Verstand und HERZ brauchen nicht dasselbe – unsinnige Selbstmassregelung

Das HERZ ist ein Kind. Der Verstand ist leider nur ein sog. „Erwachsener“. Das HERZ braucht daher anderes zum Glück als der Verstand glaubt. Manchmal, ich erwähnte das bereits im vorherigen Artikel, erscheint etwas dem Verstand unlogisch, absurd, völlig falsch, es wird als Fehler und eigene Dummheit bewertet, und er macht das innere Kind nieder.

Jeder von uns hat gelernt, sich innerlich mit den Stimmen seiner Eltern, grossen Geschwister und Lehrer usw. usw. selbstmassregelnd zu beschimpfen. Hört einmal genau hin, wer jeweils spricht, wenn ihr euch mal wieder in einem stummen Selbstgespräch niedermacht. Mir war eines Tages klar geworden, dass ich ständig meine Schwester auf Leitung zwei hörte, und als ich das erkannte, schwieg sie endlich. Es sind verinnerlichte Autoritäten, die da endlos weiterplappern, selbst wenn die Eltern schon lange tot sind und die Schule längst verlassen wurde.

Manchmal bringt GOTT uns auf Seine Weise bei, stattdessen die Dinge und Sachverhalte zu sehen, wie ER es tut. Gestern zum Beispiel checkte ich den allmorgendlichen Wecksong, den ich nicht kannte und nur grob erinnerte, als ich endlich zum Googeln kam. Ich fand einen zu meiner Situation mehr als passenden Songtext vor. Abends erst merkte ich, dass ich die falsche Playlist/den falschen Radiosender  und somit den verkehrten Song gecheckt hatte. Und das erste, was der Verstand aus seinem Schultraining heraus vorbrachte, war: Boar bist du doof, Katrin. Doch halt stopp. GOTT sah das anders: Es war der goldrichtige Text, und ER selbst hatte mich dorthin geführt. Sofort war der Verstand still und alles war wieder laufrund. GOTT ist die einzige Autorität in unser aller Leben.

Solche Erinnerungen benötigen wir alle manchmal. Was der Schulverstand als Fehler beschimpft, sind oftmals GOTTES verschlungene Wege. So macht Er das gerne. Der CHRISTUS kennt kein „falsch“, nur „hinderlich“ – so hat mein LEHRER mir einstmals erklärt. Das nimmt der jeweiligen Angelegenheit das verletzende Moment. Der Verstand ist sehr  (selbst-) verletzend, wie jeder von euch zur Genüge weiss. Mir wurde einstmals eine Arbeitsstelle gefügt, in der es beinahe unmöglich war, einen Vormittag lang nichts falsch zu machen, weil es in den Strukturen dort soviel Unfug gab, dass es einem normal denkenden Menschen unendlich wirr vorkam. Ich dachte, ich halt es nicht mehr aus, fragte meinen LEHRER, was soll ich hier? und dann sagte der CHRISTUS in seiner trockenen Art und Weise ganz lapidar: So lernst du, Fehler zu machen. GOTT hat in aller Regel ganz andere Beweggründe, dir etwas zu schenken, sei es eine Arbeit oder eine Beziehung, eine alltägliche schwierige Situation oder was auch immer.

Die Auswirkungen der Stillen Zeit mit GOTT und der dadurch neugewonnenen NÄHE zu IHM sind phänomenal. Seit ich VERTRAUEN habe, wird vieles gelöst, was lange schon ein Problem gewesen war. An dem folgenden Beispiel habe ich das wieder gemerkt. Ich hatte meinen Vater dreissig Jahre lang und über seinen Tod hinaus für etwas angeklagt, was er im Zusammenhang mit dem sehr frühen Tod meiner Mutter mir gegenüber unterlassen hatte. Nun bedeutete mir GOTT, dass ER selbst dafür gesorgt hat, dass ich damals die für mich so wichtige Information von meinem Vater nicht bekommen hatte. Ich weiss den Grund, den GOTT dafür hatte, bis heute immer noch nicht, doch das Kind innen drin ist jetzt ruhig, es braucht keine Details dazu. Dass GOTT die Verantwortung hatte und nicht der Vater der Kindheit reicht dem Kind als Erklärung.

Darauf war durch logisches Verstandesdenken nicht zu kommen, denn nach gesellschaftlichen Massstäben hatte mein Vater völlig falsch gehandelt. Jeder von euch würde mir das bestätigen. Jeder Mensch auf Erden würde mir beipflichten, wenn ich es erzähle, denn ich HABE es tausendmal erzählt und alle durch die Bank waren empört. Jeder wäre es, wenn es ihm selbst geschähe. Und doch hat GOTT etwas anderes damit im Sinn gehabt, als es vordergründig aussah. Hätte ich die Information damals bekommen müssen,  so hätte ich es erfahren, denn GOTT kann alles. Ich habe sehr, sehr oft schon erlebt, dass ich wichtige Neuigkeiten stets erfahre, obwohl ich mich z.B. von sämtlichen Massenmedien fernhalte. Doch mein Groll auf den Vater war seit damals so riesig, dass ich verblendet war. Der Verstand hält sehr an Racheideen und Groll fest und ist meistens dadurch nicht offen für friedvolle Lösungen, weil er meint, siegen zu müssen, um jeden Preis. Das ist innerer Krieg. GOTT hat mir also jetzt endlich zeigen können, dass ER die Situation damals vor 30 Jahren selbstpersönlich so gesteuert hat. Ich war zuerst sehr verblüfft, doch nun ist Frieden.

Korrekturen durch den CHRISTUS zielen in aller Regel darauf ab, das schräge Denken von uns Erdenmenschen in der jeweiligen Situation zu bremsen – und niemals darauf, dem HERZEN etwas auszureden, das wäre ja nun wirklich blanker Unsinn. Dann jubiliert das innere Kind, und der Verstand lernt etwas Neues: dass er lebenslang belogen worden ist. Er war niemals der Boss, und er muss es auch nicht sein. Welch endlose Erleichterung! GOTT hat stets und immer die volle Kontrolle. Was ER durchwinkt, erfüllt seinen Zweck an und in uns. Und alles dient dem einen Ziel: IHN zu finden.

 

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