Spiritualität ungleich weltlicher Aktionismus

Um es noch einmal ganz deutlich und klar herauszustellen: Ich befasse mich nicht mit irgendwelchen Weltverbesserer-Aktivismus-Bewegungen. Darunter verstehe ich diese ganzen Aktionen und Parolen, die im Internet herumposaunt werden, um vermeintlich die Strukturen in dieser bösen, bösen Welt bald, bald, zu ändern, Gesetze zu unterlaufen oder sonstwas Bebirntes.

Da wird völlig ahnungslos auf einem Spielfeld gespielt, das dem sog. Teufel gehört, und natürlich ist jegliche Veränderung durch die aufgeregt umherflatternden Egos daher per se eine reine Illusion. Machst du vorne ein Fenster zu, macht der Teufel hinten grinsend eine Tür wieder auf. Auf seinem Feld kann niemand gewinnen. Hier möchte ich an den Ausspruch eines weisen Mannes erinnern, der da lautet: Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist. Lasst der Welt ihre weltlichen Vorgänge. Lasst den Strukturen ihre Abläufe. Es geht nicht darum, mit den Methoden des Egos = Widerstand und Verweigerung irgendetwas zu „verbessern“.

Wer wirklich auf dem WEG ist, wird erfahren, dass die Hauptaufgabe ist, diese beiden Verhaltensmuster des Egos auszulöschen: Widerstand und Verweigerung sind IMMER gegen GOTT gerichtet. Denn egal, was derjenige Mensch glaubt oder nicht glaubt oder begreift oder nicht, alles was er ist, tut und sagt ist IMMER in Bezug zu seinem GOTT. Anders geht es nicht. Zu leben heisst, in Bezug zu GOTT = dem LEBEN zu stehen. Ausnahmslos. Alles andere sind lediglich Varianten, sind Spiegelungen dieser ersten und einzigen Beziehung im LEBEN.

Was das Spielfeld des Anführers aller Verweigerer angeht, spreche ich, wie stets, aus eigener leidvoller Erfahrung mit einem äusserst niederträchtigen Menschen, der die Strukturen auf das teuflischste für seine egoistischen Zwecke zu nutzen wusste, da er dahingehend studiert (programmiert) war und der daher die Strukturen (verwinkelte Rechtslage, Gesetze) auf seiner Seite hatte. Solche Typen … musst du rennen lassen. Dreh dich um und gehe deinen WEG weiter… Diese Leute werden ebenso von GOTT im Blick gehalten wie jeder andere, und sie werden ihre Lektionen auch noch lernen müssen, niemand entgeht seiner eigenen Entwicklung. GOTT hat ZEIT. Damit müssen wir uns gottlob ebenfalls nicht befassen.

Nach dem, was ich begreifen durfte, spielen diese vielfältigen weltlichen Dinge überhaupt keinerlei Rolle. Das klingt für untrainierte Denker erschreckend und als ob ich wegschauen würde. Schaut nicht nach aussen auf die Erscheinungen, sagte uns der einzige, der ES vollends begriffen hatte. Sondern nach INNEN. Der WEG handelt nicht davon, die Welt zu verändern, und wer das noch glaubt, rennt im tiefsten Dunkeln umher. Jeder wie er möchte, das ist freier Wille. Die Welt und ihre Kapriolen sollen sehr wohl beobachtet werden, doch niemals dürfen sie euch vom WEG ablenken.

Das klingt alles sehr katholisch, doch wer dies glaubt, der möge hier noch einmal lesen (ich denke, das hat jeder neue Leser bereits zuerst getan, und wenn nicht, muss er oder sie sich diese Fragen gefallen lassen: Liest du ein Buch auch ab der Mitte? Wie willst du dann irgendetwas davon begreifen?)

Natürlich ist Ego herrlich damit beschäftigt, auf die Politik und die Banken und die Königshäuser zu schimpfen und hat dann keine Kapazitäten mehr für die wirkliche Arbeit, die immer innere Arbeit ist. So dient derjenige dem, was er ausmerzen will, gleich zweifach.

Natürlich ist innere Arbeit weitaus anstrengender, schmerzhafter und scheint nicht sofort Erfolge zu zeitigen. (Deshalb bietet die Esoterikfachabteilung ja auch Wochenendseminare an, in denen man ruckizucki lernt, anderer Leuts Aura zu scannen, damit der andere ausspioniert werden kann. Das geht in Nullkommanix und kostet fast gar nix!) Ego hat keinen Bock auf schmerzhafte lebenslange Ent-wicklung.

Wer wirklich mit dem WEG befasst ist, was keine Ego-Auswahl war sondern ein innerstes MUSS, der hat sehr bald kein Interesse mehr an diesem weltlichen Hickhack, der sich sowieso niemals ändern wird, und das ist kein Fatalismus, sondern das höhere Bewusstsein sagt uns: das ist nicht der Sinn, dass diese Welt, die so gebraucht wird, wie sie ist, (mit Gegengewalt oder sonstwie) verändert wird. Wer mit etwas Vernunft darüber denkt, wird bald feststellen, dass das Ansinnen an sich schon oberdämlich ist (mensch verzeihe mir die deutlichen Worte). Wie gesagt, jeder wie er oder sie will.

Noch einmal: Ziel ist es nicht, diese Welt zu verändern, sondern sie zu verlassen, und zwar bei lebendigem Leibe. Herauszufinden, was das bedeutet, ist die Aufgabe eines jeden Menschen, der auf dieser Erde lebt. Ob euch das gefällt oder nicht, niemand hier unten hat die (wirklichen) Regeln gemacht. (!) GOTTseidank.