Konnte Jesus andere Menschen heilen, und wenn ja, wie?

Das zentrale Thema aller spirituellen Arbeit ist, natürlich, das HEIL „werden“ – genauer gesagt: zu erkennen, dass ein jeder von uns heil IST. Dieses geschieht einzig, wie wir bereits mehrfach feststellten, im Inneren desjenigen, der HEILUNG sucht. Wie konnte es dann sein, dass Jesus – scheinbar – „andere heilte“?

Es gibt zahllose Seminar und Kurse und neuerdings ganze „Akademien“ und „Schulen“, in denen Leuten, so heisst es dort, beigebracht wird, wie sie andere heilen können. Das ist natürlich ein seltsames Denken, denn wir wissen bereits, dass niemand etwas in einen anderen hineintun oder herausnehmen kann. Niemand kann etwas „tun“, damit ein anderer von innen heraus heilt. Zumindest nicht auf die Arten und Weisen, die die Egos für die notwendigen Methoden halten. Heilung ist eine rein innerliche Korrektur im Begreifen des Betreffenden, initiiert durch seine geheilte Beziehung mit seinem GOTT.

Was also hat unser Paradebeispiel, der sog. „Jesus“ eigentlich „getan“, damit es anderen besser ging? Antwort: nichts. Er hat nichts getan. Doch eins hat er uns allen voraus: Er weiss zu 200 %, dass GOTT die HEILUNG ist, und dass kein Mensch jemals etwas bewirken kann. Das einzige, was wirklich not-wendig ist, ist Vertrauen. Und zwar einhundertzehntausendprozentiges Vertrauen, was dann schon absolut sicheres Wissen ist, dass GOTT der einzige ist, der HEILUNG bereit hält.

Wenn jemand zu 100 % sicher ist, und zwar felsenfest sicher, without a single doubt, dass GOTT die einzige KRAFT ist, die jemals existiert hat, dann ist er innerlich zu 100 % aus dem Weg gegangen, und dann geschieht HEILUNG automatisch. Denn so ist der Mensch von GOTT konzipiert. Nur unser schräges Denken, weit ab von GOTT, verunstaltet unsere Körper und unsere Gemüter, was als „Krankheit“ zu bezeichnen wäre, also als geleugnete Gesundheit. Wer sich selbst nicht mehr für Gott hält (und jedes Ego tut das ständig), der ist bereit für Wunder.

Solange du also noch glaubst, du selbst seiest derjenige, der zur Heilung deiner selbst oder eines anderen irgendetwas beiträgt, hat dein GOTT noch nicht die vollen 100 %. Er hat vielleicht gar kein Prozent, und du hälst dich für den grossen Magier. Ich erinnere mich an ein Buch, das in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends sehr populär war, in dem jemand behauptete, er habe von einem ausserirdischen Volk geheimnisvolle Heilungsstrahlen erhalten, mit denen er nun alle Leute auf der Erde heilen kann. Und diejenigen, die es auch können wollten, mussten ihm 333 Euro geben. Vor dem Hintergrund, den wir hier besprechen – muss ich so etwas noch kommentieren? Ein jeder möge sich selbst fragen, was das sein sollte. Ich weiss nicht, ob das immer noch stattfindet.

Aberaberaber Katrin, die Leute wurden wirklich geheilt!

Davon abgesehen, dass ich niemanden kenne, der solcherlei geheilt wurde… An der Oberfläche kann sicherlich Linderung geschehen, sofern der „Kranke“ wenigstens genug Glauben an den „Heiler“ aufbringt. Doch wie alles Irdische ist dies nur temporär. Ohne GOTT kann keine HEILUNG da sein, das liegt in der Natur der Angelegenheit. Wie sonst ist es möglich, dass die sog. Heiler sich selbst nicht heilen können? Die Mainstreamesoterik geht mit diesem Einwand sehr elegant um, indem sie es einfach für gegeben hinnimmt, weil angeblich es so sei, dass jemand, was ihn selbst angeht, nicht absichtlos genug sein könne. Ich nehme nie etwas hin. Und die völlige Absichtslosigkeit eines Menschen, der andere gegen Bezahlung heilt, halte ich für eine Illusion. Das ist meine persönliche Ansicht. Vielleicht irre ich mich, wer weiss… Ein jeder muss selbst Beobachtungen anstellen und es ausprobieren. Es ausprobieren. Es ausprobieren.

Jesus war sich SO tausendprozentig sicher, dass sein perfektes VERTRAUEN in GOTT- oder besser: sein WISSEN – spontan auf alle übersprang, die in Seine Nähe kamen. Sie waren Ihm nahe genug, dass sie glaubten, dass alles, was Er über GOTT erzählte, wahr ist, denn Er stand ja vor ihnen und sprach mit ihnen. Diesen Luxus haben wir heute nicht, doch wir haben es auf andere Weise leichter. Wenn derjenige weggeht, was geschieht dann mit einem Glauben, der auf physischer Nähe beruht? Denn selig ist, wer nicht sieht und DOCH glaubt. Und wir erinnern uns hier an die Formel zur Manifestation, die da lautet: Believe turns to Faith turns to Experience. (Ruby Nelson)

„Jesus“ hat ein HEILENDES FELD um sich, das durch Ihn hindurch strahlt, weil Er innerlich vollständig aus dem Weg gegangen ist, das Er quasi immerzu mit sich führt, bildlich gesprochen. Wie kann ein solches Feld entstehen? Sicherlich nicht, wenn derjenige Mensch zwar an der Oberfläche seines Bewusstseins beteuert, GOTT zu vertrauen, blablabla, doch im Unbewussten, also an dem Ort, wo seine Programmierungen ablaufen, noch kein LICHT gemacht hat. Deshalb muss zuerst die innere Arbeit kommen, bevor jemand so rein ist und so sicher, dass GOTT es ist, der die alleinige Macht hat. Dazu muss sein Inneres ungetrübt sein von irgendeiner Programmierung welcher Art auch immer. Er muss dasselbe VERTRAUEN aufweisen wie Jesus. Nun schau dich selbst an, sofern du andere heilen willst. Bist du schon an diesem Ort?

Dein komplettes Leben muss dieses Vertrauen widerspiegeln, du musst in allem GOTT das Feld überlassen, in allem. In allem. In allem. Dazu musst du eine aktive Beziehung mit IHM führen, denn nur der, den wir immer besser kennenlernen, kann zuerst ein Bekannter sein, dann ein Freund, dann ein Geliebter, und kann schliesslich ALLES für uns sein, wenn die grenzenlose LIEBE eingeschaltet wurde. Von dieser Göttlichen Beziehung und allerlei Ideen und Hilfen, diese zu erkunden, handelt dieser Blog.

Du musst an den Ort gelangen, wo du gar keinen Anlass mehr erkennen kannst, warum jemand „geheilt werden“ müsste. An den Ort, wo du nur noch das siehst, was GOTT sieht, was ER im Menschen sieht, durch deine menschlichen Augen. Bist du dort? Du musst sicher wissen, nicht nur denken!, dass die Erscheinungen der Welt nichts als Irrtümer sind, die keine sonderliche Beachtung verdienen.

„Jesus“ (und jeder andere CHRISTUSMENSCH) hat keinerlei Programmierungen in seinem Unbewussten, Er hat keine Unbewusstheit in sich schlummern, so wie ein jeder Mensch auf der Erde es noch hat. (Das allein ist es nämlich, was denjenigen noch hier unten hält, oder nicht?) Er zweifelt nicht einen Wimpernschlag lang daran, dass Er heil ist und sicher und in GOTT sein Dasein hat, und dass das für alle Menschen Gültigkeit hat. Er schenkt den Erscheinungen (den appearances) keine Sekunde Aufmerksamkeit. Sein Fokus ist klar und eindeutig.

Wenn du also HEILEN willst, beginnst du zuerst bei dir selbst. Dort hast du soviel Arbeit zu tun, dass du lebenslang damit beschäftigt sein wirst, vielleicht mehrere Leben lang. Die Arbeit besteht nicht darin, Zaubersprüche aufzusagen, damit die Warzen weggehen, weder die deinen noch die der anderen, sondern darin, dein Unbewusstes zu klären, gründlich auszumisten und schliesslich dadurch komplett aufzulösen, so, wie du ein altes Haus zuerst entrümpelst, es leer machst, um dann in eine neue Wohnung umzuziehen. Diese neue Wohnung wurde sehr lyrisch „das Königreich“ genannt. In einem Königreich regiert der König mit seiner Königin, und nicht der Knecht. think!

Das VERTRAUEN in GOTT ist das Wichtigste, was du jemals in deinem Menschenleben aufbauen kannst. Ich empfehle zum wiederholten Male das wunder-volle Buch The Door of Everything, aus dem die englischen Bezeichnungen in diesem Artikel stammen. Denn ich habe in all den Jahren (ausser dem Neuen Testament, natürlich)  kein einziges Buch gefunden, das hilfreicher dabei ist. Die Sätze darin beginnen sich bereits in mein inneres Reservoir einzunisten, und sie springen hervor, wenn ich sie brauchen kann. Sie ersetzen mein altes Denken und helfen mir unendlich viel weiter. Das Buch ist ein wertvolles GESCHENK. Ich hoffe, es eines Tages auswendig zu können. Im Englischen heisst auswendig lernen: to learn something by heart…