Herzenslogik vs. Verstandeslogik – zurück in den Kindergarten, um ein Dilemma zu lösen

Der Grund, warum ich länger nicht gepostet habe, ist der, dass ich in eine grössere Trauma-Bearbeitung hineingezogen wurde, die nicht mitteilbar ist und sowieso nicht für dritte Augen oder Ohren beschrieben werden kann – und auch nicht soll.

Eher „zufällig“ entdeckte ich dabei das sehr mutige Buch von Ulrike Willmeroth und Ursula Roderus mit dem Titel „Berufen zum Königskind: Gefangen im Trauma – Durchbruch zur Freiheit“. Allerdings agiert die Dame in einem sehr eng gesteckten althergebrachten christlichen Denkrahmen und es gibt viele Bibelzitate, das sollte bei einer Kauferwägung berücksichtigt werden. Wer das beim Lesen hinnehmen kann, wird allerlei über Traumata und deren interaktive Aufdeckung erfahren.

Jedenfalls ermutigte mich das Buch, das schriftliche „Listening prayer“ endlich doch auszuprobieren, ergänzend zu meiner täglichen Zeit, in der ich versuche mal nichts zu fragen, um GOTT zu fühlen. Gestern zückte ich den Notizblock und legte los. ER legte los.

Ich habe dadurch Stoff ohne Ende bekommen, mit dem ich erst einmal für mich arbeiten werde. Die Sache ist rasch erklärt: Wie gesagt, Block raus, Stift raus, hinsetzen, GOTT eine schriftliche Frage stellen, und die Antworten, Eindrücke, Ideen, Bilder notieren, die hereinfluten, ohne Wertung. Du weisst am nächsten Tag beim Wiederlesen, was dich trifft (im HERZEN) und was daher von IHM gekommen ist.

(Da ich weiss, dass manche Leute verpeilt an sowas herangehen, sei noch daran erinnert, dass GOTT niemals bösartige Dinge sagt und eher selten bis gar nicht zu Handlungen auffordert. Diese Übung ist natürlich auch nichts für Leute mit gespaltener Persönlichkeit. Liebe Esoteriker, wir wollen hier nicht die Astralwelt channeln und auch sonst keinen verblichenen Promi anrufen. Ich setze bei den Lesern meiner Artikel gesunden Menschenverstand voraus. Das sind Grundlagen, mit denen du dich bereits beschäftigt haben solltest.)

Weiter im Text.  Wer Antworten von GOTT einfordert, wird erleben, dass sein innerer Translator = der sog. CHRISTUS manches als Wort-Satz herausgeben wird. GOTT schickt jedoch gerne innere Bilder und sogar äussere manifestierte Symbole. Für mich präsentierte ER z.B. die Lösung eines Dilemmas gestern in der zeitgenauen Lieferung eines Päckchens, in dem die erwartete Gratisbeigabe statt einmal gleich – versehentlich –  doppelt vorzufinden war. Als ich darauf schaute, wusste ich die Antwort auf ein Dilemma, das gut ein Jahr lang mein Denken beschäftigt und gequält hatte und zu dem ich IHN erst fünf Minuten vorher schriftlich gefragt hatte. Ich starrte auf das Objekt und dachte, ich wäre in der Trumanshow. Na, das Gefühl kennt jeder von euch, nehme ich an. Jeder unterWEGs kennt es.

Was als Nebenprodukt für diesen Artikel heraussprang, ist das Thema Herzenslogik vs. Verstandeslogik.

Wer sich auf dem spirituellen WEG befindet, der wird sehr häufig die Erfahrung machen, dass er in unlösbaren Sackgassen des Denkens landet. Das passiert immer dann, wenn sich Fragestellungen ergeben, die dem Verstand zwei gleichwertige Alternativen präsentieren und von denen er aus erlerntem Wissen heraus weiss, dass angeblich eine gewählt werden muss. Der Verstand wird in aller Regel tun, was er in der Schule gelernt hat: den Prinzipien der Dualität folgen und Gründe für das eine und wider das andere und umgekehrt suchen. Dann steht er da und kann keine sinnvolle Entscheidung treffen, weil er zwar seine kluge logische verstandesmässige Lösung gefunden hat, doch das System meldet zurück: Es fühlt sich nicht gelöst an. Daher pendelt er zu der anderen Alternative, doch auch hier ist das Thema nicht fertig.  Das kann einen echt quälen.

Wer das Fühlen noch nicht gelernt hat, wird die Entscheidung vielleicht dennoch – mit dem Kopf – treffen und sich vielleicht auf den grössten Umweg seines Lebens begeben …. und nach Jahren zurückgeführt werden an denselben Punkt, um noch einmal zu prüfen, welche Entscheidung denn nun die richtige wäre. Und dann geschieht mit etwas Glück das Folgende: GOTT zeigt demjenigen, dass keine Entscheidung die richtige Entscheidung ist und dass beide Alternativen gleichzeitig gewählt werden sollen/dürfen/können. Das ist unserem Denken fremd, das immer bevorzugt eins von zweien aussortiert. Doch ich habe es nun schon sehr oft erlebt, dass GOTT das eben anders sieht, und unser HERZ daher auch (= der Treffpunkt mit GOTT in uns).

Herzenslogik, also Göttliche Logik, beruht nicht auf denselben Argumenten, wie der Verstand sie vorbringt. Der Kopf wettert dann: Das geht doch nicht, das kann man doch nicht machen! Und stellt irgendwann beschämt fest, dass es eben doch geht. Nur in dem einfältigen Schul-Denken, das uns antrainiert wurde, geht vieles nicht.

Ein kleines Kind denkt noch sehr in der Herzenslogik. Das merkt jedes Kind, das von seinen Eltern benutzt wird, um den jeweils anderen Elternteil auszuspielen. Wenn eine Mutter dem Kleinkind einredet, den Vater müssen wir hassen, dann gerät das Kind in ein Dilemma. Der Verstand sagt, Mama hat recht, sie ist allwissend. Das Herz sagt, aber ich liebe meinen Papa doch! Natürlich hat das HERZ immer recht, immer und immer und ausnahmslos. Doch alle Welt bringt ja ab Geburt dem Kind bei, nicht auf sein HERZ zu hören, um später studieren zu können. Wenn ein Kind solcherlei verrückt gemacht wird, dann wartet auf es vierzig bis fünfzig Jahre später eine Menge HERZENS-Arbeit. Der Verstand weiss vieles nicht, er ist strutzdumm. Er weiss zum Beispiel nicht, dass einen Menschen LIEBEN nicht bedeutet, alles, was derjenige tut, ebenfalls gutzuheissen. Zu LIEBEN ist stets richtig. Ausnahmslos. Immer und immer und immer. (Nicht lieben klein geschrieben, sondern bedingungslos, bitteschön.) Das HERZ ist immer derselben Meinung wie GOTT, der sagt: I forgive sins instantly.

Vieles, was Beziehungen angeht, kann heilen, sobald das HERZ „entscheiden“ darf, was dann keine Scheidung ist, also nicht entweder-oder, sondern sowohl- als auch. Dann erst wird die ersehnte innerste Erleichterung und Er-Lösung gefühlt. Vielleicht kennt ihr das bereits. Nun nutzt es nichts, mit dem Verstand einfach zu sagen ok, ich wähle nicht, ich lasse beides gelten. Das ist kein fühlen, das ist denken. Es gibt nur einen Weg: Das Dilemma GOTT überreichen und warten. Und dann kommt ein Wunder. Nur dann kommt ein Wunder. Der Verstand ist der Wunder-Verhinderer vom Dienst, weswegen das Erleben von Göttlichen Wundern bereits bei Schulkindern enorm eingeschränkt und bei Erwachsenen schliesslich auf Null zurückgegangen ist.

Manchmal tut es gut, zurück in den Kindergarten zu gehen.