Das Wichtigste zuerst: fühlen, fühlen, fühlen. Mitten rein in den Irrsinn der Welt, um GOTT zu finden.

Es gibt zu jedem irdischen Sinn des Menschen und zu jedem groben Empfinden ein Pendant aus dem Höheren Bewusstsein. Am deutlichsten ist das bei LIEBE oder Liebe, klein geschrieben. Liebe klein geschrieben kennt jeder Mensch, sei es die Liebe zu Kindern oder Eltern oder Haustieren oder Kuscheltieren oder wasauchimmer. Zu dieser elementaren Art von Liebe kann jedes und alles Objekt sein. Daher ist die Welt, die wir hier bereisen, in einem derart katastrophalen Zustand. Doch sie wird genau so, wie es ist, gebraucht, denn die Menschen, die lieben, klein geschrieben, haben ein Recht auf eine Welt, in der sie genau das erleben können. Sie erleben eine Liebe, die immer an Bedingungen geknüpft ist, eine Liebe zu der zwei gehören. Die stärker und schwächer werden kann und enden und beginnen.

Doch es gibt auch LIEBE, ohne Beginn, ohne Ende, die nicht wächst, die nur IST, ohne Bedingungen, zu der nicht zwei gehören. Diese LIEBE erleben, natürlich, so glauben sie, alle selbsternannten Dualer. Na klar…

Ich sage: Sie erhaschen im besten Fall eine Ahnung davon, dass es LIEBE gibt, doch da niemand von ihnen die ARBEIT auf sich nimmt und auch keinen LEHRER hat, ohne den definitiv nicht dorthin zu gelangen ist, ist die einzige Folge, dass ihr Ego sich aufbläst und sie anfangen, Auras zu lesen.

Die Göttliche LIEBE ist im Menschheitsgedächtnis als so unendlich erstrebenswert verankert, dass jeder sie haben will. Doch den WEG dorthin auch zu gehen,  besser gesagt: zu kriechen, das tut kaum jemand. Und zwar noch weitaus weniger Menschen, als die spirituelle Szene dieser Welt uns über schicke Bücher und salbungsvolle Videos glauben macht.

Die LIEBE gross geschrieben ist nicht fühlbar. Es sind keinerlei Gefühle oder Empfindungen damit verknüpft, es gibt, wie schon beschrieben, keinerlei Magnetismus, und das unterscheidet sie von der Liebe, klein geschrieben, die Schmetterlinge im Bauch verursacht (karmische Bänder) und Herzklopfen, Hormonschübe, Be-gier-de etc.pp.

LIEBE ist frei (rein) von allem. Sie unterliegt dem eigenen Dasein schweigend, farblos, wie ein heiliger Teppich, und ist doch zugleich übermächtig und alles in sich hineinziehend. Sie beinhaltet eine Leidenschaft, die mit nichts in der Welt vergleichbar ist. Sie lässt den irdischen Tod sich als Lüge entpuppen. Nun schaut, wie viele Menschen dieser Erde haben diese LIEBE bis zum Letzten er-lebt…?

Das spirituelle Band zu meinem LEHRER ist da, ich weiss es, doch ich kann es nicht greifen und damit auch nicht an-greifen. Es ist völlig ausserhalb meiner Reichweite. Und doch IST es. Es kann nur gewusst werden und nicht befühlt. Das ist etwas, was mit nichts in dieser Welt zu vergleichen ist, denn es ist nicht von dieser Welt. Natürlich reden etliche Leute genau davon und erleben es doch nicht. Darüber wissen und es wissen ist nicht dasselbe. Wenn du LIEBE erlebst, enttarnt sich vor dir alles und jeder, jede Situation und jede Maske muss vor dir fallen. Schön ist etwas anderes.

Damit hat Er gerade den Bogen geschlagen zu dem eigentlichen Thema dieses Artikels, und ich wusste auch schon gar nicht, wie wir dort noch hingelangen wollen. Nun denn.

Gehen wir auf die niedrigere Ebene des FÜHLENS-durch-Wissen, das zu dieser Welt und ihren Erscheinungsformen gehört und aus dem WISSEN gespeist wird. Das WISSEN um den wahren Kern einer Person oder Situation ist dem höheren BEWUSSTSEIN immer offenbar, und es kann sich hinuntervermitteln in den irdischen Menschen, der dann ein sehr sicheres GEFÜHL bekommt, was ihm gut tut, was nicht gut tut, wohin er gehen soll und wohin nicht. Wie viele Menschen arbeiten mit dieser Fähigkeit?

Wir sind es gewohnt, dass unser vielgerühmter Verstand uns alles erklärt und wir nur dann handeln dürfen, wenn die Vernunft es uns gebietet. Das bedeutet, dass sämtliche Normen und Regeln der Gesellschaft, in der jemand lebt, sein Urteilsvermögen entsprechend einfärben. Mit der WAHRHEIT hat das nichts zu tun. „Das tut man nicht!“ „Das macht man so!“  sind in deinem Kopf Warnsignale, dass eine Situation gerade mit der gesellschaftlichen Norm beurteilt wird – statt sie vom Höheren Bewusstsein begutachten zu lassen. Wenn du deine Entscheidung nicht erklären kannst, stehen die Chancen gut, dass du es auf höhere Weise kapiert hast, was zu tun oder zu lassen ist. Das wird einen anderen Menschen, sofern er von deiner Entscheidung betroffen ist, sehr verärgern, denn Ego also der Verstand verlangt endlose Erklärungen. Je mehr derjenige noch aus dem Ego lebt, desto mehr wird er dich beschimpfen. Wer jedoch selbst diese höhere Art der Entscheidungsfindung schon kennt, wird aus eigener Erfahrung wissen, was los ist und es akzeptieren.

Als ich letzte Nacht, begleitet von letzten fernen Piff-paff-puffs, zurückblickte, sah ich besonders in den letzten Wochen des alten Jahres Situationen, in denen ich mein sicheres WISSEN, das zu einem sehr klaren GEFÜHL führte, ignorierte, weil mein Verstand, der ja achsoschlau ist, es besser wusste und hochrechnete, was geschehen würde, wenn ich dem GEFÜHL folgen würde und wen ich vor den Kopf stossen würde, wenn ich dem GEFÜHL Folge leisten würde. Heute sehe ich: hätte ich es mal getan… Natürlich ist auch die Entscheidung für Plan B „richtig“, denn vor GOTT gibt es kein falsch oder richtig. Doch es gibt hinderliche Szenen, die einem erspart werden können und die Wahl für sie bedeutet, der Mensch wählt unbewusst genau die Lektion, die er noch lernen muss. Also gibt es keine „falschen“ Entscheidungen. Wir kommen nicht drum herum, wie ihr seht.

GOTT hat eine unmissverständliche Art und Weise, sich bemerkbar zu machen, und zwar durch diverse Impulse, die nicht fühlbar sind, sondern nur wahrnehmbar. Daher kann ich nur aus eigenem Erleben jedem den Tipp geben, die eigene Beziehung zu IHM zu festigen, zu pflegen, jeden Tag bei IHM zu sitzen und sich bereit zu machen, SEINE Sprache zu lernen. Ich habe bei dem, was ich euch hier schreibe, zwei sehr sehr sehr unangenehme Situationen im Sinn, die ich erleben musste, weil ich SEINEN Hinweis, der zuvor gegeben wurde (in einem Fall sogar Jahre zuvor!) ignoriert hatte. Natürlich kann das erneut passieren, doch es ist eine Übungsstrecke und ich kann nur bereit sein, SEINEN Wink beim nächsten Mal zu befolgen. Letztlich liegt das ausserhalb meiner Macht, denn ich bin ein Verstand, der lernt und nicht derjenige, der dieses LEBEN lebt, das ich lediglich als „meins“ erachte.

Aktuell habe ich wieder so eine Situation in meinem Alltag, die ich euch zur Verdeutlichung genauer beschreiben will. Und ich weiss auch sehr sicher, was ich tun muss und werde.

Im Zuge meiner Wirbelsäulenaufrichtung wurden mir mehrere Wirbel eingerenkt, auch in der Halswirbelsäule. Ich habe gleichzeitig zum ersten Mal in meinem Leben sog. Krankengymnastik ergattert. (Andere Damen meines Alters hahaha lassen sich ja dauernd irgendwo pflegen und bearbeiten, doch ich war noch nie in den Genuss gekommen, es sei denn, ich hab es selbst bezahlt.) Nun stellte sich mir die Frage, zu wem gehe ich mit meinem Rezept? Ich wählte, sehr vernünftig, einen Therapeuten aus, dessen Praxis nahe bei meinem Arbeitsort liegt, damit ich den Weg mit dem Bus nur einmal haben würde und anschliessend immer direkt zur Arbeit würde gehen können.

Schon beim ersten Betreten der Örtlichkeit fühlte ich das NEIN, in den Praxisräumen hing – für ganz Doofe wie mich – ein Bild mit einem schwarzen Kreuz, und da spätestens hätte ich fliehen sollen. Doch der Anstand, der Anstand, ach was erzähle ich euch. Fakt ist: Der Behandler und ich sind nicht kompatibel. Es ist kein vernünftiger Grund vorhanden, und doch IST es so.

Es gab in der Folge noch kleine Szenen am Rande, die alle zu demselben GEFÜHL beitrugen, die Flucht ergreifen zu sollen. Der Verstand kann nichts erkennen, was falsch wäre, der Mann weiss was er tut und alles ist so, wie es sein sollte, die Praxis ist toll und hell und schick etc pp. und alle sind nett und blablabla. Doch das GEFÜHL sagt weiterhin unbeirrt no-no-no. Ich stellte mir vor, wie es sich anfühlt, wenn ich es beendet habe, und da war es wieder – diese Wahrnehmung grenzenloser FREIHEIT und folgend ein Gefühl der Erleichterung.

Daher beende ich die Behandlung dort. Ohne es so erklären zu können, dass ein anderer Verstand es verstehen würde.

Es ist jedes Mal dasselbe: Aussen scheint alles richtig, an der Oberfläche der Erscheinungen. Doch ich schaue dahinter, ER schaut dahinter, immer, und ER gibt mir zu begreifen, was ich niemals alleine sehen würde. Es passt nicht. Daher: Finger weg. Ein Ort ist nicht, was er zu sein scheint, etwas Unbenennbares stimmt dort nicht, eine Person hat etwas an sich, was dort nicht hingehört und sie selbst weiss es nicht (oder will es nicht wahrhaben). Es reicht für mich ein Foto einer Person  – und wupps, ich habe einen EINDRUCK, den der Verstand nicht deuten kann, denn er findet keinen sichtbaren Anhaltspunkt, nur diesen Eindruck, der jedoch zweifelsfrei da ist, und dieser erste Eindruck hat sich in meinem Leben bisher IMMER bewahrheitet, ohne eine einzige Ausnahme. Das erschreckt mich immer aufs Neue. Ich stehe davor mit offenem Mund und weiss nicht, wie mir geschieht. Und glaubt mal nicht, dass ich daher einfach darauf hören würde. Immer und immer wieder schiebt sich die „gute“ Erziehung dazwischen, diese unsinnige Norm, die da lautet: Sei nicht so voreingenommen, du hast ja Vorurteile, lerne denjenigern erstmal kennen. Das mag in der Welt an der Oberfläche vielleicht stimmen, doch ich erlebe nun einmal diese besondere Fähigkeit, dahinter zu schauen. Meine Güte, ich nehme mir hier und jetzt vor, dem in Zukunft fraglos zu folgen. Und diese Fähigkeit muss jedem Menschen offen stehen, denn wir sind alle vom Grundaufbau her gleich. Jeder von uns kann das von GOTT gezeigt bekommen, ganz sicher.

Ich habe das also schon x-mal erlebt, und doch treibt mich mein anerzogener Harmoniezwang, der noch immer nicht ganz ausgemerzt ist, immer wieder in Situationen, in denen ich dann sozusagen büssen muss, psychisch und auch körperlich (und seien es nur Schmerzen in der Stirn …). Nun gibt es sicherlich Egos, die das als willkommene Ausrede benutzen werden, bei Faulheit zum Beispiel, um Situationen zu vermeiden, die unbequem sind, doch vertut euch nicht: Ihr könnt GOTT nicht betrügen. ER bringt euch dazu, ES zu lernen, ganz sicher.

Das mit der Wahr-nehmung des nicht-sichtbaren und nicht-fühlbaren Dahinterliegenden habe ich schon mit Arbeitsstellen erlebt ebenso wie mit Bekanntschaften. Manchmal war ich schlau und habe auf IHN gehört, andere Male gab es Lektionen. In einer Arbeitsstelle, die ich aushilfsmässig machte, weil niemand sie wollte und ich aus Mitleid mich bereiterklärte, dauerte es nur wenige Tage und ich FÜHLTE: halt stopp falsch falscher am falschesten. Ich zog mich dort heraus, mit einer solchen Entschiedenheit, dass es reibungslos und ohne Folgen ablief. Und siehe da – eine Person aus der hintersten Reihe rückte nach und fand dort ihr Glück, wechselte den Arbeitsplatz dorthin und blühte auf wie eine Rose. Ich war dort verkehrt, und GOTT drängelte, weil ER die andere Person dort hin haben wollte. Ich habe den Platz geräumt, obwohl es auch Konsequenzen auf Egoebene für mich hätte haben können. Doch alles ging göttlich gut aus … na sowas. Auch dieses Beispiel habe ich euch schon einmal hier im Blog berichtet.

Aus solchen Szenen des täglichen Lebens lerne ich, hoffentlich, und ihr hoffentlich auch. Natürlich kann es wie immer nicht angelesen werden, es muss selbst er-lebt werden. Kennt ihr diese Leute, die am Rande der Tanzfläche angetackert stehen und sich mokieren, wie die anderen sich beim Tanzen wild verrenken und schwitzen? Oder wie es ist im Urlaub am Swimmingpool? Spiritualität verlangt von euch, nicht nur am Beckenrand stehen zu bleiben und zuzuschauen, sondern mitten reinzuspringen, in die Welt und ihre ganze Irrsinnigkeit.

Nur darüber ist GOTT zu finden, und nicht in einer einsamen Höhle irgendwo in Absurdistan.