vertan und es sei unendlich wichtig, dass das klappt (aus diversen Gründen, die hier nichts zur Sache tun). Das Handy sei aus und sie hatte keine andere Möglichkeit, dem Kind Bescheid zu geben. Ich versprach, mich darum zu kümmern, legte auf – und sass ´allein´ an meinem Arbeitsplatz, mit der ganzen Verantwortung (scheinbar) für diese missliche Lage, und konnte nicht gut den Raum verlassen. Zumal ich ein krankes Kind nebenan liegen hatte, das ich nicht allein lassen wollte und durfte. Was tun? Ich checkte im PC den Raum, wo das zu benachrichtigende Kind zur Zeit sass und war ratlos. In diesem Moment kam eine Lehrerin herein, die etwas für ihren Unterricht vergessen hatte. Ich spürte den üblichen Schubs in den Nacken und hörte mich reden: In welchem Raum unterrichten Sie gerade?

Das Gebäude hat gefühlte 500 Räume. Doch natürlich war es exakt der Raum neben dem Raum, in dem das Kind sass, und sie sagte klar, ich gebe dem Kind Bescheid, no problemo.

Das scheint für manch jemanden vielleicht eine Lappalie zu sein. Für die Mutter war es sicher keine. Und für mich erst mal recht nicht, denn ich spürte ungefiltert GOTT, wie ER arbeitet. Gerade wenn es um Kinder geht, ist ER stets mit langer Hand dabei.

Der geübte Esoteriker würde nun behaupten, er oder sie könne eben hellsehen, ein Zeichen der eigenen fortgeschrittenen Entwicklung. Es hing in der Aura der Lehrerin, woher sie kam, und kraft einer hoch entwickelten Intuition konnte er oder sie es lesen – vielleicht stand es auch in der Akasha-Chronik… irgendso ein Zeugs eben. Ich persönlich habe nichts „gekonnt“ – ausser, den Impuls GOTTES zu befolgen ohne ihn gross in Frage zu stellen.

Das ist der feine Unterschied: Das eine ist Hochmut, das andere Demut.

Wie weit jemand „vorangekommen“ ist erkennst du nur an einer einzigen Sache: Wie weit er demütig vor GOTT geworden ist. Das ist eine sehr lange und schwierige Übungsstrecke, denn unsere Gesellschaft fördert ausschliesslich egomanischen Hochmut und niemals Demut, und von hundert Malen, wo ich diese Chance gehabt hätte, habe ich sie vielleicht einmal erkannt. Manche erkennen sie leider nie, und daher ist einmal besser als kein Mal.

Demut kann niemand vortäuschen. Ebenso, wie niemand HINGABE und LIEBE vortäuschen kann. Menschen lassen sich täuschen, zumal wenn sie selbst nicht spirituell an sich arbeiten (was den grossen Zulauf mancher sog. „Heiler“ (so etwas gibt es faktisch nicht) und Seminare erkärt). GOTT jedoch lässt sich nicht täuschen, denn ER schaut, wie unsere Poesiealbum-besitzenden Omis und Mütter noch wussten, nur ins HERZ.

Ich habe in den vergangenen Wochen sehr deutlich fühlen dürfen und beobachten können, wie GOTT arbeitet, wo ER sich wie einschaltet, und dass jeder Mensch ausnahmslos unter SEINER Fuchtel steht, egal wie wenig derjenige sich mit IHM beschäftigt. Jeder kann SEIN Werkzeug sein in einem gegebenen Moment. Jeder wird hie und da benutzt, um einem anderen Botschaften zu überbringen, ein Stichwort zu geben, den anderen zu treffen, irgendwo, wo es ihn in Bewegung (Emotion) versetzt.

Wenn alles glatt läuft, entgeht dir leider diese Beobachtung, wegen des geschilderten Hochmuts, den du pflegst. Und dir entgeht das Empfinden echter erleichterter Dankbarkeit, dass ER alles regelt und „ich“ nur mitmachen muss.

Ich empfand den intensiven Wunsch, innerlich noch mehr zurückzutreten, um IHN noch klarer nach vorn zu lassen, denn das GLÜCK, das dies im Innersten beschert, gibt es nirgendwo anders zu bekommen. Nichts hat sich je richtiger angefühlt, als aus der Steuermannrolle rauszukommen. Das sind Empfindungen, die kannte ich vorher nicht, weder in meinem weltlichen Lebenszeitraum noch in dem relativ kurzen esoterischen Lebensabschnitt. Sie kamen erst, als ich mich bewusst auf dem WEG wiederfand und sie werden stärker, je weiter ER sich Raum in mir nimmt. ER führt, ich folge. Für den modernen Menschen ein Unding, insbesondere für Frauen, die sich keinem Mann jemals unterordnen werden! Das hat der Feminismus uns doch an Gutem geschenkt, nicht wahr …? (Ironie aus)

Nun stehen für mich ein paar Tage Erholung an, Regeneration. Ich weiss sicher, dass mir noch einiges klar werden wird, was mir die vergangenen Wochen an Geschenken beschert haben, ohne dass ich es sofort erkannt habe.

 

Werbeanzeigen