Wenn etwas deine STILLE Zeit boykottiert … Hilfestellung

Die Erlebnisse, die ich hier im Blog beschreibe, sind genau das: meine Erlebnisse. Natürlich weiss ich nicht, ob andere, die davon lesen, dieselben Erlebnisse haben werden oder haben können oder haben sollen. Ich weiss jedoch, was ich weiss, und mein (echtes) WISSEN stammt aus a) eigener erlebter Erfahrung, oder b) von meinem LEHRER. Das ist, was ich weiss. Jeder muss eigene Erfahrungen machen, und wie ich stets betone, ist er oder sie aufgefordert bzw. eingeladen, einen eigenen Blog zu schreiben, damit wir alle etwas davon haben.

Heute früh gab es schon vor der Stillen Zeit eine Einsicht. Wenn du zu denjenigen gehörst, die das nicht ganz gebacken kriegen mit dem frühmorgendlichen Stillhinsetzen, dann kann dir das Folgende vielleicht helfen. Es darf jedoch nicht als Ausrede dienen für Nachlässigkeit, mangelnden Antrieb, lieber länger schlafen wollen oder so etwas. Hier musst du dich selbst sehr genau prüfen. Ich stehe morgens ein bis zwei Stunden vor der Aufstehzeit auf, um mich mit GOTT zu beschäftigen, sprich Stille Zeit, Artikel schreiben, Tagebucheintrag, ggf. Traumnotizen, … Eine unwissende Kollegin tadelte mich einmal: Wenn du auch morgens so lange Kaffee trinken musst, dann musst du eben früher aufstehen. Ich schmunzele über so etwas. Meinen ersten Cappu trinke ich mit IHM, ja, das stimmt. Den zweiten beim Artikelschreiben.

Für das morgendliche Stillsitzen habe ich ein Zeitfenster, das dadurch entsteht, dass meine Tochter irgendwann kurz nach mir aufsteht und dann Unruhe entsteht, also will ich, so der Plan, es vorher erledigt haben (klingt technischer als es ist). Heute früh, wieder einmal, sabotierten meine drei Katzenviecher meine Planung, indem sie sich der Reihe nach füttern liessen statt zugleich, dann musste ich noch dies und das saubermachen, dann wollte der erste nochmal etwas fressen, usw. Wer Haustiere hat weiss, dass diese stets zuerst versorgt werden müssen. Ausserdem kehrt sonst erst recht nicht die nötige Ruhe ein, um wirklich STILL zu sitzen. (Mein Kater turnt dann auf mir herum.) Als ich mich heute früh darüber ärgern wollte, dass mein Zeitfenster zusehends schrumpfte, wurde mir bewusst: GOTT interessiert sich gerade mehr dafür, wie es um meine Geduld bestellt ist als dafür, dass ich pünktlich vor IHM sitze. Und, natürlich, hatte ich dann noch mehr als genug Zeit, das ist ein so typisches Phänomen.

Wenn du dich also mit äusserlichen Schwierigkeiten konfrontiert siehst, die dein STILL-sitzen vermeintlich boykottieren, dann sieh dir diese Umstände ganz genau an, denn sie gehören bereits zu deiner Lektion des Tages. Hinderlich wäre es nur, dich selbst zu verurteilen oder auf andere Wesen zu schimpfen oder sonstwie unter Druck und Stress zu geraten, denn genau das ist es, was wir nicht mehr brauchen und was das STILL-sein zuerst provoziert – damit du es dann überwinden kannst. Real Love would hurt as much as heal – it would hurt first.

Das Ziel der Übung ist ja nicht, dass du es irgendwann schaffst, artig fünf Stunden am Stück still zu sitzen, sondern dass du den ganzen Tag und die ganze Nacht, immer, bei allem, was du tust, STILL bist. Still sein heisst nicht, wir erinnern uns, mit grösstmöglicher Anstrengung alle Gedanken auszulöschen, sondern das innere reservoir of thoughts and feelings (Ruby Nelson) zu beruhigen, so dass der FRIEDE sich zeigen kann. Wenn der FRIEDE auftaucht, weisst du, dass du GOTT gerade zu 100 % das Feld überlässt. Das sind goldene Momente, unvergleichlich, unbeschreiblich. Und daher weisst du es auch erst, wenn es wieder vorbei ist. Mittendrin denkst du nichts.

Wir wollen nicht so enden wie die Leute, die mit dem Kopf und der Stoppuhr Glaubensbekenntnisse aufsagen, ohne es zu FÜHLEN, ohne es zu WISSEN, was sie da eigentlich glauben. Es gibt keine Zeit für dich ausserhalb von GOTT. Es ist ja nicht so, dass du IHN mal kurz besuchst, wenn du dich in deine stille Ecke setzt. ER ist immer in dir, du kannst gar nichts ohne IHN tun, jeder Atemzug gehört IHM. Das STILL hinsetzen ist mehr für dich als für IHN. Also gibt es keine Fleisspunkte für eine eingehaltene halbe Stunde morgens und eine abends. Manchmal sitze ich eine Minute und springe dann auf, weil etwas zu schreiben ist. Manchmal versinke ich vierzig Minuten GOTTalleinweiss wohin. Es ist lebendig, dynamisch, jedes Mal ist anders. Daher macht es auch keinerlei Sinn, mit bestimmten Erwartungen an dieses Meeting heranzugehen.

Wann immer du beginnst, dich über jemand oder etwas zu ärgern, switche SOFORT zu GOTT und berichte IHM darüber. Auf diese Weise reichst du es weiter an IHN  -statt dich in deinem Ärger noch weiter von IHM wegzudrehen. Du wirst vermutlich die erstaunliche Erfahrung machen, dass ER diese Emotion, die dich gerade anfällt, wandelt. Sie einfach löscht. Sie durch etwas anderes ersetzt, FRIEDEN oder FREUDE – die immer ohne konkreten Anlass sind. Vorgestern quälte mich stundenlang eine Emotion, und ich bat GOTT, es zu übernehmen. Auf der Stelle wurde ich bleimüde, legte mich hin und schlief eine halbe Stunde. Die Emotion war verschwunden…

Alles, was aus GOTT kommt, hat in unserer Linearität kein auslösendes Moment: LIEBE FREUDE FRIEDE. Es ist bei diesen kein Grund zu finden, weil es keinen gibt. Wenn es einen Grund gibt, ist es nur Spass oder eine Vorfreude (die immer Unruhe bringt, also nicht aus GOTT stammt!). Wenn du jemanden liebst, weil – ist es keine LIEBE. Wenn du dich freust, weil .. ist es keine FREUDE. Und FRIEDEN ist nicht ein temporär beruhigtes Gewissen.

 

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