Stressmanagement

Was ist besser für den spirituellen WEG? Zu Hause sitzen und meditieren, oder Vollzeitarbeit, oder Teilzeit? Ich habe nun schon alle drei jeweils über Jahre hin erlebt und etliche Vor- und Nachteile aller drei Varianten entdeckt. Wie stets zählt auf dem WEG nur und einzig die selbst erlebte Erfahrung. Es ist völlig ohne jeden Nutzen, wenn du Argumente gegen Arbeitslosigkeit vorbringst, ohne selbst arbeitslos gewesen zu sein. Niemand, der mir etwas über HartzIV vorlabert und selbst Beamter ist, ist für mich eine ernstzunehmende Stimme.

Ebenso ist es schier unmöglich als Aussenstehender zu beurteilen, ob es einem Mitmenschen besser gut täte dieses – oder eins der anderen in seinem Leben zu erleben. Zudem spielt das jeweilige Lebensalter bzw. der aktuelle Lebensabschnitt eine gewichtige Rolle. Jemand mit kleinen Kindern muss diese betreuen, jemand mit grösseren Kindern muss ggf. arbeiten gehen, um die Kinder finanzieren zu können, jemand jenseits der 60 mit erwachsenen Kindern kann sich Freizeit nehmen, usw. Kinder sind der Dreh- und Angelpunkt, denn, wie wir bereits wissen, ist die Hauptfunktion von Elternsein = den Kindern GOTT zeigen. Wie GOTT ist ...

Ich kenne jemanden, der arbeitet nicht. Er ist laut eigener Aussage: arm. Und es gefällt ihm. Er wohnt bei anderen Leuten und besitzt quasi nichts. Er geht seit Jahrenenen keiner geregelten Arbeit nach. Auf diese Weise ist er zeitlich völlig frei für das, was wir so sehr lieben: die Forschung, Lektüre, Experimente mit Meditation etc pp.

Manchmal, an Tagen wie diesen, die ich aktuell erleben muss, beneide ich diesen Kerl und denke, es ist ungerecht, dass ich für vier arbeiten muss und kaum Zeit habe für das, was mir privat so am Herzen liegt, wohingegen er Reden schwingt darüber, dass jeder das tun soll, was ihm gefällt. Immer geht es jedoch nicht nach Egos Gusto.

All das hilft mir manchmal nicht weiter, das zu wissen und es mir mit dem Kopf vorzusagen. Es hilft mir nicht, wenn es erst Dienstag ist und die Woche kein Ende nehmen will. Es hilft mir nicht, wenn ich acht Stunden lang zehn Dinge gleichzeitig tun muss und darüber fast das atmen (ungleich Luftholen) vergesse. Es hilft mir nicht, wenn ich morgens weine, weil ich zu müde bin zum Stillsitzen. Ich habe mich bei Ihm schon entschuldigt, dass Er mich nur noch müde und verpennt und unkonzentriert vor sich findet.

Klaro, die Aufgabe des Berufstätigen besteht nicht (nur) darin, auf der Arbeit zu DIENEN. Ohne zu murren Dienste zu verrichten, die Launen anderer an sich abgleiten zu lassen, zu üben, sich nicht mehr kränken zu lassen, etc. etc. – die Ideen gehen meinem GOTT niemals aus.So ist es mit einem GURU. Man wird gescheucht und erniedrigt, alles um zu testen, wieviel Ego noch da drinnen ist, das sich ärgern lässt.

Dies alles ist immens wichtig und ist eine Art von Göttlicher Charakterreinigung. Doch natürlich geht es hier vor allem um etwas noch viel Wesentlicheres: Meine Einstellung, meine Gedanken, meine Sorgen, meine Klagen, meine Tränen, kurzum: meine Erfahrungen eben, und was sie mit meinem Vertrauen machen.

Das einzige, worauf es auf dem WEG wirklich ankommt, ist Vertrauen, das wurde hier im Blog schon vielfach besprochen und versteht sich ganz von selbst. Vertrauen macht aus einem fernen Gott, der ein nichtwertendes Dingsbums ist, einen VATER, dem ich mich als KIND bedingungslos anvertraue, den ich als den berühmten Hirten ansehe, der mich auf einem WEG führt, von dem ich stets nur einen knappen halben Meter vor mir sehe. ER jedoch weiss, was am Ende dabei herauskommen soll. Wer darauf nicht vertrauen kann, der wird nie zufrieden sein und wird immerzu nölen, wird befürchten und angsthaben und vorsorgen.

Ich bergeife es aktuell noch nicht, warum ich diese Monsterstrecke hinlegen muss, doch die Erfahrung sagt mir, dass ich irgendwann, eines Tages, in der Rückschau, den Zusammenhang dieser Lebensstation mit anderen Stationen sehen werde. Ich werde sehr klar die gelernten Lebenslektionen sehen. Ich werde sehen, warum die dabei vertieften Kontakte zu anderen Menschen entscheidend wichtig für Späteres waren, was danach folgte. Ich werde in mir entfaltete Talente erkennen, die ich davor nicht ausgelebt hatte. Ich werde vielleicht sogar gezeigt bekommen, wem ich wie helfen konnte (wird meist nicht gezeigt, um das Ego nicht zu pushen).

Jetzt jedoch bleibt mir nur eins: zu vertrauen.

Heute gab es wieder lustige kleine Lebenszeichen von meinem GOTT, und ich wusste, auch wenn ich vor Müdigkeit kaum geradeaus denken kann, ist ER doch Herr der Lage.

Immer.