Freizeit und ….Was ist deins: Job-Arbeit-Beruf oder Berufung?

Heute ist der glorreiche Tag, an dem meine Zweitarbeitsstelle (letzlich war es nur ein Job) endet. In meinem Leben gibt es folgende gedankliche Einteilung, manche wissen das schon aus meinen Büchern: Der Grad der Erfüllung durch eine Tätigkeit wird aufsteigend bezeichnet mit

Job-Arbeit-Beruf-Berufung.

Einen Job tut jemand einzig für Geld und würde es nie und nimmer freiwllig ohne Bezahlung tun. Diese Menschen sind ein Stück weit verzweifelt und müssen eine materielle Durststrecke überwinden. So etwas kann nur zeitlich eng befristet ausgehalten werden. Hierunter fallen in aller Regel Arbeiten, die nur den Strukturen dienen und nicht den Menschen.

Eine Arbeit ist schmerzhaft, doch sie ist erträglich. Dort findest du die Leute, die auf Urlaube und Feiertage hin leben. Diese Leute sind unzufrieden und leben in dem Irrglauben, bei besserer Bezahlung würde die Arbeit erträglicher. Das stimmt natürlich nicht, denn Geld ist inhaltsleer und kann daher niemals Qualität addieren, weder zur Arbeit noch zum Leben. Die Menschen in einer Arbeits-Stelle rechnen haargenau die Minuten auf und schenken ihrem Arbeitgeber nichts. Sie leben permanent eine Art Duell. Das sind die, die eine ruhige Kugel schieben wollen bei bestmöglicher Bezahlung. Würden sie im Lotto gewinnen, würden sie ab sofort nichts mehr tun- oder zumindest nicht das, was sie bisher getan haben.

Wer in seinem Beruf arbeitet, ist meistens zufrieden und empfindet Aufwand und Ertrag als ausgeglichen und denkt daher eher wenig an Geld. Es läuft einfach. Die Identifikation mit dem Tun ist sehr gross und es dient anderen Menschen. Diese Menschen empfinden kaum oder keinen Zeitverlust durch Aufenthalt an ihrem Arbeitsplatz. Sie schreiben nicht jede Überstunde auf und kommen manchmal viel zu früh und gehen später. Sie sind im Frieden mit ihrer Tätigkeit und mit ihrem Chef. Trotz Lotto würden sie weiter dort arbeiten, weil es FREUDE und Erfüllung für sie und andere hervorbringt.

Doch nur, wer seiner Berufung folgt, denkt nicht eine einzige Sekunde an Bezahlung. Einen Chef gibt es auf Erden nicht für so etwas. Die Tätigkeit dient immer und einzig den anderen Menschen und niemals den Strukturen und erfordert somit eine gewisse Selbstlosigkeit als Grundlage zu ihrer Ausübung. In der Tätigkeit verliert derjenige meistens jegliches Zeitgefühl. Er lernt aus eigenem Antrieb alles über sein Fachgebiet und LEBT es. Die sonst übliche Trennung von Arbeit und Freizeit ist verschwunden. Dieses Tun erfordert ein Höchstmass an Disziplin und Eigeninitiative, weil es keinerlei extrinsische Motivation dafür gibt. Deshalb ist es allein GOTT, der Berufungen austeilt, denn kein Ego kann und würde das oben beschriebene frei wählen.

Weil die Strukturen in unserer kränken Gesellschaft Lichtjahre weit von irgendeiner Berufung entfernt stattfinden, sind Menschen in Berufungen in aller Regel in unserer Welt selten und haben meistens noch einen Beruf, eine Arbeit oder einen Job nebenher, um sich den Rücken freizuhalten für das wirklich Wesentliche. Der Fokus liegt jedoch IMMER auf der Berufung, im Zweifelsfall wird alles andere zurückgelassen. Ich gehöre zu diesen Menschen *grins*.

Ich kenne alle oben genannten Formen, habe schon 20 oder so Stellen in etlichen Branchen und Abteilungen gehabt und alles nur Denkbare erlebt, mit Chefs und Chefinnen, Kollegen und Kolleginnen, in der Werkstatt und im Büro… und auch Langzeitarbeitslosigkeit. Es ist für mich ganz offenbar ein Studiengebiet in diesem Leben. Momentan lebe ich Beruf und Berufung parallel.

Es ist nicht zu unterschätzen, wie die Aufteilung von Arbeitszeit und Freizeit im Leben eines Menschen die Weiche zu Krankheit und Depression stellen kann – und wird. Gesundheit kann sich niemand kaufen, Gesundheit folgt auf Zufriedenheit, auf FRIEDEN, und der entfaltet sich aus genug freier Zeit für das Wesentliche. Freizeit allein tut es also nicht, sie muss auch auf das Wesentliche hin ausgerichtet gelebt werden. Nur so erlebt die SEELE ihre vorgesehene Erfüllung.

Aberaberaber Katrin, ich hab lieber Spass in meiner Freizeit!

Wer das sagt, kennt FREUDE nicht. Wenn aus Spass FREUDE wird, ist ein enorm wichtiger qualitativer Schritt im Leben des Betreffenden erreicht worden. Denn FREUDE bleibt, Spass jedoch endet spätestens mit dem Ende der Freizeit.

Kranksein entspringt einzig dem Ego. Das Ego fordert immer mehr Geld und Konsum, und so arbeitet der Mensch immer mehr und mehr, zeitlich betrachtet, um das Ego zufriedenzustellen. Und kauft sich somit nur Kranksein ein, denn die SEELE hat ganz andere Absichten als das Ego, siehe oben. Letztes Mittel ist eine Langzeiterkrankung, wodurch der Mensch in eine Zwangsfreizeit entlassen wird, die er dann damit ausfüllen muss, sich sein LEIDEN anzuschauen. Doch auch Nichtstun über einen langen Zeitraum führt in das Kranksein, denn auch hier regiert Ego, das sich weigert, anderen durch sein Tun zu dienen. Wer dem anderen Menschen nicht dienen will, wird krank. Einfache Formel.

Wer sich verausgabt und MEINT, das würde anderen dienen, hat es übrigens gleichfalls nicht begriffen. Gesundheit geht IMMER mit der persönlichen Zufriedenheit einher.

Ein jeder möge sich in seiner diesjährig wiederkehrenden Jahresrückschau genau ansehen, wie in 2018 und im restlichen Leben davor sein Verhältnis zur Arbeit und zur Freizeit war, wie niedrig oder hoch seine Zufriedenheit war, und er möge seine Krankheiten und ihren Verlauf anschauen, um herauszufinden, was in 2019 gehen darf und wovon mehr kommen darf.

Freie Zeit ist nicht gleich freie Zeit. Wer in seiner Freizeit Serien schaut, lebt qualitativ weit unter seinem Grundlevel. Freie Zeit gehört IHM. Und wer nun behauptet, das sei vertane Zeit, der hat es lediglich noch nicht ausprobiert. Die Lebensqualität steigt durch Stille Zeiten ins Unendliche.

Für mich endet heute der Zweit-Job, und ich fühle bahnbrechende FREUDE, weil ich Schreibprojekte angesammelt habe, die ich nun aus der Wirklichkeit in die Realität katapultieren kann. Allein heute früh schon diesen Artikel schreiben zu können ist für mich GOLD wert. Das ist Reichtum.

Zeit ist das höchste Gut des Menschen auf Erden, und wer zu sorglos damit um sich wirft, wird eine Bauchlandung erleben. So looks it out!

 

 

 

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