Eine Klasse Schulkinder in einem Düsenjet – und weitere Beobachtungen

Eine Woche ist herum, in der ich nicht einmal auf die Idee gekommen bin, etwas kaufen zu wollen. (Momentan läuft die Aktion Konsumstopp bis März, vielleicht machen sogar noch andere Menschen ausser mir mit, ich weiss es nicht.) Diese Feststellung bestätigt meinen Eindruck: Ich habe bereits ALLES. Ich weiss nicht, welche Beobachtungen ihr damit gemacht habt in den vergangenen Tagen. Wenn es für jemanden das erste Mal ist, dass er sein Geld nicht ausgeben „darf“, ist es sicher eine spannende und aufschlussreiche Angelegenheit. Ich habe bekanntlich zehn Jahre HarztIV-Erfahrung und wusste daher schon, wie es werden wird.

Nach einem tiefenentspannten Urlaub hat mich die Arbeitswelt seit einer Woche wieder, und die letzte Woche hat eins wieder gezeigt: der Kopf ist wesentlich voller von dem Summen der Welt und dem Gebrassel der Leute als ohne Arbeit zu Hause im stillen Kämmerlein. Es erfordert wesentlich mehr Konzentration, innerlich bei Ihm und bei dem Dhikr zu bleiben, als wenn ich nur zu Hause sitze und stricke. Gleichzeitig lerne ich unendlich viel mehr über die Strukturen und das Verhalten der Egos, wenn ich mitten drin bin, als wenn ich ausserhalb sitze. Das Auspendeln von beidem ist daher die Hauptaufgabe.

Damit kommen wir zu einem Thema, das seit einiger Zeit einen Weg in meine Artikelwelt sucht. Wer fleissig mitliest weiss, dass ich seit Jahren das Buch von Irina Tweedie empfehle. (Es gibt Leute, die mich dann fragen, welches von beiden. Im Ernst!)  Dies tue ich jedoch keinesfalls wegen Frau Tweedie, sondern wegen der genial passenden Aussagen des Gurus, die einem Menschen auf dem WEG mit einem LEHRER mannigfaltige Bestätigungen liefern können.

Wir erinnern uns: Bücher können niemals Erfahrungen ersetzen, sondern sie lediglich bestätigen.

Frau Tweedie selbst konnte ich persönlich nie richtig ernst nehmen. Ich sah immer und sehe heute noch, mehr denn je, eine verwöhnte reiche kinderlose Dame, deren Gatte obendrein mit dem Militär zu tun hatte. Aus Überdruss (meine Deutung) fuhr sie, weil es schick war damals (nehme ich an), nach Indien auf der Suche nach einem Guru. Das haben damals etliche Esoteriker getan, und sogar die Beatles sind drauf reingefallen. Deren Pleitestory mit dem Maharishi war das einzige, was ich „vor CHRISTUS“ von all dem Guruzeugs mitbekommen hatte.

Ich behaupte nach wie vor und bleibe dabei: Wer einen LEHRER sucht, sucht mit dem Ego. Der wahre LEHRER wählt aus und nicht umgekehrt. Ich bin nirgendwohin gefahren und hatte gar keinen Bock auf Spiritualität und siehe da – –  ER fand mich, natürlich, zwischen Zigaretten und Alkohol, Parties und Trallala.

Nun ist diese kinderlose (vielleicht sind mittlerweile bisher verborgen gehaltene Kinder aufgetaucht? Ich hab offen gestanden keine Lust, da auch noch zu recherchieren) alte Frau, die vermutlich (wer es besser weiss,  möge das korrigieren) in ihrem Leben noch nie gescheit gearbeitet hatte, nach Indien gefahren und hat sich dort jahrelang vor einen fremden, verheirateten Mann hingesetzt. Sie musste ein bisschen innere Arbeit machen, doch über Jahre eher das Pensum, das unsereins in einem Monat, maximal, absolvieren muss, NEBEN Kindern und Arbeitsstellen. Sie hatte immer den Kopf frei und musste nur diesen Mann angucken, der noch nicht mal ihrer war, sondern bereits eine eigene Partnerin hatte. Sie musste nur herumsitzen, und dennoch – oder deswegen? – war sie ständig sehr weinerlich und liess ihre ganze Verwöhntheit raushängen. So steht es in ihrem eigenen Buch, jeder kann das selbst nachlesen. Der Guru blieb angesichts dessen erstaunlich ruhig, daher nehme ich diesem Mann ab, dass er seine Hausaufgaben gemacht hatte. Mir gefällt der Typ nach wie vor enorm gut, und er hatte echt Humor.

Ich kann dagegen Frau Tweedie deswegen nicht ernst nehmen, weil sie den Grundsatz nicht GELEBT hat: In der Welt, doch nicht von der Welt. Auch habe ich nie begriffen, dass ihr Guru das zwar betont hat – und doch mit eigenen Augen sehen musste, dass seine Schülerin es gar nicht lebte. Das ist einer von zwei Kritikpunkten, die ich an seinem Verhalten habe.

Frau Tweedie war definitiv nicht in unserer Welt, sondern in einer geschonten Parallelwelt. Sie hat zeitlebens nie einem anderen Menschen den Hintern abwischen müssen, dessen irdisches Überleben von ihr abhängig war, sie musste nie Kinder nebenbei grossziehen und verzweifelt einen Babysitter suchen, wenn das hustende und zugleich bockige Kind rief  – und der Guru rief gleichzeitig. Sie musste nicht einen alten Mann pflegen, der den Teufel raushängen liess, während sie gleichzeitig in einer Förderschule arbeitete und dort einem weiteren Spiegel ihres LEHRES begegnete, so dass sie schon morgens auf dem Hinweg zur Arbeit vor Erschöpfung in Tränen aufgelöst war. Sie hat nie abends vor noch mehr Erschöpfung und Mitgefühl geweint, weil sie arme, ganz arme Kinder betreut hat und danach noch den eigenen Haushalt schmeissen und das eigene Kind allein betreuen musste. Also: Sie musste nie mit den Strukturen ringen, ZUSÄTZLICH zu den inneren Abläufen. Sie bekam nie den üblichen Gegenwind von der Gegenseite, warum eigentlich nicht? Sie musste nie zum Jobcenter, nie zum Amtsarzt, nie zum Kinderarzt, nie zum Grundschuldirektor, sie kannte all diese normalen Dinge und Spielfelder des Erdenlebens gar nicht. Nun durften Ehefrauen in der damaligen Zeit natürlich nicht einfach so arbeiten gehen. Das mag ein Grund sein, und meiner Mutter erging es ebenso. Keine Ahnung. Für mich ist die Frau de facto kein Beispiel. Ich führe den Erfolg des Buches einzig auf den genialen Guru bzw. seine Aussagen zurück.

Meine eigene Erfahrung ist, dass ich die grössten Fortschritte immer in diesen schweren, grenzwertigen Zeiten gemacht habe, und die freien Tage, selten genug waren sie, wie kürzlich nach Weihnachten 2018, das waren eher für mich Zeiten des geschonten Stillstandes, der Pausierung, bevor ER wieder mit neuen Aufgaben herankam. Und je ruhiger die Pause, desto Aufgabe. Vielleicht kennt der eine oder die andere von euch das aus eigenem Erleben. Ruhe vor dem Sturm und so … Mir wurde, nachdem ich mir aufgrund meiner befreienden Entscheidung endlich die Mittagsschicht zurückerobert hatte, um Vormittags Schreiben zu können, kurzerhand die Arbeitszeiten anlässlich eines Personalengpasses wieder geändert, und ich rutschte zurück auf die Frühschicht. Eine Woche nur hielt das Glück an … Und GOTT beobachtet meine Reaktion darauf sehr, sehr genau. Würde ich nur zu Hause beten, könnten ER und ich viel weniger zusammen spielen …

Was will ich euch damit sagen? Nicht, dass alle so leben müssen wie Katrin. Doch dass ihr die (durch Verlage gepushten!) Vorbilder ganz genau anschauen müsst.

Mainstreamesoteriker leben unhinterfragt das nach, was Ego super findet, nämlich die Verweigerung einer weltlichen Maloche (so heisst das hier bei uns) gegen ein feines Leben in Praxen mit einem Bild aufgeschichteter Steine an der Wand (gibt es bei jedem Möbeldiscounter) in weissen Fräcken anderer Kulturen auf bestickten Yogakissen aus dem Esoterikversandhandel. Ich sage das absichtlich so deutlich. Auf diese Weise kriegen sie gar nicht mit, was die teuflischen Strukturen an Bullshit fabrizieren und wie es mit allem hier auf Erden stetig bergab geht, weil sie in der o.g. blütenreinen Parallelwelt herumgeistern und Leute heilen oder sonstwas schickes. (In deren Paralellwelt ist die kritische Masse seit mehr als zehn Jahren fast erreicht…)

Ich kenne lebende Beispiele, die jahrelang Auras (Auren?) gelesen haben, und doch von mir zum ersten Mal Dinge über die Realität dieser kränken Welt gehört haben. Wo waren diese Leute die ganzen Jahre?? Antwort: in ihrer Parallelwelt. In den Auras hätten sie ES sehen müssen, doch sie hatten zwar mit Gewalt ihre dritten Augen geöffnet, ihr HERZ ist jedoch weiterhin verschlossen geblieben, denn niemand auf Erden kann Herzen öffnen, das obliegt dem EINEN. Hier gerät die Reibachesoterik mit all ihren teuren Seminaren an ihre natürliche, da Göttliche Grenze. Nur mit dem HERZEN kann wahr gesehen werden. Think!

Wer wissen will, worum es im Leben auf der Erde tatsächlich geht, der ist daher eingeladen, sich als Schulintegrationshelfer in einer Brennpunktschule zu verdingen, unterbezahlt natürlich (man bekommt HartzIV zum Aufstocken). Jedenfalls hier bei uns werden diese Kräfte immer händeringend gesucht, denn die Arbeit ist natürlich megabeliebt, wie ihr euch denken könnt. Und wenn du dir dazu zu fein bist, wenn du auf dein Gehalt nicht verzichten willst – was suchst du dann auf dem spirituellen WEG?

Meine Ansicht ist zudem folgende, und wen das ärgert, der kann einfach aufhören, meinen Blog zu lesen. Es kann keine LEHRER auf der Erde geben. Spiegel ja, doch kein Original. Das ist etwa so, als wenn eine Schulklasse Siebenjähriger Schulkinder in einem Düsenjet sitzt und einer von ihnen hält sich für den Piloten. Sie werden alle abheben, wenn der eine pfiffig genug ist, aber sie werden nie ankommen. Das ist meine persönliche Meinung, und der Lauf der Geschichte ZEIGT es uns ja, dass es so ist. Niemand kann das widerlegen, denn sie sind alle irgendwann gestorben, oder etwa nicht?

Natürlich sind sie nach dem Erdentod alle „in den Himmel“ gegangen, wherever that may be … natürlich sind sie das. Doch dorthin gehen völlig unspirituelle Omis nach dem Erdentod auch, wenn ihr der katholischen Kirche glauben wollt. WTF ist da los?? Wozu denn dann all die schmerzhafte innere Arbeit hier zu Lebzeiten? Da könnte doch einfach jeder sich einen Guru sparen und gegen geringes monatliches Entgelt katholisch werden, das scheint ja die grosse Abkürzung zu sein. Merkt ihr es nicht? Irgendwas stimmt da nicht. Wake up!