Prost Ostern!

Leider wird Ostern nur halb so schön, weil es kein Sommerwetter geben wird. Ooooohhhhh.

Obwohl es ein Fest ist, an dem wir eigentlich feiern sollen, dass ein Mensch uns vorgemacht hat, was wir alle schaffen können und was für jeden von uns vorgesehen ist, nämlich diesen Planeten lebend zu verlassen, spielt dieses Thema überhaupt keine Rolle für den Normalmenschen. Unfasslich. Sie werden trotzdem grillen, Tieropfer müssen nun einmal sein. Und es wird trotzdem Alkohol konsumiert werden. Jeder Anlass ist willig.

Derzeit feiern hierzulande die Abiturienten ihre letzte Unterrichtswoche – natürlich mit Allohol. Muss denn immer und überall Alkohol konsumiert werden? Bei jeder Betriebsfeier, bei jedem geschäftlichen Essen, egal, Hauptsache MAN muss nicht fahren. Wer begriffen oder auch nur verstanden hat, was Alkohol mit dem Bewusstsein tut, der muss die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Doch nur sehr wenige Menschen interessiert ihr BEWUSSTSEIN. Sie denken, Bewusstsein ist das Gegenteil von Ohnmacht und das war´s. Ansonsten wollen sie für Stunden lustig sein und ihren Alltag vergessen. Wie traurig.

Manchmal erhalte ich Kenntnis von schweren Krankheitsverläufen (wie es so heisst eben), und ich frage mich dabei, wo sollte jemand anfangen, so einem Menschen klar zu machen, welche Lern-/Bewusstseinsschritte er oder sie in Richtung Heilung unternehmen müsste. Es kann Jahrzehnte dauern, diesen Weg bis zur Urwurzel des eigentlichen Leidens zu verfolgen. Das wollen die Leute nicht, sie lassen sich mal eben schnell operieren und hoffen, es bis zur Rente ganz gut umzukriegen, dieses leidige Leben, das einen mit seinen Wendungen immer beim Konsumieren zu stören pflegt. Sie fressen Antibiotika eine Packung nach der nächsten ohne Rücksicht auf Verluste, damit sie schnell wieder ins Hamsterrädle zurückspringen können und wieder weitermachen können wie zuvor. Keinerlei Lerneffekt, erneut eine ausgeschlagene Lernaufgabe. Wohin verschwindet diese? Antwort: Nirgendwohin. Sie landet auf dem Kofferband der nicht abgeholten Gepäckstücke und kommt bei der nächsten Gelegenheit wieder an ihnen vorbei, damit sie endlich einmal zugreifen und den Koffer aufmachen, um seinen Inhalt zu klären.

(Übrigens, das sind Leute, die Menschen wie mich für bekloppt halten. Soviel dazu.)

Ich springe freiwillig auf das Kofferband, um schneller an meine Koffer zu gelangen. So sieht es aus. Bisher hatte ich nur eins davon: Zugewinn an LEBEN und  LIEBE, was dasselbe bedeutet.

Neulich beobachtete ich, dass einem sog. Infekt, also etwas, womit sich die Leute glauben bei anderen „angesteckt“ zu haben, sehr oft eine zuvor erlittene (und verdrängte) Kränkung vorausgegangen war, vielleicht ist das auch immer der Fall. Ich kenne nicht jeden so gut, dass ich das beschwören könnte. Doch ich nehme an, dass es exakt so ist. Ansteckungen sind dann also reine zwischenmenschliche Egothemen, die sich die Leute gegenseitig weiterreichen. Jemand ist beleidigt und hat am nächsten Tag einen „Infekt“. Etwas ist vermeintlich von aussen durch einen anderen Menschen in denjenigen hineingetan worden, was böse ist. Das arme Opfer. Ego in Hochform. Es sind ja immer die anderen, gelle … Und statt sich mit seiner Kränkung vor GOTT hinzusetzen und sich vor IHM auszuschütten, schütten sie lieber Tabletten in ihre Körper hinein, die das Thema dann vorübergehend ausbaden müssen. Bis zum nächsten „Infekt“.

Daneben gibt es Krankheitssymptome, die einzig nach innen gerichtet sind bzw. auf die Herkunftsfamilie, sprich die eigene Kindheit. Knochenbrüche usw. gehören natürlich in diese Gruppe, denn sie sind nicht „ansteckend“. Da arbeitet etwas an den lange währenden innersten Strukturen. Spannend!

Das ist etwas, was beobachtet werden sollte, denn es ist sehr aufschlussreich. Es steht einem jedem frei, eigene Beobachtungen hierzu anzustellen.

Joseph Benner schreibt in einem seiner Bücher, dass an Ostern ein besonderes Tor aufgeht für diejenigen, die bereit sind, dort hindurch zu schreiten. Bleibt zu hoffen, dass das Wetter mitspielt.

 

 

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