Sag mir, was du kannst…

.. und ich sage dir, wie weit du von GOTT entfernt bist …

Uns wird von Kindesbeinen an beigebracht, dass wir etwas können müssen. Wir müssen insbesondere in der Schule ganz viel können und lernen, und später im Beruf noch viel mehr. Kannste was, biste was. Leistung zählt. Was können Sie denn? Nein? Dann stellen wir einen anderen ein, der nächste bitte. usw. blablabla. Die uns so lieben Esoteriker können auch alle was.

Sie können hellsehen und channeln und (oh Wunder!) andere Leute heilen (nein, es heisst esoterisch korrekt „die Selbstheilungskräfte aktivieren“). Sie können durch das dritte Auge sehen und Astralreisen vornehmen und luzide träumen und somit auch im Schlaf noch alles und jeden manipulieren, und aus all diesen Fähigkeiten heraus halten sie sich für sehr spirituell und begabt und erfolgreich. Dasselbe gilt für die Berichte über Superyogis. Sie alle tappen, das sehen wir leicht, in dieselbe Falle wie die Alleskönner aus Wirtschaft und Industrie und Universitätswesen.

Hollywood hat uns – ebenfalls seit Kindesbeinen – einprogrammiert, dass Superhelden mehr als „alles“ können, sie haben eben Superheldenkräfte. Ich bin in den 70ern mit den einschlägigen Comics gross geworden -„Die Spinne“ und Superman- und mit Filmen über Fantomas. Im Religionsunterricht fügten sie noch ein paar biblische Superhelden hinzu, Moses und, natürlich, Jesus. Ich staunte und staunte und staunte.

Heutzutage weiss ich natürlich, dass das Programmierung und durch die Bank bullshit ist. All das oben aufgezählte hat mit dem, worauf es wirklich ankommt, NICHTS zu tun. Wir sollen und werden von der wichtigsten Erkenntnis von allen absichtlich ferngehalten, und daher fällt ihre Umsetzung im Alltagsleben unendlich schwer:

Ich kann aus mir selbst heraus nichts.

Ich kann nichts. Sagst du dir das mehrmals am Tag? Nein, natürlich nicht, denn die Mainstreampüschologie hat dir längst geraten, dass du nur auf deine Stärken und Fähigkeiten linsen sollst. Ich kann was! rufen schon Kindergartenkinder aus, und die Pädagogik jubiliert. Soviel Ich-Stärke! Solche Menschen brauchen keinen GOTT. Wunderbar.

Sie werden wie alle anderen Lemminge in allen Zeiten vor ihnen in denselben Abgrund hüpfen.

Was wir, die wir den schmalen WEG entlanggehen, einzig lernen müssen ist, nichts können zu wollen, weil unser Wollen sich dann mit der einzigen Wirklichkeit deckt, die da lautet: Ich kann nichts. Ich ist nicht vorhanden. GOTT ist der, der alles tut.

Solange du nicht dein komplettes Leben vollständig GOTT überlässt, ohne jeglichen Gedanken an später, glaubst du noch, dass du etwas kannst. Wir sprachen hier im Blog bereits einmal darüber. Wer das einmal versucht hat, wer das im Alltag durchführen lassen wollte, geriet flugs an seine Grenzen. Ich wette, das war deine Erfahrung, anfangs. Wir sind es so sehr gewohnt, alles selbst planen und durchdenken zu müssen, unsere Ängste und Vorstellungen bei allem zu berücksichtigen, dass es ungewohnt und sehr fremdartig ist, innerlich frei und völlig enstpannt einfach mit dem Göttlichen Fluss zu schwimmen. Aufhören, alles zu beurteilen, was uns geschieht. Nichts vorab absehen können zu wollen. Nichts zu befürchten. Nichts hochzurechnen. Und gleichfalls: Nicht an gestern zu denken, was da alles geschehen war. Einfach nur, wie die Kinder (bevor sie etwas können müssen) DA zu sein. Das ist der Ort für Göttliche Wunder.

Die Voraussetzung dafür ist: VERTRAUEN, und zwar absolutes, restloses VERTRAUEN in GOTT.

Nun freut sich Ego und sagt sich, fein, das bedeutet, ich muss nicht mehr an mir arbeiten, das war mir sowieso zu anstrengend. Wie ich schon betont hatte, muss zuerst die Entprogrammierungsarbeit stattfinden, siehe oben, sonst gelangst du nicht an den Punkt der Total Stillness. Von dort aus kommst du in Teil 2 der Reise hinein, elegant und von selbst, wo du nicht mehr leben kannst ohne das tägliche Stillsein. Wenn du mit den Themen Eltern, Mutter, Vater, Lehrer, sonstige Autoritäten, Expartner, etc. nicht völlig im Reinen bist, hast du Vorbehalte gegen GOTT. Ich weiss, wovon ich schreibe.

Jesus zeichnete sich nicht dadurch aus, dass Er „etwas konnte“. Er hatte KEINERLEI persönliche Macht oder Superkraft. Das muss begriffen werden. Weder hat Er jemanden geheilt, noch hat Er sich Flügel wachsen lassen. Er war nur PRÄSENT. Er war HIER. Und um Ihn herum geriet ganz von selbst alles ins Rutschen…

(Das Besondere an Ihm war gar nicht, was durch Ihn getan wurde. Das ganz und gar Besondere war Seine Anwesenheit auf diesem Planeten. Schau genau!)

Er hatte also vielmehr die Fähigkeit, und zwar die einzige entscheidende Fähigkeit, GOTT durch sich wirken zu lassen, und zwar ungefiltert. Er wurde nicht ausgebremst von seinem Ego, das Ihm weisgemacht hätte, Er selbst wäre der grosse Tuer und Könner. Was bereits wenige Generationen nach Ihm daraus zusammengereimt haben, lesen wir heute noch in der Bibel = der willkürlich zusammengestellten Schriftensammlung von Geschichten ÜBER Jesus und Co. – aus sehr irdischer Sicht.

Die allerwenigsten haben es also offensichtlich jemals begriffen. Noch einmal: Es geht darum, NICHTS mehr bewirken und tun und können zu wollen.

Neulich stand ich innerlich vor diesem grossen hohen Tor, und schaute hindurch in eine ganz andere Welt – die Welt, in der GOTT alles tut und bewirkt. Ich habe so eine unendlich seltsame Befreiung gefühlt, das ist nicht beschreibbar. Und ich wusste, ja, so ist es, genau, das war es, darum gehts hier. Endlose Weite. Es war als ob sich eine riesige neue Welt vor mir auftat, in der ich noch nie gewesen bin, die ich jedoch bestens kenne. Natürlich entglitt es meinem dafür zu engen Tagesbewusstsein wieder, zumal dieses kein Paradox festhalten kann. Doch ich war einmal da, und ich werde wieder dorthin gelangen. GOTT kennt kein Zurück.

Fakt ist, Jesus hat es vorgemacht: Es ist erreichbar. Indem du nichts mehr erreichen willst…

 

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