Das schwierige Ende der Traumwelt – kennst du die Erde?

Aus eigener Erfahrung weiss ich (und sonst würde ich wohl kaum darüber schreiben), dass es sehr, sehr schwierig ist, aus der üblichen Traum-Gedanken-Welt auszusteigen, die unser Denken und unsere Vorstellungen (von uns im üblichen Bewusstseins-Schlafstadium unhinterfragt) beherrscht. Wir alle in der kultivierten westlichen und auch östlichen Erdenzone haben dasselbe anerzogene Weltbild aus der Fernsehschule in unserem Denken, das sehr fest zementiert ist und das zu übersteigen sehr anstrengend ist. Selbst wenn jemand weiss, wie die Wirklichkeit ist, wird er oder sie immer wieder feststellen, wie leicht es ist, zurückzurutschen in die unbewusste Wieder-Übernahme der vorgegebenen Lügenrealität. Das mag der eine oder die andere schon selbst erlebt haben. Wenn ich in einem vermeintlich christlichen Buch lese, dass niemand dem Tod entkommen kann, muss ich simultan beim Lesen diese Lüge korrigieren, das ist sehr anstrengend. Wenn es auf jeder Seite eine solche Lüge gibt, wandert das Buch in den Müll. Es ist ein Gefühl wie Gehirnverdrehung, wenn du einmal weisst, wie die Wahrheit lautet, und wenn du dann auf solches Lügenblabla triffst. Daher kann ich so gut wie keinen Roman mehr lesen, sie sind unerträglich geworden. Frage am Rande: haben diese Leute Jesus nicht verstanden?

Das Problem ist, dass wir tagtäglich und all überall mit denselben Lügengebilden konfrontiert und durch die anderen Leute regelrecht damit bombardiert werden, eben den gedanklichen Gebilden, die wir hinter uns lassen wollen und müssen, wenn wir aussteigen wollen aus dem Karmalügenrad. Und das wollen wir ja. Wir hören im Alltag kaum je eine anderslautende Meinung als die, die alle haben, und wenn wir einmal laut anders reden, hören die Leute weg oder lachen uns aus oder, meistens: sie werden aggressiv und beschimpfen uns und werfen energetische Eisspeere auf uns. Und ich rede hier nicht von Lieblingskleidung oder Urlaubszielen, sondern von grundlegenden Dingen unsere Erde betreffend. Die Tellerrandfrage.

Es ist ja alles Unübliche scheinbar so fern, da es durch die Fern-Sehschule an die Menschen herangetragen wird. Alles dort Gezeigte zieht auf einem Bildschirm an den Konsumenten vorüber und wird von dem schlafenden sehr engen Bewusstsein als exotisch und weit weg eingestuft (Dem Himmel sei Dank! Immerhin ist bald Wochenende!) – das Leid anderswo, der Krieg weit weg in anderen Ländern, uns trifft das alles ja nie. Es wird auf derselben Bildschirm-Ebene dargestellt wie Spielfilme und wird vom o.g. engen Bewusstsein daher damit auf eine Stufe gesetzt und in dieselbe Schublade im Bewusstsein einsortiert. Es macht keinen Unterschied. Ausknöpfchen, und wir kreisen wieder in unserer kleinen heilen Welt. Das Unerhörte verschwindet mit dem Ausschalten des Bildschirms. Uff.

Wir haben mit dem Unerhörten jedoch lediglich keine Erfahrung, es existiert dennoch. Jemand, der Erfahrung damit hat, erzählt es uns – und wir gruseln uns in der wohligen Sicherheit des Deutschlands anno 2018, kurz vor Weihnachten. Niemand bezieht das auf sich, es geschieht stets den anderen. Wichtiger ist doch die neue Netschitt-Serie!

Die durchschnittlichen Sorgen des ordentlichen Bürgers (der sich mit politischem Wissen aus der Zeitung in Gesprächsrunden wichtig tut, um dazuzugehören und/oder Eindruck zu schinden) kreisen stattdessen um die Krebs-„Vorsorge“ und um die Höhe des Weihnachtsgeldes und welche arme Sau an Heiligabend in den Kartoffelsalat geschreddert wird und ob Tante Trulli ein Geschenk bekommen muss oder nicht und ob es dies Jahr wirklich teurer als 250 Euro sein muss, wo sie selbst doch nie mehr als hundert Euro anlegt, die alte schrappige Kuh.

Auf diese Weise ist die grosse Mehrheit innerlich stark beschäftigt und kreist in einer sehr engen Grenze in ihrem persönlichen irrelevanten Universum umher, regiert von ihrem Gott namens Mammon. Der Fachabteilungs-Esoteriker sagt dazu, dass jeder seine eigene Welt erschafft. Für Egos ist das auch genau so der Fall: Sie kreisen mit den Gedanken nur um sich selbst und maximal um ihre Familie. Kommst du solchen Leuten mit der Frage, ob es andere Menschheiten auf anderen Planeten gibt, dann verstehen sie dich kein bisschen, denn sie müssten sich zunächst mit der Frage beschäftigen, ob es andere Menschen ausserhalb ihres kleinen Familienkreises gibt. Da hört es jedoch schon auf. Die eigene Sippe ist das einzige, was zählt (solange alle brav sind innerhalb des familiären Regelsystems). Vielleicht existieren am Rande noch ein paar Freunde, und über Bekannte wird spätestens gelästert, d.h. dort besteht bereits die übliche innere Distanz. Diese wird durch Lästern gesellschaftlich anerkannt gestärkt und aufgemauert. Die Kollegen – sind im Grunde Konkurrenz.

Die Informationsmauer in den Köpfen der Leute ist erschreckend hoch und dick. Alles Unübliche prallt daran ab, neue Gedanken kommen nicht an sie heran. Beobachte.  Sie haben nur sich allein im Sinn und ihre Selbstverwirklichung, egal auf welchem Level, satanisch-materiell oder esoterisch-materiell, da gibt es leider keinen Unterschied. Wichtig ist heute, am 06.12., dass kleine Schoko-Satans, äh, Santas verteilt werden. Hat irgendwer sich heute mit dem Thema Jesus Christus und seiner Geburt oder eben nicht-Geburt befasst? Warum, es ist doch Nikolaus und nicht Heiligabend. Hast du das gerade auch gedacht? Dann sei herzlich Willkommen in der Massendenke.

Es gibt leider keinen Unterschied zu den Reaktionen auf mein Erleben hinsichtlich des Göttlichen, der Ideen und Gedanken und Erkenntnisse und Erfahrungen, die von einer höheren Ebene stammen: Ich kann es erzählen, doch die Leute haben eine unüberwindbare innere Distanz dazu. Auch die, die sich für esoterisch, religiös oder spirituell halten, wahren diese innere Distanz, meistens von ihnen selbst unbemerkt, solange, bis ich mit dem Finger unsanft dort reinpieke.

Letztlich ist Jesus eine Gestalt aus einem alten Buch und steht in einem untrainierten Bewusstsein damit auf einer Stufe mit Tom Sawyer. So funktioniert leider das menschliche (schlafende) Bewusstsein. Da kann sich jemand für noch so religiös halten, er wird über diese Stufe nicht hinauskommen. Nicht durch lesen.

Das Problem ist: Sie beziehen es nicht auf sich. Jesus ist schon lange nicht mehr hier, gelle, und niemand von uns hat ihn je getroffen (Apropos: ist es nicht seltsam, dass jeder Esoteriker, der etwas auf sich hält, ihn bereits in seinem Schlafzimmer stehen hatte? Fast könnte ich annehmen, Jesus gehöre zur Monster-AG (Filmtipp!). Exkurs Ende).

Vielleicht finden sie es wildromantisch, damals war alles so hipp und die Jünger so nah dran. Und heute? GOTT ist fremd, das Weltall ist relativ uninteressant, denn dort gibt es keine Shoppingmall. Sie erklären mich für seltsam oder plemmkacki, wenn ich von sowas rede, und das müssen sie auch tun, um die innere Distanz zu dem Erleben zu wahren, das ihnen bedrohlich erscheint und dessen Bote ich in dem Moment bin. Dass es für jeden Menschen auf dieser Erde alles bedeuten würde, über das Weltall oder Jesus oder sogar über GOTT Bescheid zu wissen, werden sie, wahrscheinlich, so bald nicht begreifen.

Ich kenne eigentlich nur Leute, die permanent gedanklich abgelenkt sind. Die einen schauen TV, shoppen und konsumieren, denken an Sex und oder an essen und trinken, die anderen sind Esoteriker, der nächste umkreist irgendeinen Gurutypen und wieder andere klammern sich an irgendwelche religiösen Regelwerke und um das Schmücken des Raketenbaumes, äh, Weihnachtsbaumes. Natürlich suchen sie alle Sicherheit, und die vermutet Ego in engen Grenzen. Doch das Gegenteil ist wie immer der Fall: Sicherheit kann es nur in der Freiheit geben.

Es gibt wiederum Leute, die haben sich eine Menge Wissen angelesen, z.B. über die wahren Hintergründe auf diesem Planeten, sie wissen voll Bescheid über die Bänker etc. – doch sie haben es gar nicht verinnerlicht, was das mit ihnen selbst zu tun hat. Sie denken nicht so, sie haben es lediglich mit dem Kopf gelesen – sie wahren die übliche innere Distanz und denken ansonsten weiter wie bisher. Sie kehren nicht um, im besten biblischen Sinne.

Fakt ist: Die meisten Menschen leben heute in einer Welt, von der sie keinerlei Ahnung haben. Sie wissen im Prinzip überhaupt nicht, wo sie hier sind, welche Rahmenbedingungen es hier für Menschenleben gibt, wer hier auf der Erde das Sagen hat, wie derjenige über Menschen denkt und was andere Leute mit niederster Gesinnung mit ihnen vor haben. Sie haben auch noch nie Chemtrails gesehen. Sie wissen nicht, wie ihr eigenes Bewusstsein funktioniert. Ist das zu fassen? Sie kreisen ab Geburt in der oben beschriebenen sehr engen gedanklichen Grenze und sehen nie darüber hinaus, dann sterben sie pflichtschuldigst, weil alle es tun, und dann reinkarnieren sie, und es geht von vorne los. Grundgütiger Himmel!

Wenn du ein Raumfahrer wärest und auf einem Planeten, der dir fremd ist, notlandest, was tuts du als erstes? Du erkundest den Planeten, oder nicht? Musst du nicht alles herausfinden, was dir beim Leben hilft, wenn du dort erst einmal bleiben musst und keine bösen Überraschungen erleben willst? Die Leute heutzutage haben vor allem Angst, aber statt herauszufinden, was ihnen schaden könnte, also hinzuschauen und nachzuhaken, schalten sie die elektronischen Scheuklappen ein. DAS nenne ich plemmkacki!

Es geht im Leben hier unten auf der Erde nicht darum, die Rente zu sichern, auch nicht, das dritte Auge zu öffnen, sondern es geht darum herauszufinden, was hier los ist. Alles andere ist Verdummung und Ablenkung, und nichts anderes.

Aberaber Katrin, die Erde kennen wir doch alle.

Ich ja, ihr auch?

P.S. Um auf den Jesus zurückzukommen: Es wird im Esoterik-Handbuch auf Seite 3798 behauptet, dass „die“ geistige Welt (in aller Regel ist in der Esoterik und auch sonstwo sehr undurchsichtig, was damit gemeint ist?) immer „in der Form vor dem Betrachter erscheint, die derjenige vertragen kann“. Ich sag euch was: Ich wäre beleidigt, wenn jemand mir eine Schauspielerkostümierung präsentieren würde, um mich zu schonen. Das hat mit WAHRHEIT nichts zu tun, und die Leute mit solcherlei Besuchern dürfen genauestens prüfen, was sie da eigentlich erlebt haben. Meine Ansicht.

Ja, ja, ja, liebe Geister, ich weiss, ich bin schwieriger als die anderen hier unten.

 

 

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