Wenn du auf dem WEG vorankommen willst, Hunde vor der Metzgerei und schnüffelnde Esoteriker

Wenn du auf dem WEG vorankommen willst… musst du deine Hausaufgaben machen. Ich beobachte mit meinem mir eigenen Erstaunen, dass Leser nur die aktuellsten zehn oder wieviel Artikel lesen, und dass kaum jemand da draussen ist, der sich bis an die Anfänge dieses Blogs durcharbeitet bzw. als Neueinsteiger alles durchliest. Manche sehr elementaren Artikel wurden nur einmal gelesen. Wie wollt ihr auf diese Weise begreifen, wovon ich spreche, wo ich doch immer Querverbindungen herstelle und alle meine Artikel aufeinander aufbauen? Was ist der Grund für so ein Leserverhalten? Ist es Hiphop-Querlesen nach dem üblichen Konsumverhalten? Das esoterische ich-picke-mir-was-Nettes-raus?

Als ich mich wieder in den Blog meines Spiegelpartners einklinkte, las ich erst einmal tagelang alles, was ich in den letzten Monaten verpasst hatte. Ich wollte wissen: Wohin hatte er sich zwischenzeitlich entwickelt und was waren seine Erlebnisse, die dazu geführt haben? Wie sonst sollte ich irgendeinen seiner aktuellen Artikel einordnen können? Manche Leute lesen SOS und nichts anderes von mir und trauen sich davon ausgehend eine Einwertung meiner kompletten Arbeit zu. Ohne gecheckt zu haben, dass ich auch die Schafe und die Löwen und all diese Gedichtbände geschrieben habe, nur eben unter einem Pseudonym. Nun denn … es gibt eben Genies da draussen.

Manche Artikel werden, natürlich, wegen ihrer Überschriften gelesen – oder nicht gelesen. Das kann ein Autor steuern, es ist nicht schwer für einen Artgenossen, vorauszusehen, was die Leute mit den Überschriften assoziieren. Wenige wissen, worauf es stattdessen wirklich ankommt. In meinen Texten kommen pro Artikel stets mehrere Themenbereiche vor, die nicht alle in der Überschrift erfasst sind. Wer nach Überschriften liest, kriegt nix mit.

Das ist das Prinzip der natürlichen Auslese: wer sich im Innersten angezogen fühlt, liest den kompletten Text, egal was drübersteht, denn derjenige erfasst die zweite oder gar dritte Schicht hinter dem Text. Die, die nur oberflächlich unterwegs sind, überfliegen die Überschriften und sehen nur die Worte. Ich weiss es nicht, es steht jedoch zu vermuten. Was weckt echtes Interesse? –> Wortbedeutung? Google findet dieses: Von lateinisch „interesse“ = „dazwischen sein“, „dabei sein“, „von Wichtigkeit sein“; unter Einfluss von französisch „intérêt“ = „Anteilnahme“; auch lateinisch „interest“ = „es bringt Nutzen“, „es ist vorteilhaft“. Der lateinische Begriff „interesse“ ist ein Wortbildung aus „inter“ = „zwischen“ und „esse“ = „sein“.

Dem Ego nutzt es nichts, einen Artikel zu lesen, in dem GOTT in der Überschrift vorkommt, schon logisch. Dennoch werde ich das weiterhin so handhaben. Wer sich in einen Text wirklich hinein begibt, inter est, der hat für sich den grössten Nutzen daraus, sofern er im Innersten dabei ist, Anteil nimmt. Wer ES nicht erlebt, bleibt davor stehen wie der sabbernde Hund vor der Metzgerei.

Das ist schade, denn oft fehlt doch nur der Fleiss, der einem zeigt, was wirklich wichtig ist. Der WEG ist nichts für Faule, und GOTT liebt die Faulheitsprüfung ganz besonders. Auch wenn die Lullaby-Esoterik behauptet, es gäbe angeblich keine Prüfungen durch GOTT, so kann das leicht jeder widerlegen, der ehrlich unterWEGs ist. Natürlich wirst du geprüft. Und zwar gründlich, und zwar immer und immer wieder. Versuchungen finden, ebenso wie alles andere, IN GOTT statt. think! Wenn GOTT eine Herausforderung durchwinkt, dann will ER deinen Charakter testen, will deine Reaktion auf eine wiederkehrende Prüfung sehen, will dir selbst dadurch zeigen, ob und wie weit du dich entwickelt hast. ER weiss es ja schon, doch du sollst es selbst erkennen. Daher gibt es die berühmt-berüchtigten tests & trials.

Ich fand Rubys Buch auf einem ulkigen Umweg über die Recherche zu etwas anderem und dort am Rand der Internetseite war eine nur kleine, nebensächliche Werbung für dieses Wunderwerk, und ich fand es nur, weil ich aus dem Augenwinkel eine Gedichtzeile von einem meiner Lieblingsdichter darin wiedererkannte, die mich anzog. Wer nicht lernt, wirklich aufmerksam zu lesen, zu recherchieren, Querverbindungen zu erkennen, der geht leer aus. Ich kenne Leute, die lesen brav alles, was ich schreibe, doch nie darüber hinausgehend. Was geht da vor sich? Wer nur Rilke liest, kennt der sich mit Gedichten aus? Kann derjenige selbst Gedichte schreiben? Eher nicht. Es ist immer von allerhöchster Wichtigkeit, alle Hintergründe in Erfahrung zu bringen und das gesamte Umfeld zu erforschen und mehr noch, sich von einem Autor zum nächsten tragen zu lassen. So kann mensch der Spur des Wissens zu ihrem Anfang zurück folgen, die aktuell in einen bestimmten Artikel mündet oder in ein Buch hinein.

Solange wir noch freies Internet haben und recherchieren können… Ich erinnere mich, wie sicherlich alle meine Altersgenossen, noch bestens an die Zeit, als es kein Internet gab und alles zu Wissende in der Stadtbücherei nachzulesen war, wobei mensch auf die Aktualität des dortigen Bestands angewiesen war oder sich gottweisswoher Bücher besorgen musste. Ohne amazon, wohlgemerkt. Niemand von uns weiss, wie lange sie uns noch forschen lassen.

Die erstaunliche Beobachtung, die dabei zu machen ist, lautet: es gibt nichts Neues unter der Sonne. Alles, was ich schreibe, wussten schon Generationen von Suchern vor uns. Doch nie die grosse Masse, immer waren es  nur wenige. Die, die fleissig ihre Hausaufgaben machten, möchte ich meinen. Das können wir heute nur wissen, weil wir dank des Internets Forschungen betreiben können.

Es gibt allen ernstes Leute, die machen aussergewöhnliche Erfahrungen – und lassen es dann auf sich beruhen. Natürlich handeln sie aus Angst nicht, forschen sie aus Angst nicht. Das passiert, wenn jemand mit aller Egogewalt seine Chakren und GOTT allein weiss was öffnet und doch keinen GOTT hat, in dessen wohltuender Sicherheit das Erlebte ergründet und erforscht werden kann. Ich halte grundsätzlich NICHTS von esoterischen Seminaren, Heilerschulen und ähnlichem. Ich habe Leute aus sowas herauskommen sehen, die von Tuten keine Ahnung haben, doch sich in der Welt aufführen wie gottgleiche Zampanos mit Wunderkräften. Das Entscheidende lernt der Mensch in solchen (in aller Regel teuren) Veranstaltungen nämlich nicht, das ist NUR in Interaktion mit dem Göttlichen erlernbar. Dazu gehört zum Beispiel Demut. Niemand kann einen anderen heilen, das ist ein reflexives Verb. Ich muss das wohl in alle meine Artikel schreiben, damit jeder es mitbekommt, aus den hier erörterten Gründen.

Letztlich weiss niemand von uns alles, nur wir alle zusammen bilden das Gesamtwissen der Erdenmenschheit. Und selbst das ist ein sehr begrenztes Wissen, niemand hier unten hat den Überblick. Niemand. Und auch, wenn diverse Subjekte sich damit brüsten, in einer sog. Akashachronik herumlesen zu können, so ist doch berechtigter Zweifel da, was in solchen Geistern vor sich geht, die so etwas behaupten. Das ist meine Meinung und Erfahrung. Wer diverse Dinge wissen will, muss GOTT fragen, denn niemand ausser IHM ist allwissend. Natürlich ist es ungefährlicher, in einer Akashachronik nach Geheimnissen anderer Leute zu blättern als sich mit GOTT auseinander zu setzen. Das nichtwertende Universum ist manchen Leuten doch das liebste. Bestimmte Informationen KÖNNEN niemals von der Erde aus erreicht werden, denn GOTT hütet seine HERZEN sehr eifersüchtig, und die Esoteriker bleiben draussen stehen (meine eigene drollige Erfahrung mit schnüffelnden Esoterikern). Das Motto lautet: „Wir müssen draussen bleiben!“

 

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