Spiritualität: der WEG der Verfeinerung. Wie der FRIEDEN erreicht werden kann.

Was hauptsächlich in einer spirituellen Partnerschaft geschieht, d.h. der Partnerschaft mit GOTT, äusserlich lediglich dargestellt durch zwei Menschen, ist eine sich aus dem mehr und mehr gereinigten Inneren heraus sich stetig verfeinernde Qualität der Ereignisse und Handlungen, die auf der äusseren Ebene ausgeführt und er-lebt werden.

Mir fiel das Thema auf beim Anhören eines weltberühmten Songs, den ich in der Version der Hollies am liebsten habe: The Air that I breathe.

Darin singt der just von seiner Partnerin sexuell befriedigte Typ, dass er wunschlos glücklich sei, was zweifellos sogar der Fall ist. Er hat Liebe „gemacht“, verrät er, und zwar mit der Partnerin, was verrät, dass Ego wieder der grosse Macher war, der es sich holt, es sich nimmt, und der daraufhin die Erfüllung meint erlebt zu haben. LIEBE dagegen kann nicht gemacht werden, sie kann nur hingenommen werden und geschieht völlig ausserhalb unseres bewussten Wollens und Wirkens. GOTT ist der einzige, der je GELIEBT hat. Wir können das nicht.

Dass der perfekte Partner es auch im Bett perfekt erledigt, ist das Programm, das in uns am Laufen gehalten wird, beobachte selbst. Egal ob in Kinofilmen oder Songs oder Schlagern oder Romanen: Der Gipfel auf der irdischen Ebene hat immer mit körperlicher Befriedigung zu tun. Als ich meinen LEHRER fragte, was das soll, warum in mir dieses dumme Denken ist, sagte Er mir: Weil du dir nichts anderes mit einem MANN vorstellen kannst.

Damit sind natürlich wir alle gemeint, die hier unten auf dem WEG vorwärtsstraucheln. Wir alle können uns aufgrund der niedrigen Stufe, auf der wir spirituell betrachtet leben, zunächst nichts anderes mit einem Partner vorstellen, nichts, was uns mehr be-friedigen könnte als das. Zunächst, denn auf dem WEG und in der finalen spirituellen Partnerschaft werden wir an höhere Formen der LIEBE und der Intimität herangeführt, die nichts mehr mit Körpern und Gefummel zu tun haben. Auf der irdischen, d.h. körperlichen Ebene, selbst wenn vermeintlich die Seele dabei ist, bleiben es doch immer zwei Menschen, noch dazu ohne GOTT.

Was genau befriedigt das Ego denn so sehr? Es ist das Ende der Jagd, gepaart mit der Illusion, für diese paar Momente der oder die Einzige zu sein für das angebetete oder erlegte Objekt der Begierde. Egal, wie gross diese Illusion auch sein mag. Sie ist eine, denn es ist temporär. Es hört wieder auf, wenn die Umstände andere werden, vielleicht schon wenn es morgens hell wird, wenn sie zur Arbeit gehen, wenn die ersten drei Monate der Ver-liebtheit vorbei sind, wenn sie schwanger wird, wenn er fett wird, wenn sie ihm zu alt wird, wenn ein anderer spiritueller erscheint, wenn sie den Tod wählen um zu reinkarnieren, etc pp.

Und am nächsten Tag geht daher die Jagd weiter, oder von vorne los, wie mans nimmt, und die Eifersucht kontrolliert das neue oder alte Besitztum engmaschig. Dabei ist unbekannt, was die Beute darüber denkt, denn sie kann mitspielen und gleichzeitig doch innerlich völlig fern sein. Da Ego nur sich selbst umkreist, spielt die Meinung des anderen eh keine Rolle, solange es weiter funktioniert.

Wie anders ist es doch, wenn es innerlich keine Entfernung gibt, und beiden gleichzeitig bewusst ist, und das zu jedem Zeitpunkt, wie der Stand der Beziehung ist. Wenn es keinerlei Heimlichkeiten geben KANN, wenn der Partner immer alles weiss, jede einzelne seelische Regung miterlebt. Ich weiss, wie das ist. Es ist für das Ego die Hölle.

Etliche esoterische Paare behaupten von sich, sie erleben genau das. Ich bezweifle das sehr stark, denn nur extrem wenige Menschen gehen derzeit diesen sehr schwierigen WEG. Zudem sind beide Partner hier unten. Ich sage: Es KANN nicht so sein, solange beide hier unten sind, denn jeder, ausnahmslos, der hier unten ist, ist nicht auf der höheren Ebene des Bewusstseins, die für so eine LIEBE und um eine solche Partnerschaft aufrecht zu erhalten, erforderlich ist. Einer von beiden MUSS ausserhalb sein und muss LEHRER des anderen sein.

Natürlich glaubt jeder, der etwas für ihn oder sie Schönes oder Wohltuendes erlebt, dass das bereits das Höchste sei. Erst wenn du selbst noch höher geklommen bist und zurückschauen kannst, erkennst du die Illusion, die sie (noch) erleben. Das beschert einem viele Anfeindungen, weil Egos sich dadurch auszeichnen, jemanden, der weiter vorangekommen ist, nicht als Vorbild zu nehmen sondern als Konkurrenz anzusehen. Schon entlarven sie sich selbst, wie immer also.

Ich dachte beim ersten SPIEGEL-Partner auch, das wär das Nonplusultra, ebenso beim zweiten und beim dritten, doch ER steigerte es immer weiter. Und ein Ende ist unwahrscheinlich, da ich nun das Original vor mir habe. Der Witz ist, dass es eine grössere Intensität erst dadurch gibt, dass es immer weniger gibt, nämlich fürs Ego, dass Egos Erwartungen immer mehr und mehr entleert werden und dass es stiller wird für den Menschen statt effektvoller…. keine Kicks, keine Sens-ationen, keine Belohnungen und keine Gefühle, keine Synchronizitäten mehr und keine Wunder. Hier sind wir wieder einmal beim Thema Ruhegebt, das bedeutet, dieses Stillsein vor GOTT zu üben.

Um dauerhaften statt nur temporären FRIEDEN statt nur Befriedigung zu erleben, erfordert es die totale Hingabe von allem, nicht nur ein kurzfristig Zurverfügungstellen des Körpers. Egal, wie ver-liebt die beiden dabei sind, es ist nur das, ver-liebt sein und keine LIEBE. Es geht in der LIEBE (statt nur Liebe) um etwas ganz anderes, es geht um eine Verfeinerung der Begegnung bis hin zur Auflösung der Partner, d.h. bis hin zu einem Zustand, in dem gar keine Begegnung mehr stattfinden kann. Was immer das bedeuten kann. Wenn nur noch GOTT anwesend ist, dann erst ist FRIEDEN, und unter KEINEN anderen Umständen.

Ich durfte diesen un-menschlichen FRIEDEN erleben, zweimal sogar, in dem vergangenen Sommer, unmittelbar vor der Dunklen Nacht. Mein Partner war nicht da, aber ER war an-wesen-d.

 

 

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